Praxis für Bioresonanz und ganzheitliche Frauenheilkunde
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Progesteron und Wassereinlagerungen: Warum du dich trotzdem aufgeschwemmt fühlen kannst

Du nimmst Progesteron und plötzlich sind deine Finger dicker, der Bauch spannt, die Beine fühlen sich schwer an oder die Waage zeigt mehr?

 

Dann liegt die Frage nahe:

Macht Progesteron Wassereinlagerungen oder sollte es eigentlich entwässernd wirken?

 

Die klare Einordnung:

Natürliches Progesteron wirkt grundsätzlich eher antiödematös. Es bindet an Mineralokortikoidrezeptoren und kann dort der Wirkung von Aldosteron entgegenwirken. Aldosteron fördert die Rückhaltung von Natrium und beeinflusst dadurch auch den Flüssigkeitshaushalt. Progesteron kann deshalb eine leichte Natriumausscheidung begünstigen. 

 

Trotzdem können während einer Progesteronbehandlung Wassereinlagerungen auftreten. Denn sichtbare Schwellungen hängen nicht nur von einem einzelnen Hormon ab.

 

Entscheidend sind unter anderem:

 

  • das Verhältnis zwischen Progesteron und Estradiol,

  • Dosierung, Einnahmeform und Zeitpunkt,

  • die Zyklus- oder Wechseljahresphase,

  • Schilddrüse und Stoffwechsel,

  • Stress, Schlaf und körperliche Belastung,

  • Medikamente,

  • Herz, Nieren, Leber, Venen und Lymphsystem.

 

Die entscheidende Frage lautet deshalb nicht nur:

 

„Verursacht Progesteron bei mir Wasser?“

 

Sondern:

 

„Warum hält mein Körper während der Progesteronanwendung Flüssigkeit zurück?“

 

Wenn du deine Beschwerden, Hormone und bisherige Anwendung strukturiert einordnen lassen möchtest, findest du hier meine Hormonsprechstunde für Perimenopause und Wechseljahre

 

Mehr über typische Progesteronmangelbeschwerden, mögliche Ursachen und die ganzheitliche Einordnung erfährst Du auf meiner Seite zum Progesteronmangel bei Frauen.

 


Wirkt Progesteron entwässernd?

Progesteron kann die Wirkung von Aldosteron am Mineralokortikoidrezeptor abschwächen.

 

Aldosteron ist an der Regulation von Natrium, Kalium und Wasser beteiligt. Wird mehr Natrium zurückgehalten, folgt diesem im Körper häufig auch Wasser.

 

Natürliches Progesteron wirkt am Mineralokortikoidrezeptor als Gegenspieler und kann eine vermehrte Natriumausscheidung anregen. Deshalb wird Progesteron als eher antiödematös, also Wassereinlagerungen entgegenwirkend, beschrieben. 

 

Das bedeutet jedoch nicht, dass jede Frau unter Progesteron automatisch weniger Wasser einlagert.

 

Hormonwirkung entsteht nie isoliert. Auch Estradiol, andere Hormone, Medikamente, der Stoffwechsel und nicht hormonelle Erkrankungen beeinflussen den Flüssigkeitshaushalt.

 

Hormonersatztherapie - Pro und Contra - meine Sicht als Heilpraktikerin 

 

Wusstest du schon?

In der zweiten Zyklushälfte steigt das körpereigene Progesteron deutlich an. Seine antimineralokortikoide Wirkung kann zu einer leichten Natriumausscheidung führen. Der Körper reagiert darauf mit einem kompensatorischen Anstieg von Renin und Aldosteron. Das zeigt, wie fein der Flüssigkeitshaushalt hormonell reguliert wird.

 


Häufiger Denkfehler: „Seit Progesteron lagere ich Wasser ein – also ist Progesteron die Ursache“

Ein zeitlicher Zusammenhang ist noch kein Beweis für eine direkte Ursache.

 

Gerade in der Perimenopause wird Progesteron häufig zu einem Zeitpunkt eingesetzt, an dem der Zyklus bereits unregelmäßiger wird, Estradiol stark schwankt und sich gleichzeitig Schlaf, Stoffwechsel und Stressregulation verändern.

