Oligomenorrhoe: Bedeutung, Ursachen und Behandlung einer seltenen Periode
Deine Periode kommt nur selten oder dein Zyklus dauert regelmäßig länger als 35 Tage?
Dann kann eine Oligomenorrhoe vorliegen.
Oligomenorrhoe bedeutet: Die Menstruationsblutung tritt deutlich seltener auf als üblich. Häufig liegen zwischen zwei Blutungen mehr als 35 Tage. Manche Frauen bekommen ihre Periode nur alle sechs bis acht Wochen, andere nur wenige Male pro Jahr.
Eine Oligomenorrhoe ist keine eigenständige Erkrankung, sondern ein Hinweis darauf, dass dein Zyklus nicht regelmäßig abläuft.
Mögliche Ursachen sind unter anderem hormonelle Dysbalancen, PCOS, Schilddrüsenstörungen, Stress, starke körperliche Belastung, Gewichtsveränderungen, eine unzureichende Energieversorgung oder die hormonelle Umstellung in der Perimenopause.
Gerade bei Kinderwunsch, Akne, Gewichtszunahme, Erschöpfung oder ausbleibendem Eisprung solltest du nicht einfach abwarten.
Die entscheidende Frage lautet:
Warum kommt deine Periode so selten?
Wenn du deinen Zyklus nicht weiter nur beobachten, sondern Hormone, Eisprung, Schilddrüse, Stressachse und Stoffwechsel strukturiert einordnen lassen möchtest:
Was ist eine Oligomenorrhoe?
Oligomenorrhoe bedeutet: Die Menstruationsblutung tritt selten auf.
Typisch sind Zyklen mit einer Länge von mehr als 35 Tagen.
Manche Frauen bekommen ihre Periode nur alle sechs bis acht Wochen. Bei anderen vergehen zwei oder drei Monate zwischen den Blutungen.
Das ist nicht dasselbe wie eine Amenorrhoe.
Oligomenorrhoe
Die Periode kommt noch, aber deutlich seltener als üblich.
Amenorrhoe
Die Menstruationsblutung bleibt vollständig aus.
Ein einzelner längerer Zyklus muss noch kein Problem sein. Wenn deine Zyklen jedoch dauerhaft sehr lang sind oder sich deutlich verändert haben, solltest du die Ursache abklären lassen.
Primäre und sekundäre Oligomenorrhoe: Was ist der Unterschied?
Bei einer Oligomenorrhoe kann danach unterschieden werden, wann die seltenen Blutungen begonnen haben.
Primäre Oligomenorrhoe
Von einer primären Oligomenorrhoe spricht man, wenn die Menstruationsblutung seit der ersten Periode nur selten oder in sehr langen Abständen auftritt.
Das kann zum Beispiel bei jungen Frauen vorkommen, deren Zyklus sich nach der ersten Menstruation noch nicht stabil eingependelt hat. Bleiben sehr lange Zyklen bestehen, sollte dennoch gynäkologisch abgeklärt werden, ob hormonelle oder stoffwechselbezogene Ursachen vorliegen.
Sekundäre Oligomenorrhoe
Von einer sekundären Oligomenorrhoe spricht man, wenn die Periode zunächst regelmäßig war und später nur noch selten kommt.
Mögliche Auslöser können sein:
Stress
PCOS
Schilddrüsenstörungen
starke Gewichtsveränderungen
intensive sportliche Belastung
unzureichende Energieversorgung
hormonelle Verhütung
Perimenopause
weitere hormonelle Veränderungen
Wichtig: Die Einteilung beschreibt nur, wann die Zyklusveränderung begonnen hat. Sie erklärt noch nicht die Ursache.
Typische Anzeichen einer Oligomenorrhoe
Eine seltene Periode zeigt sich nicht nur durch längere Zyklusabstände.
Mögliche Hinweise sind:
Zyklus länger als 35 Tage
Periode nur alle sechs bis zwölf Wochen
Blutung bleibt manchmal mehrere Monate aus
Eisprung findet verspätet oder unregelmäßig statt
Blutung ist sehr schwach oder ungewöhnlich stark
Zwischenblutungen
PMS trotz unregelmäßiger Periode
Kinderwunsch bleibt unerfüllt
Akne oder stärkere Körperbehaarung
Gewichtszunahme
Erschöpfung oder Stressintoleranz
Diese Beschwerden beweisen keine bestimmte Diagnose.
