Praxis für Bioresonanz und ganzheitliche Frauenheilkunde
 
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Wechseljahresbeschwerden: Symptome, Hormone und die verschiedenen Phasen

Die Wechseljahre sind eine natürliche hormonelle Umstellungsphase am Ende der fruchtbaren Lebenszeit.

 

Wann sie beginnen, wie lange sie dauern und welche Beschwerden auftreten, ist von Frau zu Frau sehr unterschiedlich.

Manche Frauen spüren kaum Veränderungen.

 

Andere erleben über mehrere Jahre deutliche Beschwerden, die Schlaf, Leistungsfähigkeit, Stimmung 

und Lebensqualität erheblich beeinflussen können.

 

Typisch sind unter anderem:

 

  • Zyklusveränderungen

  • stärkere oder schwächere Blutungen

  • Hitzewallungen

  • Nachtschweiß

  • Schlafstörungen

  • innere Unruhe

  • Stimmungsschwankungen

  • Gewichtszunahme

  • Gelenkschmerzen

  • trockene Haut und Schleimhäute

  • Veränderungen von Blase und Intimbereich

  • Erschöpfung

  • Konzentrationsprobleme

 

Wichtig ist:

Wechseljahre bedeuten nicht einfach, dass plötzlich alle Hormone zu niedrig sind.

 

Besonders in der Perimenopause und den ersten Jahren können die Hormonspiegel erheblich schwanken.

 

 

 

 

Wann beginnen die Wechseljahre?

Die Wechseljahre beginnen nicht bei jeder Frau im gleichen Alter.

 

Erste hormonelle Veränderungen können bereits Jahre vor der letzten Menstruation auftreten.

 

Viele Frauen bemerken zunächst Veränderungen ihres Zyklus.

 

Zum Beispiel:

 

  • kürzere Zyklen

  • längere Zyklen

  • stärkere Blutungen

  • ausbleibende Eisprünge

  • stärkere PMS-Beschwerden

  • plötzlich schlechteren Schlaf

 

Die letzte Regelblutung tritt durchschnittlich um das 51. Lebensjahr auf.

 

Es gibt jedoch deutliche individuelle Unterschiede.

 

 

Die verschiedenen Phasen der Wechseljahre

Die Übergänge zwischen den einzelnen Phasen sind fließend.

 

Entscheidender als ein bestimmtes Alter sind Zyklusveränderungen, Beschwerden und hormonelle Entwicklung.

 

Frühe hormonelle Veränderungen

Bereits vor der eigentlichen Perimenopause können sich Eisprünge und Progesteronbildung verändern.

 

Progesteron wird nach dem Eisprung gebildet.

Wenn Eisprünge unregelmäßiger werden, kann deshalb auch Progesteron stärker schwanken 

oder zeitweise geringer ausfallen.

 

Aus meiner Praxiserfahrung berichten Frauen in dieser Phase häufig über:

 

  • verstärktes PMS

  • Brustspannen

  • Stimmungsschwankungen

  • innere Unruhe

  • Schlafprobleme

  • stärkere Blutungen

  • Migräne

  • Wassereinlagerungen

 

Mehr dazu findest du unter Progesteronmangel und hormonelle Dysbalancen.

 

 

Perimenopause

Die Perimenopause ist die eigentliche hormonelle Übergangsphase rund um die letzte Menstruation.

 

Typisch sind zunehmend unregelmäßige Zyklen.

 

Dabei sinken die Hormone nicht einfach gleichmäßig ab.

 

Estradiol kann teilweise sehr stark schwanken.

Progesteron kann im Mangel sein.

 

Estradiol kann phasenweise höher sein und kurze Zeit später deutlich absinken.

Progesteron verändert sich häufig früher, weil Eisprünge unregelmäßiger werden.

 

Genau diese Schwankungen können dazu führen, dass Beschwerden von Woche zu Woche unterschiedlich sind.

 

Typisch können sein:

 

  • Schlafstörungen

  • Hitzewallungen

  • Nachtschweiß

  • innere Unruhe

  • Herzklopfen

  • Zyklusveränderungen

  • stärkere oder längere Blutungen

  • Gewichtszunahme

  • zunehmendes Bauchfett

  • Gelenk- und Muskelschmerzen

  • Kopfschmerzen oder Migräne

  • Stimmungsschwankungen

  • Erschöpfung

  • Konzentrationsprobleme

 

Viele Frauen sagen mir:

"Ich erkenne meinen Körper plötzlich nicht mehr wieder."

