Praxis für Bioresonanz und ganzheitliche Frauenheilkunde
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ME/CFS und Schilddrüse: Welche Werte und Zusammenhänge wichtig sind

 

Du bist dauerhaft erschöpft, frierst schnell, kannst dich kaum konzentrieren und fühlst dich morgens trotz ausreichend Schlaf wie gerädert?

 

Solche Beschwerden können bei ME/CFS auftreten. Sie können aber auch zu einer Schilddrüsenunterfunktion passen. Manchmal bestehen beide Erkrankungen gleichzeitig.

 

Gerade bei schwerer Erschöpfung besteht die Gefahr, dass neue oder zunehmende Symptome vorschnell der bereits bekannten ME/CFS-Erkrankung zugeschrieben werden. Umgekehrt darf eine Schilddrüsenunterfunktion nicht zur alleinigen Erklärung werden, wenn eine deutliche Belastungsverschlechterung mit Post-Exertional Malaise – kurz PEM – besteht.

Deshalb ist eine sorgfältige Abgrenzung wichtig.

 

 


ME/CFS und Schilddrüsenunterfunktion können ähnliche Symptome verursachen

ME/CFS und eine Schilddrüsenunterfunktion sind unterschiedliche Erkrankungen. Einige Beschwerden können sich jedoch überschneiden.

 

Dazu gehören:

 

  • starke Erschöpfung

  • Konzentrationsprobleme und Brain Fog

  • Muskelschwäche

  • verminderte Belastbarkeit

  • Frieren

  • Schlafstörungen

  • depressive Verstimmung

  • verlangsamtes Denken

  • Verdauungsprobleme

  • Zyklusveränderungen

  • Gewichtszunahme

 

Diese Überschneidungen erschweren die Beurteilung. Symptome allein reichen deshalb nicht aus, um zwischen ME/CFS und einer Schilddrüsenerkrankung zu unterscheiden.

 

Grundlegende Informationen zu ME/CFS und möglichen Begleiterkrankungen findest du in meinem Hauptbeitrag:

ME/CFS bei Frauen: Symptome und wichtige Begleiterkrankungen

 

 


Der entscheidende Unterschied: PEM ist keine typische Schilddrüsenbeschwerde

Bei ME/CFS steht nicht einfach nur Müdigkeit im Vordergrund.

 

Ein wesentliches Merkmal ist die Post-Exertional Malaise – PEM. Dabei führt bereits eine geringe körperliche, geistige, emotionale oder sensorische Belastung zu einer deutlichen Verschlechterung.

 

Diese kann zeitverzögert auftreten und Stunden, Tage oder länger anhalten.

 

Typisch sind beispielsweise:

 

  • stärkere Erschöpfung

  • zunehmender Brain Fog

  • Schmerzen

  • Kreislaufprobleme

  • grippeähnliches Krankheitsgefühl

  • schlechterer Schlaf

  • erhöhte Licht- und Geräuschempfindlichkeit

 

Eine Schilddrüsenunterfunktion kann die allgemeine Belastbarkeit deutlich reduzieren. Eine ausgeprägte zeitverzögerte Verschlechterung nach geringer Belastung ist jedoch nicht das typische Leitsymptom einer Schilddrüsenunterfunktion.

 

Die Schilddrüse kann deshalb ME/CFS-Beschwerden verstärken, erklärt aber nicht automatisch eine vorhandene PEM. ME/CFS wird anhand des charakteristischen Beschwerdebildes und nach Ausschluss anderer Erkrankungen diagnostiziert; einen einzelnen bestätigenden Labortest gibt es nicht. 

 

 


Warum die Schilddrüse bei ME/CFS untersucht werden sollte

Schilddrüsenerkrankungen gehören zu den möglichen Ursachen oder zusätzlichen Verstärkern einer ausgeprägten Erschöpfung.

 

Deshalb empfiehlt die medizinische ME/CFS-Abklärung auch eine Untersuchung der Schilddrüsenfunktion. Die CDC nennt dabei ausdrücklich TSH und freies T4 als Bestandteile der grundlegenden Labordiagnostik. 

 

Eine Untersuchung ist insbesondere sinnvoll bei:

 

  • neu aufgetretenem oder stärkerem Frieren

  • unerklärlicher Gewichtszunahme

  • trockener Haut

  • Haarausfall

  • Verstopfung

  • ausgeprägter Muskelschwäche

  • Zyklusstörungen

  • verlangsamtem Puls

  • familiärer Vorbelastung

  • bekannten Schilddrüsenantikörpern

  • bestehender Hashimoto-Thyreoiditis

  • Behandlung mit Schilddrüsenhormonen

 

Eine bestehende ME/CFS-Diagnose ist kein Grund, auf regelmäßige allgemeine Vorsorge und die erneute Abklärung neuer Beschwerden zu verzichten. 

