POTS bei ME/CFS: Herzrasen, Schwindel und hoher Puls beim Aufstehen
Dein Puls steigt stark an, sobald du aufstehst? Dir wird schwindelig, deine Beine fühlen sich kraftlos an und längeres Stehen ist kaum möglich?
Vielleicht musst du dich beim Duschen hinsetzen, kannst nicht längere Zeit an der Kasse stehen oder fühlst dich nach einem kurzen Weg völlig erschöpft. Sobald du dich hinlegst, wird es häufig wieder etwas besser.
Solche Beschwerden werden bei Frauen mit ME/CFS schnell als allgemeine Erschöpfung, Stress, Angst oder mangelnde Kondition eingeordnet. Dahinter kann jedoch eine orthostatische Intoleranz oder ein posturales orthostatisches Tachykardiesyndrom - kurz POTS stehen.
POTS ist nicht einfach nur ein hoher Puls. Entscheidend ist, dass Herzrasen, Schwindel und weitere Beschwerden beim Aufrichten, Sitzen oder Stehen auftreten beziehungsweise deutlich zunehmen.
Was ist POTS?
POTS steht für posturales orthostatisches Tachykardiesyndrom.
Die Bezeichnung beschreibt bereits, was im Körper geschieht:
postural: abhängig von der Körperposition
orthostatisch: beim Aufrichten beziehungsweise in aufrechter Haltung
Tachykardie: beschleunigter Herzschlag
Beim Wechsel vom Liegen zum Stehen verlagert sich durch die Schwerkraft Blut in die Beine und den Bauchraum. Normalerweise gleicht das autonome Nervensystem diese Veränderung innerhalb kurzer Zeit aus.
Bei POTS funktioniert diese Kreislaufanpassung nicht ausreichend. Der Körper versucht häufig, die veränderte Durchblutung durch einen deutlich höheren Puls auszugleichen. Gleichzeitig können Schwindel, Herzklopfen, Benommenheit, Übelkeit, Schwäche und Konzentrationsprobleme auftreten.
POTS wird den Störungen des autonomen Nervensystems zugerechnet und kann die Belastbarkeit im Alltag erheblich einschränken. Orthostatische Beschwerden gehören auch zu den Symptomen, die bei ME/CFS häufig berücksichtigt werden müssen.
Wie hängen POTS und ME/CFS zusammen?
ME/CFS und POTS sind nicht dasselbe. Sie können aber gemeinsam auftreten.
ME/CFS ist insbesondere durch eine ausgeprägte Belastungsintoleranz mit Post-Exertional Malaise - PEM gekennzeichnet.
Bereits geringe körperliche, geistige oder emotionale Belastungen können zu einer zeitverzögerten und teilweise tagelangen Verschlechterung führen.
POTS beschreibt dagegen eine auffällige Kreislauf- und Pulsreaktion in aufrechter Körperhaltung.
Das bedeutet:
Nicht jede Person mit ME/CFS hat POTS.
Nicht jede Person mit POTS hat ME/CFS.
Beide Krankheitsbilder können gleichzeitig bestehen.
POTS kann die ohnehin geringe Belastbarkeit bei ME/CFS zusätzlich verstärken.
Grundlegende Informationen zu ME/CFS, PEM und möglichen Begleiterkrankungen findest du in meinem Hauptbeitrag:
ME/CFS bei Frauen: Symptome und wichtige Begleiterkrankungen
Typische Symptome von POTS
Die Beschwerden treten besonders beim Aufstehen, längeren Sitzen oder Stehen auf. Wärme, Duschen, Mahlzeiten, Infekte oder körperliche Belastungen können die Symptome zusätzlich verstärken.
Mögliche Beschwerden sind:
deutlicher Pulsanstieg beim Aufstehen
Herzrasen oder starkes Herzklopfen
Schwindel und Benommenheit
weiche oder kraftlose Beine
Zittern und innere Unruhe
Schwarzwerden vor den Augen
Sehstörungen
Druckgefühl im Kopf
Übelkeit
Kurzatmigkeit
Konzentrationsprobleme und Brain Fog
Kopfschmerzen
Hitzeintoleranz
starke Erschöpfung nach längerem Sitzen oder Stehen
Besserung im Liegen
Nicht alle Betroffenen werden ohnmächtig. POTS kann auch ohne vollständige Bewusstlosigkeit erhebliche Beschwerden verursachen.