 

Mehr dazu findest du unter 

Innere Unruhe in den Wechseljahren, 

Hitzewallungen in den Wechseljahren und 

Schlafstörungen in den Wechseljahren.

 

 

 

 

Relative Östrogendominanz in der Perimenopause

Gerade in der frühen Perimenopause kann Estradiol noch ausreichend vorhanden sein oder sogar stark schwanken, 

während Progesteron durch unregelmäßige Eisprünge bereits geringer wird.

 

In der ganzheitlichen Frauenheilkunde wird dieses Muster häufig als relative Östrogendominanz bezeichnet.

 

Dabei muss Estradiol nicht absolut zu hoch sein.

 

Typische Beschwerden können sein:

 

  • starke Blutungen

  • Brustspannen

  • Wassereinlagerungen

  • PMS

  • Migräne

  • Gewichtsschwankungen

  • innere Unruhe

 

Mehr dazu findest du unter Östrogendominanz: Symptome und hormonelle Zusammenhänge.

 

 

 

 

Menopause

Die Menopause ist medizinisch betrachtet die letzte spontane Menstruation.

 

Man weiß allerdings erst rückblickend, dass es tatsächlich die letzte Blutung war.

 

Wenn zwölf Monate lang keine weitere Menstruation aufgetreten ist und keine andere Ursache dafür vorliegt, 

gilt die Menopause als erreicht.

 

Das Durchschnittsalter liegt ungefähr bei 51 Jahren.

 

Postmenopause

Die Zeit nach der Menopause wird als Postmenopause bezeichnet.

 

Die Hormonschwankungen werden allmählich geringer, weil die Eierstockfunktion deutlich zurückgegangen ist.

Das bedeutet aber nicht, dass Beschwerden sofort verschwinden.

 

Hitzewallungen, Schlafprobleme, Gelenkbeschwerden oder Veränderungen der Schleimhäute 

können noch über mehrere Jahre bestehen.

 

Andere Beschwerden entstehen möglicherweise erst jetzt stärker.

 

Dazu gehören beispielsweise:

 

  • trockene Vaginalschleimhaut

  • Schmerzen beim Geschlechtsverkehr

  • häufigerer Harndrang

  • Reizblase

  • wiederkehrende Blasenbeschwerden

  • Veränderungen von Haut und Haaren

  • zunehmender Verlust von Muskelmasse

  • Veränderungen von Knochen und Stoffwechsel

 

Mehr dazu findest du unter Blasenentzündung und Reizblase bei Frauen.

 

 

 

Warum entstehen so unterschiedliche Wechseljahresbeschwerden?

Sexualhormone wirken nicht nur auf Gebärmutter und Eierstöcke.

 

Estradiol und Progesteron beeinflussen zahlreiche Bereiche des Körpers.

Testosteron dürfen wir auch bei Frauen nicht vergessen!

 

Dazu gehören:

 

  • Gehirn und Nervensystem

  • Schlaf

  • Gefäße

  • Knochen

  • Muskeln

  • Gelenke

  • Haut und Schleimhäute

  • Blase

  • Stoffwechsel

  • Fettverteilung

  • Temperaturregulation

 

Deshalb können hormonelle Veränderungen Beschwerden verursachen, die Frauen zunächst gar nicht 

mit den Wechseljahren in Verbindung bringen.

 

 

 

Wechseljahre und Schlaf

Schlafstörungen gehören zu den häufigsten Beschwerden.

 

Manche Frauen können schlecht einschlafen.

 

Andere wachen immer wieder auf oder liegen plötzlich zwischen 1 und 4 Uhr nachts wach.

 

Hinzu kommen häufig:

 

  • Hitzewallungen

  • Nachtschweiß

  • Herzklopfen

  • Gedankenkreisen

  • innere Unruhe

 

Schlechter Schlaf verstärkt wiederum Erschöpfung, Stresssensibilität und Heißhunger.

 

Mehr dazu findest du unter Nachts aufwachen zwischen 1 und 4 Uhr.