 

Die Wassereinlagerungen können daher:

 

  • bereits Teil der hormonellen Veränderung sein,

  • durch schwankendes Estradiol begünstigt werden,

  • mit einer unpassenden Dosierung oder Anwendung zusammenhängen,

  • durch andere Medikamente beeinflusst werden,

  • eine völlig andere körperliche Ursache haben.

 

Deshalb sollte Progesteron nicht vorschnell abgesetzt, erhöht oder anders angewendet werden.

 


Warum können trotz Progesteron Wassereinlagerungen auftreten?

1. Estradiol und Progesteron sind noch nicht im Gleichgewicht

Häufig ist nicht ein einzelner Hormonwert entscheidend, sondern das Verhältnis zwischen Estradiol und Progesteron.

 

In der Perimenopause werden Eisprünge unregelmäßiger. Ohne ausreichenden Eisprung entsteht weniger Gelbkörpergewebe und damit weniger körpereigenes Progesteron.

 

Estradiol kann gleichzeitig stark schwanken und zeitweise relativ dominant wirken.

 

Mögliche Beschwerden sind:

 

  • Wassereinlagerungen,

  • Brustspannen,

  • Völlegefühl,

  • Blähbauch,

  • starke Blutungen

  • oder unregelmäßige Blutungen,

  • PMS,

  • Migräne,

  • Reizbarkeit,

  • Schlafprobleme,

  • Gewichtsschwankungen.

 

Wird Progesteron ergänzt, bedeutet das nicht automatisch, dass das hormonelle Verhältnis sofort stabil ist. Dosierung, Anwendungszeitpunkt und Estradiolverlauf müssen zur persönlichen Situation passen.

 

Mehr dazu liest du unter Gewichtszunahme durch Estradioldominanz und hormonelles Ungleichgewicht.

 


2. Die Dosierung oder Anwendung passt noch nicht

Auch bei bioidentischem Progesteron gilt:

Mehr ist nicht automatisch besser.

 

Eine nicht passende Dosis, ein ungünstiger Einnahmezeitpunkt oder eine Anwendung, die nicht zur Zyklus- oder Wechseljahresphase passt, kann Beschwerden verstärken.

 

Mögliche Hinweise sind:

 

  • starke Müdigkeit,

  • Benommenheit,

  • morgendlicher Überhang,

  • Schwindel,

  • Stimmungstief,

  • Brustspannen,

  • stärkerer Appetit,

  • aufgeschwemmtes Körpergefühl,

  • subjektive Gewichtszunahme.

 

Dabei muss unterschieden werden zwischen:

  • oralem Progesteron,

  • vaginaler Anwendung,

  • transdermaler Anwendung,

  • zyklischer oder kontinuierlicher Einnahme,

  • alleiniger Progesteronbehandlung,

  • Kombination mit Estradiol.

 

Auch die gleichzeitige Anwendung anderer Hormone oder Medikamente kann die Wirkung verändern.

 

Hinweis

Progesteronpräparate sollten nicht eigenständig höher oder niedriger dosiert, anders angewendet oder abgesetzt werden. Beschwerden unter einer Hormontherapie sollten mit der verordnenden Ärztin oder dem verordnenden Arzt besprochen werden.

 


3. Progesteron und synthetische Gestagene werden verwechselt

Natürliches beziehungsweise mikronisiertes Progesteron ist nicht identisch mit synthetischen Gestagenen.

 

Bioidentisches Progesteron entspricht strukturell dem körpereigenen Progesteron. Synthetische Gestagene besitzen je nach Wirkstoff andere pharmakologische Eigenschaften.

 

Insbesondere die Wirkung am Mineralokortikoidrezeptor kann sich deutlich unterscheiden. Viele konventionelle synthetische Gestagene besitzen nicht dieselbe antimineralokortikoide Wirkung wie natürliches Progesteron.

 

Deshalb sollte bei Beschwerden zuerst geklärt werden:

Welcher Wirkstoff wird tatsächlich verwendet?

 

Mögliche Bezeichnungen sind beispielsweise:

 

  • Progesteron beziehungsweise mikronisiertes Progesteron,

  • Dydrogesteron,

  • Medroxyprogesteronacetat,

  • Norethisteron,

  • Levonorgestrel,

  • Drospirenon.