Warum Duschen, Kochen und Anstehen so belastend sein können
Für gesunde Menschen erscheinen Tätigkeiten wie Duschen, Haarewaschen, Kochen oder Warten an einer Kasse kaum anstrengend.
Bei POTS kommen jedoch mehrere Belastungen zusammen:
aufrechte Körperhaltung
geringe Aktivität der Beinmuskulatur
Wärme und Gefäßerweiterung
längeres unbewegliches Stehen
erhobene Arme
zusätzlicher Energieverbrauch
Deshalb kann eine Frau möglicherweise einige Minuten langsam gehen, aber kaum ruhig stehen. Beim Gehen unterstützt die Muskelpumpe in den Beinen den Rückfluss des Blutes. Beim unbeweglichen Stehen fällt diese Unterstützung weitgehend weg.
Das hat nichts mit mangelnder Motivation oder fehlender Willenskraft zu tun.
Wann spricht man medizinisch von POTS?
Ein schneller Puls allein reicht für eine POTS-Diagnose nicht aus.
Zur ärztlichen Diagnostik gehören:
die ausführliche Krankengeschichte
typische orthostatische Beschwerden
eine standardisierte Messung von Puls und Blutdruck
der Ausschluss anderer Ursachen
gegebenenfalls ein aktiver Stehtest oder Kipptischtest
Dabei wird beobachtet:
wie stark der Puls beim Aufrichten ansteigt
wie lange der Pulsanstieg anhält
wie sich der Blutdruck verändert
welche Beschwerden gleichzeitig auftreten
ob eine orthostatische Hypotonie vorliegt
ob Medikamente oder andere Erkrankungen die Reaktion erklären
Die Diagnose gehört in ärztliche beziehungsweise fachärztliche Hände. Je nach Beschwerdebild können Kardiologie, Neurologie oder eine auf autonome Störungen spezialisierte Ambulanz sinnvoll sein.
Ein Selbsttest ersetzt keine Diagnose
Viele Betroffene messen zu Hause Puls und Blutdruck zunächst im Liegen und anschließend im Stehen.
Solche Aufzeichnungen können für das ärztliche Gespräch hilfreich sein. Sie beweisen jedoch allein kein POTS.
Die Werte können unter anderem beeinflusst werden durch:
Aufregung
vorausgegangene Bewegung
Flüssigkeitsmangel
Koffein
Medikamente
einen aktuellen Infekt
Schlafmangel
Messfehler
die Tageszeit
Bei starkem Schwindel oder Ohnmachtsneigung sollte ein Stehtest nicht allein durchgeführt werden.
Nicht jedes Herzrasen beim Aufstehen ist POTS
Herzrasen und ein hoher Puls können viele Ursachen haben. Deshalb müssen andere Erkrankungen und Auslöser geprüft werden.
Dazu gehören beispielsweise:
Eisenmangel oder Blutarmut
Flüssigkeitsmangel
akute Infektionen oder Fieber
Schilddrüsenüberfunktion
Herzrhythmusstörungen
Herz- oder Lungenerkrankungen
Blutverlust
niedriger Blutdruck
bestimmte Medikamente
hormonelle Veränderungen (Wechseljahre, Perimenopause, Schwangerschaft, ..)
Unterzuckerung
Angst- und Panikreaktionen
Das bedeutet nicht, dass die Beschwerden automatisch psychisch bedingt sind. Es bedeutet, dass ein auffälliger Puls medizinisch differenziert werden muss.
Herzrasen ist zunächst ein Symptom - noch keine Diagnose.
Lese auch meinen Artikel zu Herzrasen nach dem Essen.
Welche Untersuchungen können sinnvoll sein?
Die notwendige Diagnostik richtet sich nach den Beschwerden, der Vorgeschichte und bereits vorhandenen Befunden.