 

 


Welche Schilddrüsenwerte sind wichtig?

TSH

TSH wird in der Hirnanhangdrüse gebildet und steuert die Hormonproduktion der Schilddrüse.

 

Ein erhöhter TSH-Wert kann auf eine Schilddrüsenunterfunktion hinweisen. Ein erniedrigter Wert kann unter anderem bei einer Schilddrüsenüberfunktion oder einer zu hohen Dosierung von Schilddrüsenhormonen auftreten.

 

TSH ist ein wichtiger Ausgangswert. Er sollte jedoch immer zusammen mit den Beschwerden, der Medikamenteneinnahme, möglichen Vorerkrankungen und gegebenenfalls weiteren Laborwerten beurteilt werden. 

 

 

Freies T4

Freies T4 ist eines der Schilddrüsenhormone im Blut.

 

Ist TSH erhöht, hilft fT4 dabei zu unterscheiden, ob eine latente oder manifeste Schilddrüsenunterfunktion vorliegen kann:

 

  • TSH erhöht, fT4 im Referenzbereich: mögliche latente Unterfunktion

  • TSH erhöht, fT4 erniedrigt: Hinweis auf eine manifeste Unterfunktion

 

Bei der grundlegenden Abklärung von ME/CFS werden TSH und fT4 empfohlen, um eine Schilddrüsenfunktionsstörung als zusätzliche oder alternative Ursache zu erkennen. 

 

 

Freies T3

Freies T3 ist das stoffwechselaktive Schilddrüsenhormon.

 

Die Bestimmung kann in bestimmten Situationen sinnvoll sein, beispielsweise bei Verdacht auf eine Schilddrüsenüberfunktion oder bei speziellen diagnostischen Fragestellungen.

 

fT3 ist jedoch nicht automatisch bei jeder Erschöpfung notwendig. Ein einzelner niedriger oder niedrig-normaler Wert beweist außerdem nicht, dass sämtliche Beschwerden durch eine mangelnde Umwandlung von T4 in T3 verursacht werden.

 

Die Werte müssen immer im Gesamtzusammenhang beurteilt werden.

 

 

Schilddrüsenantikörper

Bei Verdacht auf eine Autoimmunerkrankung der Schilddrüse können insbesondere folgende Antikörper untersucht werden:

 

  • TPO-Antikörper

  • Thyreoglobulin-Antikörper

  • bei Verdacht auf Morbus Basedow: TSH-Rezeptor-Antikörper

 

Erhöhte Antikörper können auf eine autoimmune Schilddrüsenerkrankung wie Hashimoto-Thyreoiditis hinweisen.

 

Antikörper allein sagen jedoch nicht zuverlässig aus, wie stark die Schilddrüsenfunktion beeinträchtigt ist oder ob sämtliche Beschwerden durch die Schilddrüse verursacht werden.

 

 


Reicht ein normaler TSH-Wert aus?

In vielen Fällen spricht ein TSH-Wert innerhalb des Referenzbereichs gegen eine primäre Schilddrüsenunterfunktion.

 

Trotzdem sollte nicht ausschließlich eine einzelne Zahl betrachtet werden. Relevant sind auch:

 

  • vorhandene Beschwerden

  • frühere Schilddrüsenwerte

  • bestehende Schilddrüsenerkrankungen

  • Einnahme von Schilddrüsenhormonen

  • Zeitpunkt der Blutabnahme

  • Medikamente und Nahrungsergänzungsmittel

  • besondere Erkrankungen der Hirnanhangdrüse

  • auffällige Schilddrüsenbefunde

 

Das bedeutet nicht, dass bei jedem normalen TSH umfangreiche Zusatzdiagnostik notwendig ist. Es bedeutet, dass ein Laborwert immer im individuellen Zusammenhang bewertet werden muss.

 

 


Hashimoto und ME/CFS sind nicht dasselbe

Hashimoto-Thyreoiditis ist eine Autoimmunerkrankung, bei der das Immunsystem Schilddrüsengewebe angreift. Im Verlauf kann eine Schilddrüsenunterfunktion entstehen.

 

ME/CFS ist ebenfalls eine komplexe Erkrankung mit Beteiligung verschiedener Körpersysteme, aber keine Form der Hashimoto-Thyreoiditis.