 

Die Wirkstoffe dürfen nicht einfach gleichgesetzt werden.

Mehr über hormonelle Verhütung und Gestagene findest du in meinem Beitrag Langzeitwirkungen hormoneller Verhütung auf den weiblichen Körper.

 


4. Estradiol beeinflusst ebenfalls den Flüssigkeitshaushalt

Auch Estradiol beeinflusst die Regulation von Flüssigkeit und Natrium.

 

Bei einer kombinierten Hormontherapie kann deshalb nicht allein anhand des Progesterons beurteilt werden, warum Schwellungen oder Gewichtsschwankungen auftreten.

 

Relevant sind unter anderem:

 

  • die Estradioldosis,

  • die Art der Anwendung,

  • der Beginn oder eine Änderung der Therapie,

  • das Verhältnis zu Progesteron,

  • Blutdruck und Stoffwechsellage,

  • individuelle Empfindlichkeit.

 

Forschungsarbeiten zeigen, dass Estradiol und Progesteron beziehungsweise verschiedene Gestagene den Flüssigkeitshaushalt und das Renin-Angiotensin-Aldosteron-System unterschiedlich beeinflussen können. Die tatsächliche sichtbare Wassereinlagerung lässt sich daraus jedoch nicht bei jeder Frau direkt vorhersagen. 

 


5. Schilddrüse und Stoffwechsel spielen mit hinein

Eine Schilddrüsenunterfunktion kann mit einem verlangsamten Stoffwechsel, Gewichtszunahme und Schwellungen einhergehen.

 

Wenn zusätzlich Beschwerden bestehen wie:

 

  • Frieren,

  • ausgeprägte Müdigkeit,

  • Verstopfung,

  • trockene Haut,

  • Haarausfall,

  • niedrige Belastbarkeit,

  • Konzentrationsprobleme,

sollte die Schilddrüse differenziert betrachtet werden.

 

Aus meiner Sicht gehören dazu nicht nur TSH, sondern auch fT4 und fT3, gemeinsam mit Beschwerden, Medikation und bisherigen Befunden.

Mehr dazu findest du in meinem Beitrag Schilddrüse und Leber: Warum beide zusammengehören.

 


6. Stress, Schlaf und Cortisol beeinflussen dein Körpergefühl

Stress allein erklärt kein ausgeprägtes Ödem.

 

Chronische Belastung kann jedoch indirekt verschiedene Bereiche beeinflussen:

 

  • Schlaf,

  • Appetit,

  • Blutzucker,

  • Insulin,

  • Bewegung,

  • Regeneration,

  • Blutdruck,

  • Wahrnehmung von Spannung und Schwellung.

 

Viele Frauen bemerken in anhaltenden Stressphasen gleichzeitig:

  • schlechteren Schlaf,

  • stärkeren Heißhunger,

  • weniger Bewegung,

  • mehr Bauchumfang,

  • stärkere Zyklusbeschwerden,

  • ein aufgeschwemmtes Körpergefühl.

 

Dann ist Progesteron nicht das einzige relevante Thema.

Mehr über diese Zusammenhänge erfährst du unter Stress, Cortisol und hormonelle Erschöpfung verstehen.

 


7. Medikamente können Schwellungen begünstigen

Nicht nur Hormone können Wassereinlagerungen auslösen oder verstärken.

 

Als mögliche Auslöser kommen unter anderem bestimmte Präparate infrage, beispielsweise:

 

  • einige Blutdruckmittel,

  • Kortisonpräparate,

  • Antidepressiva,

  • hormonelle Verhütungsmittel,

  • Hormontherapien,

  • bestimmte Schmerzmittel.

 

Auch eine neue Medikation oder eine Dosierungsänderung kann zeitlich mit Schwellungen zusammenfallen. 

Medikamente sollten deshalb vollständig in die Anamnese einbezogen und niemals eigenständig abgesetzt werden.