Möglich sind unter anderem:
Puls- und Blutdruckmessung im Liegen und Stehen
ärztlich begleiteter aktiver Stehtest
Kipptischuntersuchung
Ruhe-EKG
Langzeit-EKG
Langzeit-Blutdruckmessung
Blutbild
Ferritin und vollständiger Eisenstatus
Elektrolyte
Schilddrüsenwerte
Nieren- und Leberwerte
Entzündungswerte
Blutzucker
gegebenenfalls weitere kardiologische oder neurologische Untersuchungen
Bei ausgeprägter Erschöpfung darf nicht ausschließlich auf den Puls geschaut werden. Eisenmangel, Schilddrüsenerkrankungen, Schlafstörungen und weitere behandelbare Begleitprobleme können zusätzlich bestehen.
Eisenmangel kann Herzrasen und Schwindel verstärken
Gerade bei Frauen sollte der Eisenstatus nicht vorschnell als unauffällig abgehakt werden.
Eisenmangel kann unter anderem mit folgenden Beschwerden verbunden sein:
Erschöpfung
Herzklopfen
Kurzatmigkeit
Konzentrationsproblemen
Schwindel
Kopfschmerzen
eingeschränkter Belastbarkeit
Ein normaler Hämoglobinwert schließt einen Eisenmangel nicht grundsätzlich aus. Je nach Situation können zusätzlich Ferritin, Transferrin und Transferrinsättigung relevant sein.
Ferritin darf dabei nicht isoliert bewertet werden, da es bei Entzündungen oder anderen Belastungen erhöht sein kann.
Bei Frauen mit starken oder langen Menstruationsblutungen sollte ein möglicher Eisenverlust besonders berücksichtigt werden.
Schilddrüse und hoher Puls
Auch die Schilddrüse muss bei Herzrasen, Unruhe und Kreislaufbeschwerden mitbedacht werden.
Eine Schilddrüsenüberfunktion oder eine zu hoch dosierte Schilddrüsenmedikation kann unter anderem zu folgenden Beschwerden führen:
beschleunigter Puls
Herzklopfen
Zittern
Schwitzen
Schlafstörungen
Gewichtsverlust
innere Unruhe
Eine Schilddrüsenunterfunktion kann dagegen Erschöpfung, Muskelschwäche, niedrige Belastbarkeit und Kreislaufprobleme verstärken.
Mehr über den Zusammenhang zwischen Schilddrüse, Stoffwechsel, Nährstoffen und Erschöpfung erfährst du hier:
Schilddrüse und Leber: Warum deine Schilddrüse Unterstützung braucht
Der Zusammenhang zwischen ME/CFS und Schilddrüse wird zusätzlich in einem eigenen Folgeartikel ausführlich behandelt.
Mahlzeiten können POTS-Beschwerden verstärken
Manche Patientinnen bemerken nach dem Essen einen deutlich höheren Puls, stärkeren Schwindel oder eine ausgeprägte Müdigkeit.
Nach einer Mahlzeit wird mehr Blut für die Verdauung im Bauchraum benötigt. Bei einer bereits gestörten Kreislaufregulation kann dies Beschwerden verstärken.
Große oder sehr kohlenhydratreiche Mahlzeiten werden teilweise schlechter vertragen. Trotzdem darf Herzrasen nach dem Essen nicht automatisch POTS zugeschrieben werden.
Weitere mögliche Faktoren sind:
Blutzuckerschwankungen
Histaminreaktionen
Nahrungsmittelunverträglichkeiten
Verdauungsbeschwerden
Reflux
Medikamente
Schilddrüsenprobleme
Herzrhythmusstörungen
Mehr dazu findest du in meinem Beitrag:
Herzrasen nach dem Essen: Ursachen, Hormone, Nervensystem und Verdauung
Stressregulation und autonomes Nervensystem
Das autonome Nervensystem steuert zahlreiche Vorgänge, die normalerweise unbewusst ablaufen:
Herzfrequenz
Blutdruck
Gefäßweite
Verdauung
Temperaturregulation
Atmung
Stressreaktionen
Bei ME/CFS und POTS können diese Regulationsvorgänge beeinträchtigt sein.
