Praxis für Bioresonanz und ganzheitliche Frauenheilkunde
 
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Zyklusstörungen: Wenn der weibliche Zyklus aus dem Rhythmus gerät

Unregelmäßige, zu kurze oder zu lange Zyklen ganzheitlich betrachten

Die Periode kommt plötzlich früher. Oder später. Vielleicht bleibt sie mehrere Wochen aus, tritt ungewöhnlich häufig auf oder verändert sich in Stärke und Dauer.

 

Solche Zyklusveränderungen können vorübergehend auftreten. Wenn sie sich jedoch wiederholen oder dauerhaft verändern, lohnt es sich genauer hinzusehen.

 

Denn der weibliche Zyklus reagiert sensibel auf viele Einflüsse.

 

Stress, hormonelle Veränderungen, Schilddrüse, Stoffwechsel, Gewicht, Ernährung, Erkrankungen, Medikamente oder Veränderungen der Eierstockfunktion können den Zyklus beeinflussen.

 

Eine Zyklusstörung ist deshalb nicht einfach nur eine "unregelmäßige Periode".

Sie kann ein Hinweis darauf sein, dass sich die hormonelle Regulation verändert hat.

 


Was ist eigentlich ein normaler Zyklus?

Der oft genannte 28-Tage-Zyklus ist kein Maßstab, den jede Frau erfüllen muss.

 

Ein natürlicher Zyklus kann individuell kürzer oder länger sein.

 

Entscheidend ist nicht, dass deine Menstruation exakt alle 28 Tage kommt, sondern dass dein Zyklus über längere Zeit ein für dich nachvollziehbares Muster zeigt.

 

Der Zyklus beginnt am ersten Tag der Menstruationsblutung und endet am Tag vor Beginn der nächsten Blutung.

 

Auch kleinere Schwankungen zwischen einzelnen Zyklen sind normal.

 

Auffällig wird es vor allem dann, wenn sich dein bisheriges Zyklusmuster deutlich verändert.


 

Wann spricht man von einer Zyklusstörung?

Zyklusstörungen betreffen vor allem Häufigkeit und Rhythmus der Menstruation.

 

Zum Beispiel:

 

  • die Periode kommt sehr häufig

  • die Abstände werden ungewöhnlich lang

  • die Menstruation bleibt ganz aus

  • die Zyklen schwanken stark

  • zusätzliche Zwischenblutungen treten auf

 

Davon unterscheiden wir Veränderungen der Blutungsstärke und Blutungsdauer.

 

Dazu gehören beispielsweise sehr starke, sehr lange oder besonders schmerzhafte Blutungen.

 

Viele Frauen erleben allerdings mehrere Veränderungen gleichzeitig.

 

Ein unregelmäßiger Zyklus kann beispielsweise mit starken Blutungen, PMS, Akne, Haarausfall oder Kinderwunschproblemen verbunden sein.

 


 

Oligomenorrhoe: Wenn die Periode nur selten kommt

Bei einer Oligomenorrhoe sind die Abstände zwischen den Menstruationsblutungen deutlich verlängert.

 

Frauen berichten beispielsweise über Zyklen von 40, 50 oder sogar mehr Tagen.

 

Häufig bedeutet ein sehr langer Zyklus, dass der Eisprung deutlich verspätet stattfindet oder ganz ausbleibt.

 

Mögliche Ursachen sind unter anderem:

 

  • PCOS

  • Stress

  • starke Gewichtsveränderungen

  • sehr intensive sportliche Belastung

  • Schilddrüsenstörungen

  • erhöhte Prolaktinwerte

  • hormonelle Veränderungen

  • beginnende Perimenopause

 

Gerade wenn sehr lange Zyklen zusammen mit Akne, stärkerer Körperbehaarung, Haarausfall oder Gewichtszunahme auftreten, sollte auch an ein PCOS gedacht werden.

 

Mehr dazu findest du unter Oligomenorrhoe - wenn die Periode nur selten kommt und PCOS ganzheitlich betrachten.

 


 

Polymenorrhoe: Wenn der Zyklus immer kürzer wird

Bei sehr kurzen Zyklen tritt die Menstruation ungewöhnlich häufig auf, deshalb der Begriff Polymenorrhoe.

 

Dabei sollte unterschieden werden zwischen einer einzelnen frühen Blutung und einem dauerhaft verkürzten Zyklusmuster.

 

Kurze Zyklen können beispielsweise auftreten bei:

 

  • hormonellen Schwankungen

  • Veränderungen der Follikelreifung

  • verkürzter zweiter Zyklushälfte

  • Stress und körperlicher Belastung

  • Schilddrüsenstörungen

  • beginnender Perimenopause

 

Gerade ab etwa 40 kann ein zunehmend kürzer werdender Zyklus ein frühes Zeichen der hormonellen Umstellung sein.