 


8. Wassereinlagerungen haben nicht immer eine hormonelle Ursache

Schwellungen können auch entstehen durch:

 

  • langes Sitzen oder Stehen,

  • Hitze,

  • sehr salzhaltige Ernährung,

  • venöse Schwäche,

  • Lymphstau,

  • Verletzungen,

  • Entzündungen,

  • Erkrankungen von Herz, Nieren oder Leber,

  • Blutgerinnsel.

 

Gerade neu auftretende, deutliche oder einseitige Schwellungen dürfen nicht vorschnell als hormonell eingeordnet werden. 

 


Wassereinlagerungen vor der Periode

Leichte zyklische Gewichtsschwankungen und ein Spannungsgefühl vor der Menstruation sind häufig.

 

In der zweiten Zyklushälfte verändern sich:

 

  • Progesteron,

  • Estradiol,

  • Aldosteron,

  • Flüssigkeitsregulation,

  • Verdauung,

  • Appetit und Aktivität.

 

Typische Beschwerden können sein:

 

  • gespannte Brüste,

  • engere Ringe,

  • aufgeblähter Bauch,

  • schwerere Beine,

  • leichte Gewichtszunahme,

  • Kopfschmerzen,

  • Reizbarkeit,

  • Müdigkeit.

 

Wenn die Beschwerden nach Beginn der Menstruation wieder deutlich nachlassen, spricht das für einen zyklischen Zusammenhang.

Sehr starke oder zunehmende Beschwerden sollten dennoch genauer eingeordnet werden, besonders bei ausgeprägtem PMS, Migräne, starken Blutungen oder deutlichen Stimmungsschwankungen.

 


Wassereinlagerungen in Perimenopause und Wechseljahren

Viele Frauen berichten ab der Perimenopause über ein verändertes Körpergefühl:

 

  • aufgeschwemmt,

  • schwerer,

  • weicher,

  • mehr Bauchumfang,

  • Wasser in Händen oder Gesicht,

  • engere Kleidung trotz nur geringer Gewichtsveränderung.

 

Dahinter steckt meist nicht nur ein einzelnes Hormon.

 

Häufig kommen mehrere Veränderungen zusammen:

 

  • sinkende Progesteronproduktion,

  • schwankendes Estradiol,

  • unregelmäßige Eisprünge,

  • schlechter Schlaf,

  • veränderte Stressregulation,

  • weniger Muskelmasse,

  • geringerer Energieverbrauch,

  • Insulinresistenz,

  • Schilddrüsenveränderungen,

  • weniger Alltagsbewegung.

 

Auch die Flüssigkeitsregulation verändert sich mit hormoneller Situation und Alter. Estradiol und Progesteron beeinflussen unterschiedliche hormonelle Systeme des Wasser- und Salzhaushalts, wobei die individuelle Reaktion stark variieren kann. 

 

Wenn Wassereinlagerungen gemeinsam mit Schlafproblemen, Gewichtszunahme, Zyklusveränderungen oder Stimmungsschwankungen auftreten, findest du weitere Informationen unter Hormonsprechstunde für Perimenopause und Wechseljahre.

 


Praxisbeispiel: Mehr Wasser nach Beginn einer Progesterontherapie

Eine Frau in der Perimenopause beginnt mit Progesteron.

 

Nach einigen Wochen bemerkt sie:

 

  • engere Ringe,

  • mehr Brustspannen,

  • einen aufgeblähten Bauch,

  • zwei Kilogramm mehr auf der Waage,

  • zunehmende Müdigkeit.

 

Sie vermutet, dass Progesteron grundsätzlich nicht zu ihr passt.

 

In der ausführlichen Anamnese zeigen sich jedoch mehrere mögliche Einflussfaktoren:

 

  • unregelmäßige Zyklen,

  • stark schwankendes Estradiol,

  • Progesteroneinnahme unabhängig vom Zyklus,

  • zunehmender Schlafmangel,

  • neu begonnenes Blutdruckmedikament,

  • wenig Bewegung,

  • bekannte Schilddrüsenunterfunktion,

  • Verstopfung.

 

In einer solchen Situation wäre es zu einfach, nur Progesteron verantwortlich zu machen.

Sinnvoller ist es, zeitlichen Verlauf, Dosierung, Einnahmeform, Estradiol, Schilddrüse, Medikamente und nicht hormonelle Ursachen gemeinsam zu prüfen.

