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Zyklusstörungen

06.07.2019

Viele Frauen leiden unter Zyklusstörungen, ca. 70 % der Frauen haben verkürzte, verlängerte oder unregelmäßige Menstruationszyklen, dazu kommen noch extrem starke Blutungen, Zwischenblutungen und Schmierblutungen. 30 % der Frauen haben einen hohen Leidensdruck.

Häufig erlebe ich in meiner Praxis, dass viele Frauen dies als normal ansehen - das ist halt bei mir so schon von der Pubertät an.

 

Liebe Frauen: es ist nicht normal ! oft verbergen sich dahinter hormonelle Dysbalancen der Geschlechtshormone, sowie der Schilddrüse oder der Nebenniere, aber auch Stress, Leistungssport, Arzneimittelwechselwirkungen, Handystrahlung, .... können als Auslöser gefunden werden.

 

Eine ausführliche Anamnese sowie individuelle Laborbefunde weisen uns hier den Weg zur richtigen Therapie.

 

Übersicht der Zyklusstörungen

 

Polymenorrhoe Zykluslänge weniger als 25 Tage
Oligomenorrhoe Zykluslänge über 35 Tage
Hypomenorrhoe zu schwache / zu kurze Regelblutung
Hypermenorrhoe extrem starke Blutung
Amenorrhoe ausbleiben der Regelblutung
Post Pill Amenorrhoe ausbleiben der Regelblutung nach absetzen der Pille
Zwischenblutung  
Schmierblutung  

 

Haüfige Ursachen für Zyklusstörungen

  • Stress
  • Hormonelle Dysbalance von Estrogen / Progesteron
  • Anovulation (kein Eisprung)
  • Schilddrüsen - Unterfunktion
  • Nebenniere: zuviel oder zuwenig Cortisol
  • Trauma / psychische Belastungen
  • Handystrahlung
  • Arzneimittelwechselwirkungen
  • Infektionen
  • Hyperprolaktinämie
  • Polyzystisches Ovarsyndrom (PCOS)
  • Nährstoffmangel

 

Polymenorrhoe

Die Menstruationsblutung findet regelmäßig statt, aber mit kurzen Abständen - unter 25 Tagen.

Die häufigen Blutungen können zu Eisenmangel führen.

Auslöser:

  •  häufig ovarielle Störung - es findet kein Eisprung statt oder ein "schlapper"
  •  Stress / psychische Belastungen
  •  körperliche Belastungen, Sport
  • Schilddrüsen Funktionsstörungen

 

Oligomenorrhoe

Die Menstruationsblutung findet zu selten statt, der Zyklus hat lange Abstände über 35 Tage bis zu 90 Tagen.

Die Blutungsstärke ist meist normal oder gering.

Auslöser:

  • Polyzystische Ovarsyndrom (PCOS)
  • Schilddrüsen Funktionsstörungen
  • hormonelle Dysbalancen - zu viel Andorgene im Blut
  • körperlicher und emotionaler Stress
  • Magersucht, Essstörungen
  • schwere chronische Erkrankungen
  •  Leistungssport

 

Hypomenorrhoe

Bei der Hypomenorrhoe kommt es nur zu sehr schwachen Blutungen - sogenannte Schmierblutungen - die auch nur 2-3 Tage andauern. Die Blutungsmenge ist unter 25%. Der Zyklus ist dabei meist regelmäßig.

Auslöser:

  • Eierstockschwäche - Progesteronmangel
  • Progesteron Rezeptor Resistenz
  • Störung von FSH und  LH möglich
  • Schilddrüsen Funktionsstörung
  • Stress, Leistungssport
  • Trauma
  • Hyperprolaktinämie

 

Hypermenorrhoe

Diese Form der Menstruationsstörungen tritt sehr gehäuft auf. Vor allem vor den Wechseljahren, nach einer Schwangerschaft und bei Hormonschwankungen.

Extrem starke Blutung (mehr als 80ml) mit Abgang von Koageln (Brocken getrockneten Blutes), erhöhter Blutverlust - kann zu Eisenmangel führen.

Sollte die Blutung so stark sein, dass Sie die Toilette nicht verlassen können, bitte unbedingt einen Arzt aufsuchen.

