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Endokrine Disruptoren auch Xenohormone genannt

07. 05. 2020

weitere Bezeichnungen sind:

Umwelthormone oder hormonaktive Substanzen

 

Definition:

es werden bestimmte Stoffe bezeichnet,

die bereits in geringsten Mengen, wenn Sie in den Körper gelangen, eine Veränderung des Hormonsystems bewirken und somit die Gesundheit schädigen.

Sie schädigen somit einen intakten Organismus.

 

Nach neuesten Erkenntnissen: Einige Stoffe, die als sicher angenommen wurden, zeigen ihre Effekte erst in den folgenden Generationen.

Auswirkungen auf einen bereits kranken Organismus können fatale Folgen haben.

 

 

Was sind endokrine (hormonelle) Disruptoren ?

 

Diese Substanzen kommen hauptsächlich in synthetisch hergestellten Materialien vor, können aber auch natürlichem Ursprungs sein.

Sie haben meist eine "estrogenartige Wirkung" auf unseren Körper.

 

Chemikalien mit Hormonwirkung:

  • Pestizide: Herbizide, Glyphosat, Fungizide, Insektiziede, ...
  • Kosmetikzusätze: UV Filter 4MBC, Parabene, Moschusverbindungen, ...
  • Industriechemikalien:
    • Schwermetalle wie Arsen, Quecksilber, Blei
    • Organochemikalien: PCB, PBB, PCP, Bisphenol A, Phthalate, Flammschutzmittel (in Textilien)
    • Verbrennungsprodukte: Dioxine, Furane

 

Die  Aufnahme der Substanzen im menschlichen Körper erfolgt vor allem:

  • Nahrungsmittel (Kontakt mit Kunststoff oder Pestizide)
  • Trinkflüssigkeiten (Kontakt mit Kunststoff oder Pestizide)
  • Hautkontakt (Kosmetika, Pestizide, Reinigungsmittel, Textilien - die mit Flammschutz ausgestattet sind)
  • Atmung (Abrieb von Kunststoff und Gummi, Pestizidaerosole bei Garten/Feldarbeit)
  • in Wohnungen, Büros, Schulen, Kindergärten

 

in der Medizin werden endokrin wirksame Substanzen bei der "Antibabypille" eingesetzt.

 

Nach Angaben der WHO sind über 800 Substanzen bekannt, die auf unser Hormonsystem einwirken.

 

Ein Beispiel: Bisphenol A = BPA

 

estrogenartige Wirkung

 

- trägt bereits in kleinen Mengen zur Entstehung von Krankheiten wie Diabetes mellitus, Fettleibigkeit, Schilddrüsenstörungen, Entwicklungsstörungen bei Kindern, Unfruchtbarkeit, u.v.m. bei.

 

Bisphenol A ist in vielen Produkten unseres täglichen Gebrauchs Bestandteil:

  • Plastikflaschen
  • Plastikspielzeug
  • Thermopapier
  • Bodenbeschichtungen aus Epoxidharz
  • Auskleidung von Konservendosen
  • u.v.m.

 

Xenohormone können die Hormonsynthese, die Hormonausschüttung, die Hormonspeicherung, den Hormontransport und die Hormonausscheidung beeinflussen.

 

 

Natürlich können wir all den Stoffen nicht entgehen, aber man kann viel dafür tun sie zu meiden:

 

  • Plastikgefäße durch Glas ersetzen
  • Bio Kosmetik kaufen
  • Umweltfreundliche Produkte benutzen
  • Obst / Gemüse nicht in Plastikverpackungen kaufen
  • Wasserfilter zuhause einsetzen
  • Elektromagnetische Strahlung reduzieren z.B. Handy, WLAN
  • ausreichend Bewegung an der frischen Luft
  • Stress reduzieren
  • 5 Hände voll Obst / Gemüse pro Tag verzehren
 
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