 

Mehr dazu findest du unter Zyklus wird kürzer und die Periode stärker - ein erstes Zeichen der Wechseljahre.

 


 

Amenorrhoe: Wenn die Periode ganz ausbleibt

Amenorrhoe bedeutet, dass keine Menstruationsblutung auftritt.

Dabei unterscheiden wir zwischen primärer und sekundärer Amenorrhoe.

Primäre Amenorrhoe

Von einer primären Amenorrhoe spricht man, wenn die erste Menstruation nicht im erwarteten Zeitraum einsetzt.

Hier können beispielsweise genetische, anatomische oder hormonelle Ursachen eine Rolle spielen.

Eine ausbleibende erste Menstruation sollte fachärztlich abgeklärt werden.

Sekundäre Amenorrhoe

Von einer sekundären Amenorrhoe spricht man, wenn eine Frau bereits Menstruationen hatte und diese anschließend für längere Zeit ausbleiben.

Bei zuvor regelmäßigen Zyklen sollte ein Ausbleiben der Menstruation über mehr als drei Monate abgeklärt werden.

 

Mögliche Ursachen sind unter anderem:

 

  • Schwangerschaft

  • PCOS

  • starke körperliche oder psychische Belastung

  • Untergewicht oder ausgeprägtes Energiedefizit

  • Leistungssport

  • Schilddrüsenstörungen

  • erhöhte Prolaktinwerte

  • hormonelle Erkrankungen

  • Perimenopause

  • Veränderungen nach dem Absetzen hormoneller Verhütung

 

Mehr dazu findest du unter Post Pill Syndrom - Beschwerden nach dem Absetzen der Pille.

 


 

Hypermenorrhoe: Wenn die Blutung sehr stark ist

Eine sehr starke Menstruationsblutung wird heute häufig unter dem Begriff "Heavy Menstrual Bleeding" zusammengefasst.

 

Für den Alltag ist weniger entscheidend, eine Blutmenge exakt in Millilitern zu messen.

 

Viel wichtiger ist die Frage:

 

Beeinträchtigt die Blutung deinen Alltag und deine Lebensqualität?

 

Hinweise auf eine sehr starke Blutung können beispielsweise sein:

 

  • Menstruationsprodukte müssen sehr häufig gewechselt werden

  • du musst nachts mehrfach wechseln

  • Blut läuft trotz Menstruationsschutz durch

  • größere Blutkoagel treten auf

  • du fühlst dich während oder nach der Blutung zunehmend erschöpft

  • ein Eisenmangel entwickelt sich

 

Starke Blutungen können unter anderem mit Myomen, Adenomyose, Ovulationsstörungen oder anderen gynäkologischen Ursachen zusammenhängen.

 

Mehr dazu findest du unter Hypermenorrhoe - starke Menstruationsblutung.

 


 

Menorrhagie: Wenn die Periode sehr lange dauert

Von einer verlängerten Menstruationsblutung spricht man, wenn die Blutung deutlich länger dauert als üblich.

 

Typischerweise dauert eine Menstruation bis etwa sieben Tage.

 

Eine lange Blutung kann gleichzeitig sehr stark sein, muss es aber nicht.

 

Wenn deine Menstruation regelmäßig über viele Tage anhält oder sich ihre Dauer deutlich verändert hat, sollte die Ursache geklärt werden.

 

Mehr dazu findest du unter Menorrhagie - starke und lange Blutungen.

 


 

Dysmenorrhoe: Wenn die Periode starke Schmerzen verursacht

Starke Menstruationsschmerzen sind nicht einfach nur etwas, das Frauen hinnehmen müssen.

 

Unter Dysmenorrhoe versteht man ausgeprägte Schmerzen während der Menstruation.

 

Dabei können neben Unterleibskrämpfen beispielsweise auftreten:

 

  • Rückenschmerzen

  • Übelkeit

  • Durchfall

  • Kopfschmerzen

  • Kreislaufprobleme

  • starke Erschöpfung

 

Besonders bei neu auftretenden oder zunehmenden Schmerzen sollte auch an Erkrankungen wie Endometriose oder Adenomyose gedacht werden.

 

Mehr dazu findest du unter Dysmenorrhoe - schmerzhafte Regelblutung und Endometriose ganzheitlich begleiten.

 


 

Warum entstehen Zyklusstörungen?