 

Beide Erkrankungen können gleichzeitig auftreten. Eine Hashimoto-Diagnose erklärt jedoch nicht automatisch:

 

  • eine deutliche PEM

  • ausgeprägte Reizempfindlichkeit

  • eine starke Verschlechterung nach kleinsten Belastungen

  • orthostatische Beschwerden

  • einen hohen Puls beim Aufstehen

 

Umgekehrt sollten Schilddrüsenbeschwerden nicht ignoriert werden, nur weil bereits ME/CFS diagnostiziert wurde.

 

 

Mehr über Hashimoto und die Schilddrüsenfunktion erfährst du hier:

Hashimoto-Thyreoiditis: Wenn das Immunsystem die Schilddrüse angreift

 

 


Kann eine Schilddrüsenüberfunktion Herzrasen verstärken?

Nicht nur eine Unterfunktion ist relevant.

 

Eine Schilddrüsenüberfunktion oder eine zu hohe Dosierung von Schilddrüsenhormonen kann unter anderem folgende Beschwerden verursachen:

 

  • beschleunigten Puls

  • Herzklopfen

  • Zittern

  • innere Unruhe

  • Schlafstörungen

  • Schwitzen

  • Gewichtsverlust

  • Muskelschwäche

  • Blutdruckveränderungen

 

Diese Beschwerden können sich mit POTS oder anderen Formen der orthostatischen Intoleranz überschneiden.

 

Deshalb sollte bei Herzrasen nicht automatisch davon ausgegangen werden, dass ausschließlich POTS vorliegt. Schilddrüsenwerte, Medikamente und Herzrhythmus müssen ebenfalls berücksichtigt werden.

 

 

Mehr dazu findest du im Folgeartikel:

POTS bei ME/CFS: Herzrasen, Schwindel und hoher Puls beim Aufstehen

 

 


Schilddrüsenmedikamente: Zu wenig und zu viel können Probleme verursachen

Bei einer diagnostizierten Schilddrüsenunterfunktion werden häufig Schilddrüsenhormone verordnet.

 

Eine unzureichende Dosierung kann dazu führen, dass Beschwerden einer Unterfunktion fortbestehen. Eine zu hohe Dosierung kann dagegen unter anderem Herzrasen, Zittern, Unruhe und Schlafstörungen begünstigen.

 

Wichtig sind deshalb:

 

  • regelmäßige Laborkontrollen

  • eine möglichst gleichbleibende Einnahme

  • Berücksichtigung von Dosierungsänderungen

  • Überprüfung bei neuen Beschwerden

  • Abstand zu bestimmten Präparaten und Lebensmitteln

  • Kontrolle möglicher Wechselwirkungen

 

Eisen- und Calciumpräparate können beispielsweise die Aufnahme von Levothyroxin vermindern, wenn sie gleichzeitig eingenommen werden. Der Einnahmeabstand sollte mit Arzt oder Apotheke abgestimmt werden.

 

Die Dosierung darf nicht allein anhand des persönlichen Befindens und nicht ohne ärztliche Rücksprache verändert werden.

 

 


Darm, Leber und Schilddrüsenhormone

Schilddrüsenhormone werden im Körper aufgenommen, transportiert, umgewandelt und abgebaut. Dabei spielen verschiedene Organe und Stoffwechselprozesse zusammen.

 

Verdauungsprobleme können beispielsweise beeinflussen, wie gut Schilddrüsenmedikamente aufgenommen werden. Relevant können unter anderem sein:

 

  • Zöliakie

  • chronische Durchfälle

  • entzündliche Darmerkrankungen

  • ausgeprägte Verdauungsstörungen

  • bestimmte Medikamente

  • gleichzeitige Einnahme von Eisen oder Calcium

 

Auch die Leber ist am Stoffwechsel der Schilddrüsenhormone beteiligt. Daraus darf jedoch nicht die vereinfachte Behauptung entstehen, jede Schilddrüsenunterfunktion werde durch einen belasteten Darm oder eine schwache Leber verursacht.

 

 

Mehr über die Zusammenhänge findest du in meinem Beitrag:

Schilddrüse und Leber: Warum beide eng zusammenarbeiten

 

 


Mikronährstoffe gezielt prüfen

Für die normale Schilddrüsenfunktion sind verschiedene Mikronährstoffe relevant.

 

Dazu gehören unter anderem:

 

  • Jod

  • Selen

  • Eisen

  • Zink

  • Vitamin B12

  • Folat

  • Vitamin D

 

Das bedeutet jedoch nicht, dass alle Menschen mit ME/CFS oder Schilddrüsenbeschwerden diese Stoffe hoch dosiert einnehmen sollten.

