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Blog: Die Pille und ihre Nebenwirkungen

Die Verhütungspille gibt es seit 1960, damals ein großer hart erkämpfter Durchbruch für die Frauen. Endlich hatten wir Frauen die Möglichkeit, die Kontrolle über unsere Fortpflanzung und Eigenständigkeit in Partnerbeziehungen mitzubestimmen.

 

Viele meiner Patientinnen haben die Pille bereits im Teenageralter verschrieben bekommen, entweder zur Verhütung einer Schwangerschaft, gegen Hautprobleme wie Akne oder für einen regelmäßigen und/oder schmerzfreien Zyklus.

 

Die Nebenwirkungen im Beipackzettel

Viele Frauen haben den Beipackzettel der Pille oberflächlich gelesen und zur Seite gelegt. Vielfach gab es auch wenig Hinweise vom verschreibenden Arzt zu den möglichen Nebenwirkungen. Da gehen die meisten Frauen davon aus, es betrifft mich ja nicht. Die Aufklärung zu diesem Medikament ist immer noch mangelhaft.

Diese Hinweise auf Nebenwirkungen finden sich in den meisten (östrogen-+gestagenhaltigen) Pillenpackungen:

  • Blutgerinnsel / Thrombosen

  • Herzinfarkte und Schlaganfälle (insbesondere bei Raucherinnen oder Frauen mit Migräne/ Aura Migräne)

  • Gallenblasenerkrankungen (wie Gallensteine)

  • Risiko für Brust-, Gebärmutter- und Leberkrebs leicht erhöht bei Pillenanwenderinnen

  • Erhöhtes Risiko für eine Bauchspeicheldrüsenentzündung (bei vererbten Defekten des Fettstoffwechsels)

Die Verhütungspille kann bei uns Frauen ernsthafte gesundheitliche Probleme hervorrufen.

 

Die Pille:  Nachahmung unseres natürlichen Zyklus?

Nein! Die Pille wirkt in unserem Körper nicht in Nachahmung an unseren natürlichen Zyklus. Das stimmt so nicht.

Die Pille  setzt unseren natürlichen Zyklus außer Kraft!

Sie stört unsere natürliche Hormonsynthese, in dem die Pille auf unsere Hypothalamus-Hypophyse-Eierstock Achse eingreift.  Die normale Kommunikation zwischen unserem Gehirn und Eierstock werden gestört und der Eisprung wird blockiert.

Durch die Blockierung des Eisprungs wird auch ein natürlicher Zyklus verhindert. 

 

Die Kombi-Pille hat noch weitere Risiken

Gewichtszunahme und metabolischem Syndrom

Unter Einnahme der Verhütungspille kann es zu einer Gewichtszunahme von 1,5-5 kg kommen.

Es besteht ein erhöhtes Risiko an einer Insulinresistenz, hohem Blutzucker und erhöhten Cholesterinwerten zu erkranken. 

 

Schilddrüse

Die synthetischen Estrogene in der Pille haben erhöhende Wirkungen auf die Globuline der Schilddrüse (TBG), des Cortisols (CBG) und Sexualhormon bindendem Globulin (SHBG). Die Serumkonzentrationen von den Schilddrüsenhormonen T4 und T3, Cortisol, Estradiol und Testosteron steigen an. Die Einnahme der Pille muss in jedem Fall auf die Auswertung der Schilddrüsenhormone mit berücksichtigt werden.

 

Nährstoffmängel

Ein Mikronährstoffmangel kann zu einer Vielzahl von Beschwerden, hormonelles Dysbalancen und Unwohlsein führen.

Die Pilleneinnahme verbraucht besonders viel B-Vitamine und Magnesium, sowie Vitamin D3. Besonders auf Vitamin B6 solltest Du während der Einnahme von synthetischen Kontrazeptiva achten.