 

Hinweis: Dieses Beispiel beschreibt eine typische Konstellation und keinen konkreten Einzelfall. Diagnostik und Behandlung müssen immer individuell erfolgen.

 


Woran erkennst du echte Wassereinlagerungen?

Nicht jedes „aufgeschwemmte Gefühl“ ist automatisch ein Ödem.

 

Hinweise auf Flüssigkeitseinlagerungen können sein:

 

  • sichtbare Schwellung,

  • engere Ringe oder Schuhe,

  • gespannte, glänzende Haut,

  • Dellenbildung nach Druck auf das Gewebe,

  • deutliche Gewichtszunahme innerhalb kurzer Zeit,

  • Schwellungen an Knöcheln, Händen oder Gesicht.

 

Ein geblähter Bauch kann dagegen auch durch Verdauung, Verstopfung, Nahrungsmittelunverträglichkeiten oder eine veränderte Darmbewegung entstehen.

 

Auch eine Gewichtszunahme durch Fettgewebe ist etwas anderes als eine kurzfristige Flüssigkeitsverschiebung.

 

Häufiger Denkfehler

„Die Waage zeigt zwei Kilogramm mehr – das muss Wasser sein.“

 

Gewichtsschwankungen können durch Flüssigkeit, Darminhalt, Salz- und Kohlenhydratzufuhr, Zyklus, Muskelglykogen und tatsächliche Gewichtszunahme entstehen.

Der Verlauf über mehrere Tage ist meist aussagekräftiger als ein einzelner Messwert.

 


Was du selbst unterstützen kannst

Bei leichten, bereits eingeordneten Wassereinlagerungen können stabile Grundlagen sinnvoll sein.

 

Bewegung regelmäßig einbauen

Gehen, Muskelaktivität und angepasstes Krafttraining unterstützen Durchblutung, Muskelpumpe und Stoffwechsel.

Langes Sitzen oder Stehen sollte möglichst regelmäßig unterbrochen werden.

Beine bei Bedarf hochlagern

Bei leichten Schwellungen der Beine kann zeitweises Hochlagern entlasten.

Bei plötzlich auftretenden oder einseitigen Schwellungen sollte jedoch zuerst eine medizinische Ursache ausgeschlossen werden.

Stark verarbeitete Lebensmittel reduzieren

Fertiggerichte, Snacks und verarbeitete Fleischwaren enthalten häufig viel Salz.

Eine extrem salzarme Ernährung ist nicht pauschal erforderlich. Sinnvoller ist ein bewusster Umgang mit stark verarbeiteten Lebensmitteln.

Ausreichend Eiweiß essen

Eiweiß ist wichtig für Muskelmasse, Enzyme, Transportproteine und Stoffwechsel.

Ein ausgeprägter Eiweißmangel kann Flüssigkeitseinlagerungen begünstigen, sollte aber nicht ohne Diagnostik angenommen werden.

Ausreichend trinken

Zu wenig zu trinken ist keine sinnvolle Strategie gegen Wassereinlagerungen.

Die passende Trinkmenge hängt von Körpergröße, Aktivität, Klima, Ernährung und möglichen Herz- oder Nierenerkrankungen ab.

Schlaf und Regeneration verbessern

Schlechter Schlaf beeinflusst Appetit, Belastbarkeit und Stoffwechsel.

Gerade in der Perimenopause sollte Schlaf nicht nur als Nebenthema betrachtet werden.

Beschwerden dokumentieren

Notiere über einige Wochen:

 

  • Zyklustag,

  • Progesterondosis,

  • Einnahmezeit,

  • Estradiolanwendung,

  • Gewicht,

  • sichtbare Schwellungen,

  • Schlaf,

  • Blutdruck,

  • Medikamente,

  • Verdauung.

 

So lassen sich Zusammenhänge besser erkennen als aus einer einzelnen Momentaufnahme.

 

Keine eigenständigen Entwässerungskuren

Entwässerungstees, hoch dosierte Präparate oder Medikamente können Elektrolyte und Kreislauf beeinflussen.

Bei anhaltenden Schwellungen sollte die Ursache geklärt werden, statt Flüssigkeit pauschal „auszuleiten“.