Auslöser:

  • Myome
  • Endometriose
  • Anovulatorischer Zyklus - Eisprung findet nicht statt - Progesteronmangel / Estrogendominanz
  • hormonelle Schwankungen (Progesteronmangel)
  • Tumore
  • entzündliche Prozesse
  • Gerinnungsstörungen

 

Amenorrhoe

Die Amenorrhoe bezeichnet das völlige Ausbleiben der Blutung.

Wir unterscheiden die

  • primäre Amenorrhoe - das Ausbleiben der Menses bis zum 18. Lebensjahr
  • sekundäre Amenorrhoe - das Ausbleiben der Menses über 3 Monate
  • hypothalamische Amenorrhoe - ausgelöst durch Nährstoffmangel, Stress, Trauma,...

Auslöser:

  • Eisprung findet nicht statt (Anovulation)
  • PCOS
  • Hypercortisolismus (Cortisol hoch)
  • Nebennierenerschöpfung (Cortisol niedrig)
  • Schilddrüsen Untefunktion
  • Hyperprolaktinämie
  • Stress - körperlich, psychisch, emotional

 

Post-Pill Amenorrhoe

Nach dem Absetzen der hormonellen Kontrazeptiva (Pille, Hormonspirale, Hormonspritzen) setzt die Monatsblutung nicht oder spät ein.

Auslöser:

  • Störung der Hypothalamus-Hypophysen-Gonaden- Achse

 

warum ?

Ethinylestradiol in der Pille (synthetisches Hormon) ist an den Estradiol Rezeptor gebunden und vermittelt ein sogenanntes negative Feedback an die H-H-Achse, d.h. in den Gehirndrüsen kommt die Meldung an, es ist ausreichend Estradiol vorhanden und der Eierstock bekommt keinen Befehl über die H-H-G-Achse Estradiol zu produzieren und auszuschütten.

Es kommt somit zu einer Verringerung der endogenen Estradiol Synthese.

Ethinylestradiol hat eine hohe und lange Bioverfügbarkeit, d.h. es sitzt noch lange Zeit nach dem Abetzen der Pille auf dem Rezeptor und blockiert ihre eigene Estradiol Synthese.

 

Zwischenblutung

Die Zwischenblutung auch Spotting genannt findet häufig während eines regelmäßigen Zyklus statt. Plötzlich findet sich leicht bräunliches rotes Blut in der Unterwäsche.

Eine Zwischenblutung ist nie so stark wie die normale Periode.

Auslöser:

  • Einnahme hormoneller Kontrazeptiva (Pille, Hormonspirale, Hormonspritze) - bei Einnahmefehler oder Verwertungsstörung (z.B. Magen Darm Erkrankungen)
  • Präparate die nur Progestine enthalten sind anfälliger für Zwischenblutungen (Minipille, Hormonspirale,..)
  • Endometriose - Zwischenblutungen und starke Blutungen
  • Infektionen bakterielle und virale (Clamydien, HPViren,..)
  • hormonelle Dysbalancen
  • Schilddrüsenfunktionsstörungen
  • Myome, Polypen
  • Gerinnungsstörungen
  • Stress in allen Variationen

 

Schmierblutung

Eine Schmierblutung kann immer mal wieder plötzlich auftreten, ist eine sehr geringe "Blutung", eher mehr ein brauner Ausfluß.

Die kleine Menge Blut fließt sehr langsam aus der Gebärmutter und das Eisen oxidiert wenn es an die Luft kommt.

Dauer - meist nur wenige Stunden

Auslöser:

  • um den Eisprung herum kommt es zu hormonellen Schwankungen - diese können eine leichte Schmierblutung auslösen.
  • Hormonelle Umstellung: nach Schwangerschaft, Wechseljahre, Pubertät
  • in der Frühschwangerschaft
  • Entzündungen der Eileiter / Eierstöcke
  • Endometriose
  • Schilddrüse - Unterfunktion
  • Stress, Trauer, ...
  • Extrem Sport

 

Bei lang anhaltenden Zyklusstörungen (jeder Art) sollten Sie auf jeden Fall einen Gynäkologen für eine körperliche Untersuchung aufsuchen.

 

Wenn gynäkologisch alles abgeklärt ist, können Si mit einer ganzheitlichen bioidentischen Hormonregulation beginnen.

 

Lesen Sie hierzu auch meinen Beitrag über die

GANZHEITLICHE BIOIDENTISCHE HORMONREGULATIONTHERAPIE.

 

Vereinbaren Sie gleich einen Termin zum Erstgespräch unter Tel.: 08365-9199891

 

 

 

 

 

 
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