 

Gerade Jod und Selen sind keine harmlosen Universalpräparate. Eine übermäßige Einnahme kann unerwünschte Wirkungen haben.

 

 

Sinnvoller ist:

 

  • vorhandene Befunde berücksichtigen

  • Mängel gezielt untersuchen

  • Ursachen eines Mangels klären

  • Dosierung individuell festlegen

  • Mehrfachpräparate vermeiden

  • Verträglichkeit kontrollieren

 

Mehr Nahrungsergänzung bedeutet nicht automatisch mehr Energie oder eine bessere Schilddrüsenfunktion.

 

 


Eisenmangel als gemeinsamer Verstärker

Eisen ist sowohl für die Blutbildung als auch für verschiedene Stoffwechselvorgänge wichtig.

 

Ein Eisenmangel kann unter anderem folgende Beschwerden verstärken:

 

  • Erschöpfung

  • Herzklopfen

  • Konzentrationsprobleme

  • Kurzatmigkeit

  • Muskelschwäche

  • Kopfschmerzen

  • Haarausfall

  • geringe Belastbarkeit

 

Bei Frauen mit starken oder lang anhaltenden Menstruationsblutungen sollte der Eisenstatus besonders berücksichtigt werden.

 

Ein normaler Hämoglobinwert schließt einen Eisenmangel nicht grundsätzlich aus. Zur Beurteilung können je nach Situation Ferritin, Transferrin und Transferrinsättigung gehören. Auch die CDC nennt Eisenstatus und Ferritin als Bestandteil der ME/CFS-Abklärung. 

 

 


Cortisol ist keine Erklärung für jeden auffälligen Schilddrüsenwert

Bei starker Erschöpfung wird häufig behauptet, Cortisol blockiere grundsätzlich die Schilddrüse oder verhindere die Umwandlung von T4 in T3.

Solche pauschalen Erklärungen sind zu einfach.

 

Schlafmangel, chronische Erkrankung, Medikamente, Infektionen und starke körperliche Belastungen können hormonelle Regelkreise beeinflussen. Daraus lässt sich jedoch nicht automatisch eine sogenannte Nebennierenschwäche oder eine behandlungsbedürftige Umwandlungsstörung ableiten.

 

Eine tatsächliche Nebenniereninsuffizienz ist eine klar definierte Erkrankung und muss ärztlich diagnostiziert werden.

 

Cortisolpräparate oder Schilddrüsenhormone sollten nicht aufgrund einer unspezifischen Erschöpfung oder eines einzelnen Speicheltests eingesetzt werden.

 

 


Warum mehr Schilddrüsenhormon ME/CFS nicht behandelt

Wenn eine nachgewiesene Schilddrüsenunterfunktion besteht, muss sie angemessen behandelt werden.

 

Eine Erhöhung der Schilddrüsenhormondosis über den medizinisch notwendigen Bereich hinaus ist jedoch keine Behandlung von ME/CFS.

 

Eine zu hohe Dosierung kann Beschwerden sogar verstärken:

 

  • Herzrasen

  • Schlafstörungen

  • innere Unruhe

  • Zittern

  • Kreislaufprobleme

  • Muskelabbau

  • stärkere Belastungsintoleranz

 

Auch eine perfekt eingestellte Schilddrüse beseitigt nicht automatisch eine vorhandene PEM.

 

Die Behandlung der Schilddrüse ist wichtig, wenn eine Schilddrüsenerkrankung vorliegt. Sie ersetzt aber kein belastungsangepasstes Management von ME/CFS.

 

 


Welche Rolle spielen Bioresonanz und Body Balance Check?

In meiner Praxis setze ich den Bicom Body Balance Check Advanced und die Bioresonanz als ergänzende komplementärmedizinische Regulationsverfahren ein.

 

Dabei können unter anderem folgende Bereiche in die therapeutische Betrachtung einbezogen werden:

 

  • Stoffwechsel

  • hormonelle Zusammenhänge

  • Verdauung

  • Stressregulation

  • individuelle Belastungsmuster

 

Die Grenze ist eindeutig:

Der Body Balance Check und die Bioresonanz diagnostizieren weder ME/CFS noch Hashimoto oder eine Schilddrüsenunterfunktion.

 

Sie ersetzen keine Blutuntersuchung, keinen Schilddrüsenultraschall und keine ärztliche beziehungsweise endokrinologische Diagnostik.