 

 

Schüßler Salze bei Wassereinlagerungen

Schüßler Salze werden traditionell zur Unterstützung des Mineralstoffhaushalts und verschiedener Regulationsprozesse eingesetzt. Welche Salze ausgewählt werden, richtet sich dabei nicht allein nach dem Symptom „Wassereinlagerungen“, sondern nach dem individuellen Beschwerdebild.

 

In meinem Onlinekurs erfährst du:

 

  • welche Schüßler Salze traditionell bei unterschiedlichen Beschwerden eingesetzt werden,

  • wie du die Salze sinnvoll auswählst,

  • welche Einnahmemöglichkeiten es gibt,

  • wo die Grenzen der Selbstanwendung liegen.

 

Zum Onlinekurs Schüßler Salze in der Gesundheitsakademie

Der Kurs dient der Wissensvermittlung und Selbstfürsorge. Er ersetzt keine medizinische Diagnostik oder individuelle Behandlung. Neu auftretende, starke oder einseitige Schwellungen müssen ärztlich abgeklärt werden.

 


Wann Wassereinlagerungen medizinisch abgeklärt werden müssen

Bitte lass Schwellungen zeitnah medizinisch untersuchen, wenn sie:

 

  • plötzlich beginnen,

  • stark oder schmerzhaft sind,

  • nur auf einer Seite auftreten,

  • mit Rötung oder Überwärmung verbunden sind,

  • rasch zunehmen,

  • zusätzlich Gesicht oder Bauch betreffen,

  • mit deutlich reduziertem Allgemeinzustand einhergehen.

 

Sofortige medizinische Hilfe ist erforderlich bei:

  • Atemnot,

  • Brustschmerz oder Druckgefühl,

  • Bluthusten,

  • Ohnmacht oder starker Benommenheit,

  • plötzlich auffälligem Herzrasen,

  • einseitiger schmerzhafter Beinschwellung mit Atembeschwerden.

 

Diese Beschwerden können unter anderem auf ein Blutgerinnsel oder eine Herz-Kreislauf-Erkrankung hinweisen. (nhs.uk)

Auch länger bestehende beidseitige Schwellungen sollten ärztlich abgeklärt werden, insbesondere bei bekannten Erkrankungen von Herz, Nieren, Leber oder Venen.

 


Ganzheitliche naturheilkundliche Unterstützung

Nach der notwendigen medizinischen Einordnung können naturheilkundliche Maßnahmen gezielt ergänzt werden.

 

Je nach Beschwerdebild berücksichtige ich unter anderem:

 

  • Progesteron und Estradiol,

  • Zyklus- oder Wechseljahresphase,

  • Schilddrüsenfunktion,

  • Stressachse und Schlaf,

  • Blutzucker- und Insulinregulation,

  • Darm und Verdauung,

  • Leberstoffwechsel,

  • Mikronährstoffversorgung,

  • Bewegung und Muskelmasse,

  • Medikation,

  • individuelle Belastungssituation.

 

Dabei können abhängig von der persönlichen Situation pflanzliche Maßnahmen, anthroposophische Medizin zur hormonfreien Begleitung und weitere naturheilkundliche Verfahren einbezogen werden.

 

Ziel ist nicht, Progesteron pauschal zu erhöhen oder Wasser möglichst schnell auszuleiten.

Ziel ist, herauszufinden, welche Faktoren das aufgeschwemmte Körpergefühl oder die tatsächlichen Wassereinlagerungen begünstigen und welche Regulationsebene sinnvoll unterstützt werden kann.

 


Mein Ansatz in der Privatpraxis

In meiner Privatpraxis in Oy-Mittelberg betrachte ich Wassereinlagerungen nicht isoliert.

 

Ich prüfe das Zusammenspiel von:

 

  • Progesteron,

  • Estradiol,

  • Zyklus und Wechseljahresphase,

  • Schilddrüse,

  • Stressachse,

  • Schlaf,

  • Blutzucker und Insulin,

  • Darm und Leber,

  • Mikronährstoffen,

  • Medikation,

  • persönlicher Belastungssituation.