Der Menstruationszyklus entsteht durch das Zusammenspiel mehrerer Hormonsysteme.

 

Hypothalamus und Hypophyse im Gehirn, Eierstöcke, Schilddrüse und weitere Stoffwechsel- und Stresssysteme stehen miteinander in Verbindung.

 

Deshalb können sehr unterschiedliche Faktoren den Zyklus beeinflussen.

 

Mögliche Ursachen oder Einflussfaktoren sind:

 

  • hormonelle Veränderungen

  • PCOS

  • Schilddrüsenfunktionsstörungen

  • erhöhter Prolaktinspiegel

  • starke Stressbelastung

  • Untergewicht oder Übergewicht

  • ausgeprägtes Kaloriendefizit

  • Leistungssport

  • Perimenopause

  • Myome, Polypen oder Adenomyose

  • Endometriose

  • Medikamente

  • chronische Erkrankungen

  • Stoffwechselstörungen

 

Nicht jede Zyklusstörung ist hormonell verursacht.

 

Aber Hormone spielen bei vielen Zyklusveränderungen eine zentrale Rolle.

 


 

Progesteron und Zyklusstörungen

Progesteron entsteht nach dem Eisprung im Gelbkörper.

 

Wenn kein Eisprung stattfindet, wird entsprechend auch keine normale Gelbkörperphase aufgebaut.

 

Deshalb können Veränderungen der Ovulation auch die Progesteronproduktion beeinflussen.

 

Mögliche Beschwerden können dann beispielsweise sein:

 

  • PMS

  • Brustspannen

  • Schmierblutungen

  • verkürzte zweite Zyklushälfte

  • unregelmäßige Blutungen

  • unerfüllter Kinderwunsch

 

Wichtig ist jedoch:

 

Nicht jede Zyklusstörung bedeutet automatisch Progesteronmangel.

 

Zunächst sollte geklärt werden, wie der Zyklus tatsächlich abläuft und ob regelmäßige Eisprünge stattfinden.

Mehr dazu findest du unter Progesteronmangel und hormonelle Dysbalancen.

 


 

Schilddrüse und Zyklus

Auch die Schilddrüse kann den Menstruationszyklus beeinflussen.

 

Sowohl eine Unterfunktion als auch eine Überfunktion können mit Zyklusveränderungen verbunden sein.

 

Je nach Situation können beispielsweise auftreten:

 

  • lange oder unregelmäßige Zyklen

  • ausbleibende Menstruation

  • stärkere Blutungen

  • Kinderwunschprobleme

 

Gerade bei Zyklusstörungen betrachte ich die Schilddrüse deshalb nicht isoliert vom Hormonsystem.

Je nach Fragestellung gehören für mich neben TSH auch fT4 und fT3 in eine differenzierte Betrachtung. Bei entsprechendem Verdacht können weitere Untersuchungen notwendig sein.

 

Mehr dazu findest du unter Schilddrüse und weibliche Hormone.

 


 

Stress kann den Zyklus verändern

Auch Stress ist kein rein psychisches Phänomen.

 

Starke oder chronische Belastungen können die hormonelle Steuerung des Zyklus beeinflussen.

 

Das kann sich beispielsweise zeigen durch:

 

  • verspätete Eisprünge

  • längere Zyklen

  • ausbleibende Blutungen

  • stärkere PMS-Beschwerden

  • Veränderungen der Blutungsstärke

 

Dabei geht es nicht nur um beruflichen Stress.

Auch Schlafmangel, intensive körperliche Belastung, chronische Erkrankungen, emotionaler Stress oder ein langfristiges Energiedefizit können für den Körper Stress bedeuten.

 

Stress, Cortisol und Nebenniere - wenn dein Körper nicht mehr richtig reguliert

 


 

Häufiger Denkfehler: "Mein Zyklus war schon immer so"

Diesen Satz höre ich häufig.

 

"Meine Periode kommt eben nur alle 45 Tage."

 

"Ich hatte schon immer starke Schmerzen."

 

"Bei mir ist der Zyklus einfach unregelmäßig."

 

Nur weil ein Beschwerdebild seit vielen Jahren besteht, bedeutet das nicht automatisch, dass es physiologisch normal ist.

Gerade langjährige Zyklusstörungen können Hinweise auf PCOS, Endometriose, Schilddrüsenprobleme oder andere hormonelle Zusammenhänge geben.

 


 

Wichtig: Nicht jede Zyklusstörung muss behandelt werden

Auch das ist wichtig.

 

Ein Zyklus muss nicht perfekt sein.