Viele Frauen beschreiben eine widersprüchliche Situation: Sie sind körperlich völlig erschöpft, gleichzeitig reagiert ihr Körper mit Herzrasen, innerer Unruhe, Zittern oder einem Gefühl ständiger Alarmbereitschaft.
Das bedeutet nicht automatisch, dass Cortisol die Ursache von POTS ist. Stressachse, Schlaf, Blutzucker und Nervensystem können die Beschwerden aber zusätzlich beeinflussen.
Mehr zum Zusammenspiel von Stressachse, Schlaf und Erschöpfung:
Stress, Cortisol und Nebennierenerschöpfung: Wenn dein Körper nicht mehr abschalten kann
POTS und Pacing bei ME/CFS
Bei gleichzeitigem ME/CFS müssen zwei Belastungsgrenzen berücksichtigt werden:
die Kreislaufbelastung durch aufrechtes Sitzen und Stehen
die individuelle Energiegrenze im Hinblick auf PEM
Ein scheinbar akzeptabler Puls bedeutet nicht automatisch, dass eine Aktivität keine PEM auslöst.
Auch geistige, emotionale und sensorische Belastungen können zu einer Verschlechterung führen. Umgekehrt kann bereits ruhiges Stehen eine starke Kreislaufbelastung darstellen, obwohl kaum Bewegung stattfindet.
POTS darf deshalb nicht durch ein starres Trainingsprogramm behandelt werden, ohne die Belastungsintoleranz bei ME/CFS zu berücksichtigen. Aktivitätssteigerungen müssen individuell angepasst werden und dürfen nicht unabhängig von auftretenden Symptomen erfolgen.
Was Betroffene dokumentieren können
Ein einfaches Symptomprotokoll kann die ärztliche Abklärung erleichtern.
Hilfreich können sein:
Puls und Blutdruck im Liegen und Stehen
Zeitpunkt der Beschwerden
Dauer des Sitzens oder Stehens
Mahlzeiten
Trinkmenge
Medikamente
Menstruationszyklus
Schlaf
Infekte
Belastung am Vortag
Besserung im Liegen
verzögerte Verschlechterung im Sinne einer PEM
Die Dokumentation sollte jedoch nicht selbst zur Belastung werden. Bei schwerem ME/CFS reichen kurze Notizen oder einzelne Messungen.
Welche Maßnahmen bei POTS infrage kommen können
Die Behandlung richtet sich nach dem individuellen Beschwerdebild, dem Blutdruck, vorhandenen Begleiterkrankungen und den ärztlichen Befunden.
Besprochen werden können unter anderem:
Anpassung der Flüssigkeitszufuhr
gegebenenfalls eine angepasste Salzzufuhr
Kompressionsbekleidung
kleinere und besser verträgliche Mahlzeiten
Vermeidung langer Stehzeiten
Sitzmöglichkeiten beim Duschen oder Kochen
Überprüfung vorhandener Medikamente
ärztlich verordnete Medikamente
vorsichtige körperliche Maßnahmen, sofern sie keine PEM auslösen
Wichtig:
Mehr Salz und Flüssigkeit sind keine pauschale Empfehlung für jede Patientin.
Bei Bluthochdruck, Herz- oder Nierenerkrankungen sowie bestimmten Medikamenten kann eine erhöhte Salz- oder Flüssigkeitszufuhr ungeeignet sein. Solche Maßnahmen müssen individuell ärztlich abgestimmt werden.
POTS, Hormone und weiblicher Zyklus
Einige Frauen berichten, dass sich Herzrasen, Schwindel und Kreislaufbeschwerden in bestimmten Zyklusphasen oder während der Perimenopause verändern.
Mögliche zusätzliche Einflussfaktoren sind:
Menstruationsblutungen und Eisenverlust
Veränderungen des Flüssigkeitshaushalts
Schlafstörungen
Hitzewallungen
Blutdruckschwankungen
hormonell beeinflusste Migräne
Schilddrüsenerkrankungen
Das bedeutet nicht, dass POTS ausschließlich hormonell verursacht wird.
Bei Frauen sollten hormonelle Veränderungen, Zyklusbeschwerden und mögliche Blutverluste aber nicht ignoriert werden.