 

Trockene Schleimhäute

Ein häufiger Nebeneffekt der Pille sind trockene vaginale Schleimhäute, dass auch sehr schmerzhaft sein kann - nicht nur beim Geschlechtsverkehr. Die synthetischen Hormone der Pille unterdrücken den Eisprung, dies verhindert aber, dass es während dem Eisprung immer schön glitschig wird. Die Schleimhäute werden trocken - nicht nur vaginal, sondern im gesamten Körper!

 

Eiertsöcke schrumpfen und Fruchtbarkeit 

Dänische Forscher untersuchten die Eierstöcke von Frauen, die die Pille einnahmen und Frauen die noch nie Verhütungsmittel eingenommen haben.  Die Pille einnehmenden Frauen zeigten ein 29-52% geringeres Eierstockvolumen ! Die größte Verringerung  fand man bei 19-30jährigen Frauen.

Zudem wiesen Frauen unter Einnahme der Antibabypille 19% weniger AMH (Anti Müller Hormon) auf. Ein niedriger AMH Spiegel gilt für eine niedrige Eierstockreserve - weniger verbleibende Follikel (Eibläschen),  das bedeutet, ein erhöhtes Risiko für einen verminderte Fruchtbarkeit und Eierstockinsuffizienz.

Die positive Bilanz: das Eierstockvolumen und das AMH "kann" sich nach dem Absetzen der Pille wieder regulieren -  es kann aber auch eine längere zeit dauern.

 

Entzündungen und oxidativer Stress

Oxidativer Stress verursacht starke Zellschäden und ist ein Risikofaktor für Herz-Kreislauf Erkrankungen, Krebs, Demenz und auch für Fruchtbarkeitsprobleme, Endometriose und Eierstockfehlfunktionen und fördert Entzündungen im Körper.

Die Pille  hebt die positiven Wirkungen von Nähr- und sekundären Pflanzenstoffen auf, die zur Bekämpfung von oxidativem Stress und Entzündungen wichtig sind.

 

Autoimmunerkrankungen

Die Einnahme der Pille fördert die Entstehung von Autoimmunerkrankungen. Hierfür gibt es bereits belastbare Belege. Besonders im Fokus finden wir Morbus Hashimoto (AIM der Schilddrüse) und Morbus Crohn (Darm), sowie Lupus Erythematodes.

 

Depression

Kombinatsionspillen mit östrogen- und gestagenhaltigen synthetischen Hormonen erhöhen das Risiko an einer Depression zu erkranken. Eine reine Gestagenhaltige Pille verdoppelt das Depressionsrisiko nochmal. (Große Studie der Universität Kopenhagen). Teenager waren laut der Studie besonders gefährdet. Übrigens auch die transdermalen Pflaster und Vaginalringe wurden mit einer erhöhten Depressionsratein Verbindung gebracht.

 

Entgiftung

Die Antibabypille kann unsere natürliche tägliche Entgiftungsleistung erheblich stören. Die östrogenhaltigen Stoffe können in gefährliche Zwischenprodukte aufgespalten werden. Sie stört auch die Aufnahme wichtiger Nährstoffe, die für unsere Entgiftungsleistung benötigt werden.

 

Die Pille hat zahlreiche Nebenwirkungen

Denke daran, dass die Pille zahlreiche gesundheitliche Auswirkungen haben kann - nicht nur die "gefährlichen" im Beipackzettel.

Besonders bei einem bevorstehenden Kinderwunsch, solltest Du genau überlegen, ob es unbedingt die Pille sein muss oder Du es vielleicht mal mit NFP - Natürliche Familienplanung (oder auch Verhütung) versuchst. Du lernst deinen Körper dabei auch besser kennen.

 

Alle synthetischen Verhütungsmittel unterdrücken deinen natürlichen Zyklus!

Sie normalisieren deinen Zyklus nicht.

 

Melde Dich gerne, wenn Du Unterstützung brauchst oder buche hier Deinen Wunschtermin in meiner Frauensprechstunde.