 

Dabei arbeite ich mit meiner Hormon-Stoffwechsel-Regulation nach Heike Votteler, entwickelt aus über 17 Jahren Erfahrung in der ganzheitlichen Frauenheilkunde und bioidentischen Hormonregulation.

 

Mehr über meinen Ansatz erfährst du unter Hormonsprechstunde und Regulationsanalyse nach Heike Votteler.

 


Häufige Fragen zu Progesteron und Wassereinlagerungen

Wirkt natürliches Progesteron entwässernd?

Natürliches Progesteron wirkt am Mineralokortikoidrezeptor als Gegenspieler von Aldosteron und kann eine leichte Natriumausscheidung fördern. Deshalb wird es grundsätzlich als eher antiödematös eingeordnet. Die tatsächliche Reaktion hängt jedoch vom gesamten hormonellen und körperlichen Zusammenhang ab. 

Kann Progesteron trotzdem Wassereinlagerungen verursachen?

Wassereinlagerungen können zeitlich während einer Progesteronanwendung auftreten. Daraus folgt jedoch nicht automatisch, dass Progesteron die alleinige Ursache ist. Dosierung, Estradiol, Medikamente, Schilddrüse, Venen, Nieren und weitere Faktoren sollten berücksichtigt werden.

Was ist der Unterschied zwischen Progesteron und Gestagenen?

Progesteron entspricht strukturell dem körpereigenen Hormon. Gestagene sind synthetische Wirkstoffe mit progesteronähnlicher Wirkung, deren zusätzliche Eigenschaften sich je nach Substanz unterscheiden.

Warum nehme ich nach Beginn von Progesteron zu?

Eine kurzfristige Gewichtszunahme kann mit Flüssigkeit, Appetit, Verdauung oder anderen hormonellen Veränderungen zusammenhängen. Eine längerfristige Gewichtszunahme sollte nicht automatisch als Wassereinlagerung interpretiert werden.

Sollte ich Progesteron bei Wassereinlagerungen absetzen?

Nicht eigenständig. Dosierung, Einnahmeform und mögliche andere Ursachen sollten mit der verordnenden Ärztin oder dem verordnenden Arzt besprochen werden.

Können Wassereinlagerungen von der Schilddrüse kommen?

Ja, Schilddrüsenprobleme können mit Schwellungen und Gewichtszunahme verbunden sein. Dabei sollten aus meiner Sicht TSH, fT4 und fT3 gemeinsam mit Beschwerden und Medikation beurteilt werden.

Sind Wassereinlagerungen in den Wechseljahren normal?

Leichte Schwankungen können im Rahmen hormoneller Veränderungen auftreten. Neue, starke oder anhaltende Schwellungen sollten jedoch nicht automatisch den Wechseljahren zugeschrieben werden.

Helfen Entwässerungstees?

Sie können kurzfristig die Harnausscheidung beeinflussen, behandeln aber nicht die Ursache. Bei anhaltenden oder deutlichen Schwellungen ist eine fachliche Abklärung sinnvoller.

 


Du möchtest wissen, ob Progesteron bei dir passend eingesetzt wird?

Wenn du Progesteron einnimmst oder anwendest und trotzdem unter Wassereinlagerungen, Gewichtszunahme, Brustspannen, PMS, Schlafproblemen oder Stimmungsschwankungen leidest, sollte nicht weiter auf gut Glück dosiert werden.

 

In meiner Praxis betrachte ich:

 

  • Progesteron und Estradiol,

  • Verhältnis und zeitlichen Verlauf,

  • Zyklus oder Wechseljahresphase,

  • bisherige Anwendung,

  • Schilddrüse,

  • Stressachse,

  • Stoffwechsel,

  • Darm und Leber,

  • deine individuelle Situation.

 

Mehr über die Hormonsprechstunde und Regulationsanalyse erfahren

 

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Heike Votteler · Heilpraktikerin


Privatpraxis für ganzheitliche Frauenheilkunde und Hormonregulation
Oy-Mittelberg bei Kempten im Allgäu

 

Schwerpunkte: Hormone, bioidentische Hormonregulation, Wechseljahre, Zyklusbeschwerden, PMS, Stressachse, Schilddrüse, Darmgesundheit, Stoffwechsel und Bioresonanz.

 

 


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