Sie zeigen aber: Zyklus, Eisprung, Hormone, Schilddrüse und Stoffwechsel sollten gemeinsam betrachtet werden.
Warum ein langer Zyklus nicht ignoriert werden sollte
Ein regelmäßiger Zyklus ist ein wichtiger Hinweis auf die hormonelle Regulation.
Wenn deine Periode nur selten kommt, kann der Eisprung verspätet stattfinden oder ganz ausbleiben.
Das kann Auswirkungen haben auf:
Progesteronbildung
Zyklusbeschwerden
PMS
Haut
Stimmung
Kinderwunsch
Schleimhautaufbau in der Gebärmutter
Stoffwechsel
langfristige hormonelle Balance
Progesteron wird vor allem nach dem Eisprung gebildet.
Wenn kein Eisprung stattfindet oder sehr spät erfolgt, wird häufig auch weniger Progesteron gebildet.
Die Folge kann eine relative Estradioldominanz sein.
Mögliche Beschwerden:
Brustspannen
Wassereinlagerungen
Stimmungsschwankungen
Schlafprobleme
starke Blutungen
PMS
Gewichtszunahme
Wenn Progesteron, Wassereinlagerungen oder Zyklusbeschwerden bei dir mitspielen könnten:
Progesteron und Wassereinlagerungen – warum du dich trotzdem aufgeschwemmt fühlen kannst
Ursachen einer Oligomenorrhoe
Eine seltene Periode kann unterschiedliche Ursachen haben.
Deshalb ist eine pauschale Behandlung nicht sinnvoll.
1. Schwangerschaft
Wenn deine Periode ausbleibt oder deutlich verspätet kommt, sollte zuerst eine Schwangerschaft ausgeschlossen werden.
Auch bei unregelmäßigen Zyklen kann ein Eisprung stattfinden.
2. PCOS / PMOS
Das Polyzystische Ovarialsyndrom, kurz PCOS, ist eine häufige Ursache langer oder unregelmäßiger Zyklen.
Typische Hinweise können sein:
seltene Periode
ausbleibender Eisprung
Akne
Haarausfall
stärkere Körperbehaarung
Gewichtszunahme
Schwierigkeiten beim Abnehmen
Heißhunger
Kinderwunschprobleme
erhöhte Androgene
Bei PCOS sollte auch der Blutzuckerstoffwechsel mitgedacht werden.
Insulinresistenz kann eine Rolle spielen - auch bei schlanken Frauen.
Insulinresistenz bei Frauen erkennen – Symptome, Test und hormonelle Zusammenhänge
3. Stress und Cortisol
Stress kann den Zyklus beeinflussen.
Das betrifft nicht nur emotionalen Stress.
Auch diese Faktoren können den Körper belasten:
Schlafmangel
Unterzuckerung
Überforderung
Leistungssport
starke Gewichtsabnahme
Infekte
Schmerzen
Entzündungen
psychische Belastungen
zu wenig Regeneration
Wenn der Körper dauerhaft im Belastungsmodus ist, kann der Eisprung verspätet stattfinden oder ausbleiben.
Mögliche Folgen:
langer Zyklus
seltene Periode
Progesteronmangel
PMS
Kinderwunschprobleme
Erschöpfung
Schlafstörungen
Wenn Stress, Cortisol und Zyklus bei dir zusammenhängen könnten:
Stress, Cortisol und Nebennierenerschöpfung – wenn dein Körper nicht mehr richtig reguliert
4. Schilddrüse
Auch die Schilddrüse gehört bei Zyklusstörungen in die Betrachtung.
Sowohl eine Unterfunktion als auch eine Überfunktion können den Menstruationszyklus beeinflussen.
Mögliche zusätzliche Hinweise sind:
Müdigkeit
Frieren oder starkes Wärmegefühl
Gewichtszunahme oder Gewichtsverlust
Herzklopfen
Haarausfall
trockene Haut
Verstopfung
innere Unruhe
Schlafprobleme
Konzentrationsprobleme
Wenn Zyklus, Erschöpfung und Schilddrüse gemeinsam auffällig sind:
Schilddrüse und Leber – warum deine Schilddrüse Unterstützung braucht
5. Zu wenig Energie und starke Gewichtsveränderungen
Der weibliche Zyklus reagiert empfindlich auf Unterversorgung.
Wenn dein Körper dauerhaft zu wenig Energie erhält, kann er die Fortpflanzungsfunktion herunterregulieren.