 

Mehr über das von mir eingesetzte Verfahren erfährst du hier:

Bicom Body Balance Check Advanced: ergänzende Regulationsanalyse in meiner Praxis

 

 


Was eine naturheilkundliche Begleitung leisten kann

Eine naturheilkundliche Begleitung kann ME/CFS oder eine Schilddrüsenerkrankung nicht durch ein einzelnes Präparat beseitigen.

 

Sie kann aber dabei helfen, vorhandene Befunde und zusätzliche Belastungsfaktoren strukturiert zu betrachten.

Mögliche Schwerpunkte sind:

 

  • vorhandene Schilddrüsenwerte einordnen

  • Einnahme und Verträglichkeit von Medikamenten berücksichtigen

  • Eisenstatus und Mikronährstoffe prüfen lassen

  • Verdauung und Nährstoffaufnahme mitbetrachten

  • Schlaf und Tagesrhythmus berücksichtigen

  • hormonelle Veränderungen einordnen

  • Maßnahmen an die geringe Belastbarkeit anpassen

  • Pacing und PEM respektieren

  • unnötig komplexe Therapien vermeiden

 

 

Gerade bei ME/CFS gilt:

Nicht möglichst viele Maßnahmen gleichzeitig beginnen, sondern wenige, nachvollziehbare und verträgliche Schritte auswählen.

 

 


Wann Schilddrüsenbeschwerden zeitnah abgeklärt werden sollten

Eine ärztliche Abklärung ist besonders wichtig bei:

 

  • neu aufgetretenem starkem Herzrasen

  • deutlicher Gewichtsabnahme oder Gewichtszunahme

  • ausgeprägtem Frieren oder Schwitzen

  • neuem Zittern

  • zunehmender Muskelschwäche

  • auffälliger Schwellung am Hals

  • Schluckbeschwerden

  • neu aufgetretenen Herzrhythmusstörungen

  • stark verändertem TSH- oder fT4-Wert

  • Schwangerschaft oder Kinderwunsch

  • deutlicher Verschlechterung unter Schilddrüsenmedikamenten

 

Solche Beschwerden dürfen nicht ausschließlich ME/CFS, Stress oder den Wechseljahren zugeschrieben werden.

 

 


ME/CFS und Schilddrüse differenziert betrachten

ME/CFS und Schilddrüsenerkrankungen können ähnliche Beschwerden verursachen und gleichzeitig bestehen.

 

Deshalb gehört die Untersuchung der Schilddrüsenfunktion zur grundlegenden Abklärung einer anhaltenden schweren Erschöpfung.

 

TSH und fT4 sind wichtige Ausgangswerte. Abhängig von Beschwerden und Vorgeschichte können weitere Werte, Antikörper oder ein Ultraschall sinnvoll sein.

 

Eine Schilddrüsenerkrankung kann Erschöpfung, Muskelschwäche, Schlafprobleme und Kreislaufbeschwerden verstärken. Sie erklärt jedoch nicht automatisch die für ME/CFS typische Post-Exertional Malaise.

 

Umgekehrt darf eine ME/CFS-Diagnose nicht dazu führen, dass auffällige Schilddrüsenwerte oder neue Symptome unbeachtet bleiben.

 

Beide Erkrankungen müssen klar voneinander abgegrenzt und bei gleichzeitigem Vorliegen angemessen berücksichtigt werden.

 

 


Welche Sprechstunde passt zu dir?

Du leidest unter starker Erschöpfung, nicht erholsamem Schlaf, Schilddrüsenbeschwerden, Herzrasen oder hormonellen Veränderungen und möchtest vorhandene Befunde sowie mögliche zusätzliche Belastungsfaktoren ganzheitlich betrachten lassen?

 

In meiner Privatpraxis in Oy-Mittelberg begleite ich Frauen mit komplexen hormonellen, stoffwechselbezogenen und naturheilkundlichen Fragestellungen.

 

Die Begleitung ersetzt keine ärztliche ME/CFS- oder Schilddrüsendiagnostik, kann sie aber sinnvoll ergänzen.

 

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Heike Votteler · Heilpraktikerin
 

Privatpraxis für ganzheitliche Frauenheilkunde und bioidentische Hormonregulation
Oy-Mittelberg bei Kempten im Allgäu

 

 

 


Medizinischer Hinweis

Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Diagnose oder Behandlung. ME/CFS und Schilddrüsenerkrankungen können weder durch Bioresonanz noch durch den Bicom Body Balance Check Advanced diagnostiziert werden.

 


Medizinische Quellen und weiterführende Informationen

 

 

 


 

 

Weitere Informationen

Veröffentlichung

So, 12. Juli 2026

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