 

Einzelne Abweichungen können vollkommen normal sein, beispielsweise nach:

 

  • Infekten

  • Reisen

  • außergewöhnlichem Stress

  • Schlafmangel

  • starken Veränderungen von Gewicht oder Bewegung

 

Entscheidend ist das Muster.

Wenn sich dein Zyklus dauerhaft verändert oder weitere Beschwerden hinzukommen, sollte genauer hingesehen werden.

 

 


 

Wann sollte eine Zyklusstörung abgeklärt werden?

Eine gynäkologische beziehungsweise ärztliche Abklärung ist besonders wichtig, wenn:

 

  • deine Menstruation über mehrere Monate ausbleibt

  • du sehr starke oder ungewöhnlich lange Blutungen hast

  • Zwischenblutungen auftreten

  • Blutungen nach dem Geschlechtsverkehr auftreten

  • starke oder zunehmende Schmerzen bestehen

  • dein Zyklus sich plötzlich deutlich verändert

  • ein Kinderwunsch besteht und die Zyklen sehr unregelmäßig sind

  • Zeichen eines Eisenmangels auftreten

 

Bei einer plötzlich ausbleibenden Menstruation muss außerdem zunächst eine Schwangerschaft ausgeschlossen werden.

 


 

Zyklusstörungen ganzheitlich betrachten

In meiner Privatpraxis für ganzheitliche Frauenheilkunde in Oy-Mittelberg im Allgäu betrachte ich Zyklusstörungen nicht nur anhand eines einzelnen Laborwertes.

 

Mich interessiert:

 

Wie lang sind deine Zyklen?

 

Finden Eisprünge statt?

 

Wie stark und wie lange blutest du?

 

Welche Beschwerden treten vor, während und nach der Menstruation auf?

 

Wie sieht deine hormonelle Situation aus?

 

Und gibt es Hinweise auf Zusammenhänge mit Schilddrüse, Stoffwechsel, Stressregulation oder anderen Faktoren?

Je nach individuellem Beschwerdebild können unterschiedliche diagnostische Bausteine sinnvoll sein.

 

Mehr über meine Vorgehensweise findest du unter Hormonsprechstunde und Regulationsanalyse.

 

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Häufige Fragen zu Zyklusstörungen

Ist ein 28-Tage-Zyklus der einzig normale Zyklus?

Nein. 28 Tage sind lediglich ein häufig genannter Durchschnitt. Ein gesunder Zyklus kann kürzer oder länger sein. Entscheidend ist auch, wie regelmäßig dein persönlicher Zyklus verläuft.

 

Wann ist ein Zyklus zu lang?

Sehr lange Zyklen können darauf hinweisen, dass der Eisprung verspätet stattfindet oder ausbleibt. Wiederholt lange Zyklen sollten insbesondere bei zusätzlichen Beschwerden oder Kinderwunsch genauer untersucht werden.

 

Warum bleibt meine Periode plötzlich aus?

Mögliche Ursachen reichen von Schwangerschaft über Stress, PCOS und Schilddrüsenstörungen bis zu Veränderungen des Gewichts, intensiver sportlicher Belastung oder hormonellen Umstellungsphasen. Bleibt eine zuvor regelmäßige Menstruation länger als drei Monate aus, sollte sie abgeklärt werden.

 

Kann Stress wirklich den Zyklus verändern?

Ja. Starke körperliche oder psychische Belastungen können die hormonelle Steuerung des Eisprungs und damit die Zykluslänge beeinflussen.

 

Wann sollte ich wegen unregelmäßiger Blutungen zum Frauenarzt?

Vor allem bei neu auftretenden oder deutlich veränderten Blutungsmustern, starken Blutungen, Zwischenblutungen, Blutungen nach dem Geschlechtsverkehr, länger ausbleibender Menstruation oder starken Schmerzen ist eine gynäkologische Abklärung sinnvoll.

 


Fazit: Der Zyklus ist mehr als nur die monatliche Blutung

Ein regelmäßiger Menstruationszyklus entsteht durch das Zusammenspiel vieler körperlicher Systeme.

 

Wenn sich Zykluslänge, Blutungsstärke oder Beschwerden deutlich verändern, lohnt sich deshalb ein genauerer Blick.

Zyklusstörungen können vorübergehend sein.

 

Sie können aber auch Hinweise auf hormonelle Veränderungen, PCOS, Schilddrüsenprobleme, Stressbelastung oder gynäkologische Erkrankungen geben.

 

Entscheidend ist deshalb nicht, jeden Zyklus in ein starres 28-Tage-Schema zu pressen.

Entscheidend ist zu verstehen, warum dein persönlicher Zyklus aus seinem bisherigen Rhythmus geraten ist.