Mögliche Auslöser sind:
strenge Diäten
starkes Kaloriendefizit
Essstörungen
deutliche Gewichtsabnahme
intensiver Leistungssport
zu wenig Eiweiß
zu wenig Fett
unregelmäßige Mahlzeiten
ständige Unterzuckerungsgefühle
Auch starkes Übergewicht kann den Zyklus beeinflussen.
Die sinnvollere Frage lautet deshalb nicht nur:
Wie kann ich meine Periode auslösen?
Sondern:
Ist mein Körper ausreichend versorgt und hormonell stabil reguliert?
Lese meinen Beitrag über Hormone und Mikronährstoffe
6. Perimenopause und Wechseljahre
Auch in der Perimenopause können Zyklen unregelmäßiger werden.
Eisprünge finden seltener statt. Progesteron sinkt häufig früher. Estradiol kann noch deutlich schwanken.
Typische Veränderungen sind:
längere oder kürzere Zyklen
stärkere oder schwächere Blutungen
PMS
Schlafprobleme
Hitzewallungen
Stimmungsschwankungen
Wassereinlagerungen
Gewichtszunahme
innere Unruhe
Wenn sich dein Zyklus ab Mitte 40 deutlich verändert hat:
Hormonsprechstunde Wechseljahre und Perimenopause – Zyklus, Hormone und Beschwerden strukturiert einordnen
7. Hormonelle Verhütung und Medikamente
Auch hormonelle Verhütungsmittel können Blutungsmuster verändern.
Dazu gehören zum Beispiel:
Pille
Hormonspirale
Verhütungsimplantat
Dreimonatsspritze
andere hormonelle Präparate
Auch bestimmte Medikamente können den Zyklus beeinflussen.
Wenn sich deine Blutung nach Beginn oder Absetzen eines Präparats verändert hat, sollte das in die Anamnese einbezogen werden.
Lese meinen Blog Beitrag: Post Pill Amenorrhoe
Oligomenorrhoe und Kinderwunsch
Bei Kinderwunsch ist eine Oligomenorrhoe besonders relevant.
Denn wenn der Eisprung nur selten oder unregelmäßig stattfindet, gibt es weniger fruchtbare Zeitfenster.
Wichtig ist deshalb eine strukturierte Einordnung:
Findet ein Eisprung statt?
Wann findet er statt?
Wie lang ist die zweite Zyklushälfte?
Wird ausreichend Progesteron gebildet?
Spielt PCOS eine Rolle?
Ist die Schilddrüse gut eingestellt?
Gibt es Hinweise auf Insulinresistenz?
Ist die Stressachse belastet?
Ist die Energieversorgung ausreichend?
Wenn Kinderwunsch und Zyklusstörungen zusammen auftreten:
Hormonsprechstunde Kinderwunsch – Zyklus, Eisprung und hormonelle Regulation ganzheitlich betrachten
Dein Weg zum Kinderwunsch: Ein Abenteuer voller Emotionen und Entscheidungen
Welche Untersuchungen können sinnvoll sein?
Eine Oligomenorrhoe sollte gynäkologisch abgeklärt werden, besonders wenn sie neu auftritt, länger besteht oder Kinderwunsch vorhanden ist.
Je nach Situation können sinnvoll sein:
Schwangerschaftstest
Zyklusdokumentation
gynäkologische Untersuchung
Ultraschall
Schilddrüsenwerte
Prolaktin
Estradiol
Progesteron passend zur Zyklusphase
FSH und LH
Androgene
Blutzucker und Insulin
HbA1c
weitere Untersuchungen nach ärztlicher Einschätzung
Ein einzelner Hormonwert reicht häufig nicht aus.
Entscheidend ist die Einordnung im Zusammenhang mit Zyklusphase, Beschwerden und möglichen Ursachen.
Wann du ärztlich abklären lassen solltest
Bitte lasse deine Beschwerden ärztlich abklären, wenn:
deine Periode drei Monate oder länger ausbleibt
eine Schwangerschaft möglich ist
starke Unterbauchschmerzen auftreten
sehr starke Blutungen einsetzen
du deutlich an Gewicht verlierst oder zunimmst
Haarausfall, Akne oder starke Körperbehaarung auftreten
du unter ausgeprägter Erschöpfung leidest
du einen Kinderwunsch hast
dein Zyklus sich plötzlich deutlich verändert
du dich allgemein krank fühlst
Naturheilkundliche Begleitung kann sinnvoll sein. Sie ersetzt aber keine notwendige gynäkologische Diagnostik.