Besonders starke Blutungen können einen Eisenmangel begünstigen und dadurch Herzklopfen, Schwindel und Erschöpfung zusätzlich verstärken.
Welche Rolle spielen Body Balance Check und Bioresonanz?
In meiner Praxis setze ich den Bicom Body Balance Check Advanced und die Bioresonanz als ergänzende komplementärmedizinische Regulationsverfahren ein.
Dabei können unter anderem folgende Bereiche in die therapeutische Betrachtung einbezogen werden:
Stress- und Regulationsfähigkeit
Stoffwechsel
Verdauung
hormonelle Zusammenhänge
individuelle Belastungsmuster
Die Grenze ist eindeutig:
Der Body Balance Check und die Bioresonanz diagnostizieren weder POTS noch ME/CFS.
Sie ersetzen keinen ärztlichen Stehtest, keine Kipptischuntersuchung, kein EKG, keine Laboruntersuchung und keine kardiologische oder neurologische Abklärung.
Mehr über meine Arbeitsweise und die Grenzen des Verfahrens erfährst du hier:
Bicom Body Balance Check Advanced: ergänzende Regulationsanalyse in meiner Praxis
Was eine naturheilkundliche Begleitung leisten kann
Eine naturheilkundliche Begleitung ersetzt keine notwendige medizinische Diagnostik oder Behandlung.
Sie kann jedoch sinnvoll ergänzen, indem sie:
vorhandene Befunde und Laborwerte berücksichtigt
Eisenstatus und Schilddrüse nicht aus dem Blick verliert
hormonelle Beschwerden einordnet
Schlaf und Tagesrhythmus berücksichtigt
Verdauung und Verträglichkeit einbezieht
Maßnahmen vorsichtig dosiert
Reizüberflutung reduziert
Pacing respektiert
die tatsächliche Belastbarkeit der Patientin berücksichtigt
Gerade bei ME/CFS gilt:
Nicht die Anzahl der Maßnahmen entscheidet, sondern ihre Verträglichkeit.
Lange Termine, zahlreiche Präparate oder zu schnelle Veränderungen können selbst zu einer Überlastung werden. Eine sinnvolle Begleitung muss deshalb schrittweise erfolgen.
Wann Herzrasen und Schwindel dringend abgeklärt werden müssen
Sofortige medizinische Hilfe ist insbesondere notwendig bei:
Brustschmerzen
akuter Atemnot
Ohnmacht
neu aufgetretenen neurologischen Ausfällen
anhaltendem oder extrem schnellem Herzschlag
unregelmäßigem Herzschlag mit deutlichen Beschwerden
bläulicher Verfärbung von Lippen oder Haut
plötzlich einsetzenden schweren Beschwerden
starker Kreislaufinstabilität
Auch wiederkehrendes Herzrasen, zunehmender Schwindel oder eine deutliche Einschränkung im Alltag sollten zeitnah ärztlich untersucht werden.
POTS bei ME/CFS gezielt abklären
Herzrasen, Schwindel und ein hoher Puls beim Aufstehen sind bei ME/CFS nicht automatisch nur Folgen von Erschöpfung oder mangelnder Kondition.
Die Beschwerden können auf eine orthostatische Intoleranz oder POTS hinweisen und sollten gezielt untersucht werden.
Gleichzeitig ist nicht jeder Pulsanstieg POTS. Eisenmangel, Schilddrüsenerkrankungen, Flüssigkeitsmangel, Medikamente und Herzrhythmusstörungen können ähnliche Beschwerden verursachen oder zusätzlich bestehen.
Bei gleichzeitigem ME/CFS muss jede Maßnahme die Gefahr einer Post-Exertional Malaise berücksichtigen. Kreislaufregulation und Pacing dürfen nicht gegeneinander ausgespielt werden.
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Die Begleitung ersetzt keine ärztliche POTS- oder ME/CFS-Diagnostik, kann sie aber sinnvoll ergänzen.
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Heike Votteler · Heilpraktikerin
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Medizinischer Hinweis
Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Diagnose oder Behandlung. POTS und ME/CFS können weder durch Bioresonanz noch durch den Bicom Body Balance Check Advanced diagnostiziert werden.
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