 

 

Wechseljahre und Gewicht

Viele Frauen nehmen in dieser Lebensphase zu, obwohl sie ihre Ernährung kaum verändert haben.

 

Häufig verändert sich besonders die Fettverteilung.

 

Bauchfett nimmt zu, während Muskelmasse allmählich abnehmen kann.

 

Dabei spielen mehrere Faktoren zusammen:

 

  • Estradiolveränderungen

  • Progesteronmangel

  • Insulin

  • Muskelmasse

  • Schlaf

  • Stress

  • Bewegung

  • Ernährung

  • Alter

 

Mehr dazu findest du unter Gewichtszunahme bei Frauen: hormonelle und körperliche Ursachen.

 

 

 

 

Was du selbst unterstützen kannst

Einige Grundlagen werden in den Wechseljahren besonders wichtig:

 

  • regelmäßige Bewegung

  • Krafttraining zum Erhalt der Muskelmasse

  • ausreichend Eiweiß

  • viel Gemüse und ballaststoffreiche Lebensmittel

  • guter Schlaf

  • regelmäßige Erholungsphasen

  • Alkohol möglichst reduzieren

  • nicht rauchen

  • ausreichend trinken

  • Stressbelastung ernst nehmen

 

Denke bitte daran, ausreichend stilles Wasser zu trinken.

30-40 ml pro Kilogramm Körpergewicht ist pauschale Regel.

 

Hast Du heute schon ausreichend getrunken?

 

 

 

 

 

Wechseljahresbeschwerden ganzheitlich betrachten

In meiner Privatpraxis betrachte ich nicht nur Estradiol.

 

Je nach Beschwerden können unter anderem berücksichtigt werden:

 

  • Progesteron

  • Estradiol

  • Testosteron

  • DHEA

  • Cortisol

  • Schilddrüse

  • Insulin und Stoffwechsel

  • Schlaf

  • Darm

  • Leber

  • Mikronährstoffe

  • Bewegung und Muskelmasse

  • bestehende medizinische Befunde

 

Aus meiner langjährigen Praxiserfahrung zeigt sich immer wieder:

Frauen erleben die Wechseljahre sehr unterschiedlich.

 

Deshalb kann auch die Behandlung nicht für jede Frau gleich aussehen.

 

Je nach individueller Situation können naturheilkundliche Verfahren, anthroposophische Arzneimittel, Mikronährstoffe und bioidentische Hormonregulation eingesetzt werden.

 

Mehr über meine Vorgehensweise findest du unter Hormonsprechstunde und Regulationsanalyse.

 

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Wann Beschwerden medizinisch abgeklärt werden sollten

Nicht jede Beschwerde ab 40 ist automatisch ein Wechseljahressymptom.

 

Eine medizinische Abklärung ist besonders wichtig bei:

 

  • ungewöhnlich starken Blutungen

  • Blutungen nach der Menopause

  • neu auftretenden starken Herzbeschwerden

  • deutlichem Gewichtsverlust

  • starken oder ungewöhnlichen Schmerzen

  • ausgeprägter Erschöpfung

  • neuen neurologischen Beschwerden

  • auffälligen Veränderungen von Brust oder Unterleib

 

Auch Schilddrüse, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Stoffwechselstörungen oder andere Erkrankungen können ähnliche Beschwerden verursachen.

 

 

Fazit

Die Wechseljahre sind keine plötzlich eintretende Hormonmangelphase.

 

Sie sind eine mehrjährige hormonelle Umstellung.

 

Gerade in der Perimenopause können Progesteron und Estradiol stark schwanken und dadurch sehr unterschiedliche Beschwerden auslösen.

 

Schlaf, Nervensystem, Stoffwechsel, Schilddrüse und Stressregulation spielen zusätzlich eine wichtige Rolle.

 

Deshalb lautet für mich die entscheidende Frage nicht:

"Welches Hormon fehlt?"

 

Sondern:

"Was hat sich in deinem hormonellen Zusammenspiel verändert und welche Unterstützung braucht dein Körper jetzt?"

 

Heike Votteler, Heilpraktikerin

Ganzheitliche Frauenheilkunde und Hormone

Oy-Mittelberg/Allgäu