Oligomenorrhoe behandeln: Entscheidend ist die Ursache
Die Behandlung einer Oligomenorrhoe richtet sich danach, warum deine Periode nur selten kommt.
Deshalb gibt es keine pauschale Standardlösung.
Je nach Ursache können unterschiedliche Schwerpunkte sinnvoll sein:
Zyklus und Eisprung dokumentieren
PCOS abklären
Schilddrüse untersuchen lassen
Blutzucker und Insulin prüfen
Stressachse und Cortisol mitdenken
Energieversorgung verbessern
ausreichend Eiweiß und gesunde Fette integrieren
Übertraining vermeiden
starke Gewichtsveränderungen ernst nehmen
hormonelle Verhütung oder Medikamente in die Anamnese einbeziehen
bei Kinderwunsch frühzeitig strukturiert abklären
Wichtig: Ziel ist nicht, die Blutung kurzfristig irgendwie auszulösen.
Ziel ist, zu verstehen, warum dein Zyklus nicht stabil reguliert.
Aber: Sie ersetzen keine Ursachenklärung.
Mein Ansatz: Zyklus und Hormone gemeinsam betrachten
In meiner Praxis in Oy-Mittelberg betrachte ich eine Oligomenorrhoe nicht isoliert.
Ich schaue auf das Zusammenspiel von:
Zykluslänge
Eisprung
Progesteron
Estradiol
PCOS
Androgenen
Schilddrüse
Insulin und Blutzucker
Cortisol und Stressachse
Darm
Leberstoffwechsel
Schlaf
Ernährung
Mikronährstoffen
individueller Belastungssituation
Ziel ist nicht, deine Periode kurzfristig irgendwie auszulösen.
Ziel ist, zu verstehen, warum dein Zyklus nicht stabil reguliert.
Welche Sprechstunde passt bei Oligomenorrhoe?
Hormonkurzsprechstunde für Frauen
Geeignet, wenn du eine erste kurze Einschätzung möchtest, ob Hormone, Schilddrüse, Stress, PCOS oder Stoffwechsel bei deinem Zyklus mitspielen könnten.
Hormonkurzsprechstunde für Frauen buchen
Hormonsprechstunde und Regulationsanalyse
Geeignet, wenn deine Zyklen häufig länger als 35 Tage dauern oder mehrere Beschwerden zusammenkommen.
Hormonsprechstunde und Regulationsanalyse nach Heike Votteler
Intensivsprechstunde und Regulationsanalyse inkl. BBC und Bioresonanz
Geeignet, wenn deine Beschwerden schon länger bestehen, komplex sind oder du eine ausführlichere Analyse mit Bicom Body Check Advanced und ergänzender Bioresonanz möchtest.
Intensivsprechstunde mit Bicom Body Check Advanced und Bioresonanz buchen
Hinweis: Die Bioresonanz gehört zu den komplementärmedizinischen Verfahren. Ihre Wirksamkeit ist wissenschaftlich nicht allgemein anerkannt. Sie ersetzt keine gynäkologische Diagnostik.
Du möchtest deinen Zyklus nicht länger auf gut Glück behandeln?
Wenn deine Periode nur selten kommt, dein Zyklus länger als 35 Tage dauert oder Kinderwunsch besteht, lohnt sich eine strukturierte Einordnung.
In meiner Praxis schauen wir auf:
Zyklus
Eisprung
Progesteron
Estradiol
PCOS
Schilddrüse
Blutzucker
Insulin
Cortisol
Stressachse
Ernährung
Mikronährstoffe
deine individuelle Situation
Hormonsprechstunde und Regulationsanalyse buchen
Wenn du zunächst eine kurze Orientierung möchtest:
Hormonkurzsprechstunde für Frauen buchen
Wenn deine Beschwerden komplex sind oder schon länger bestehen:
Intensivsprechstunde und Regulationsanalyse inkl. Bicom Body Check Advanced und Bioresonanz
Für die direkte Terminbuchung:
Termin in der Heilpraxis Heike Votteler in Oy-Mittelberg buchen
Heike Votteler · Heilpraktikerin
Ganzheitliche Frauenheilkunde im Allgäu
Praxis in Oy-Mittelberg
Schwerpunkte: Zyklusstörungen, Hormone, Kinderwunsch, PCOS, Wechseljahre, Schilddrüse, Stressachse, Stoffwechsel, Naturheilkunde und Bioresonanz.
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