Praxis für Bioresonanz und ganzheitliche Frauenheilkunde
 
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Was passiert bei zu hohem Prolaktin? Ursachen & natürliche Hilfe

Deine Periode wird unregelmäßig, bleibt ganz aus oder dein Kinderwunsch erfüllt sich bisher nicht?

 

Vielleicht bemerkst du zusätzlich Brustspannen, weniger Lust auf Sexualität oder eine milchige Absonderung aus der Brust, obwohl du weder schwanger bist noch stillst.

 

Dann kann ein erhöhter Prolaktinwert eine Rolle spielen.

 

Prolaktin ist vor allem als Stillhormon bekannt. Es beeinflusst jedoch auch den Eisprung, den Zyklus und die Bildung weiblicher Sexualhormone. Ist der Wert dauerhaft erhöht, kann das hormonelle Gleichgewicht deutlich gestört werden.

 

Die entscheidende Frage lautet deshalb nicht nur:

 

Wie kann ich Prolaktin senken?

 

Sondern zunächst:

 

Warum ist mein Prolaktin erhöht?

 

Denn hinter einer Hyperprolaktinämie können Stress, Medikamente, eine Schilddrüsenunterfunktion oder andere körperliche Ursachen stehen. Manchmal ist die Erhöhung nur vorübergehend. In anderen Fällen ist eine gezielte ärztliche Diagnostik erforderlich.

 

In meiner Hormonsprechstunde und Regulationsanalyse in Oy-Mittelberg betrachte ich Prolaktin nicht isoliert, sondern gemeinsam mit Zyklus, Schilddrüse, Stressachse, Stoffwechsel und weiteren Hormonen.

 


Was ist Prolaktin?

Prolaktin ist ein Hormon, das überwiegend in der Hypophyse gebildet wird.

 

Die Hypophyse ist eine kleine Hormondrüse an der Basis des Gehirns. Sie steuert über verschiedene Botenstoffe zentrale hormonelle Abläufe im Körper.

 

Die bekannteste Aufgabe von Prolaktin ist die Unterstützung der Milchbildung nach der Geburt. Während Schwangerschaft und Stillzeit ist ein erhöhter Prolaktinspiegel deshalb normal und notwendig.

 

Auch außerhalb dieser Lebensphasen beeinflusst Prolaktin:

 

  • Zyklus und Eisprung,

  • die Bildung von Estradiol und Progesteron,

  • Fruchtbarkeit,

  • Brustdrüsengewebe,

  • Sexualfunktion und Libido.

 

Ein dauerhaft erhöhter Prolaktinspiegel kann die hormonelle Steuerung über GnRH, LH und FSH hemmen. Dadurch können Eisprung und Sexualhormonbildung beeinträchtigt werden. Hyperprolaktinämie kann deshalb unter anderem mit Zyklusstörungen, Estradiolmangel, Kinderwunschproblemen und Galaktorrhö einhergehen. 

 

Vereinfacht dargestellt

Prolaktin dauerhaft erhöht

→ hormonelle Steuerung über Hypothalamus und Hypophyse kann gehemmt werden
→ LH und FSH können sinken
→ Eisprung kann ausbleiben
→ Estradiol und Progesteron können absinken
→ Zyklus und Fruchtbarkeit können sich verändern

 

Ist dein Prolaktinwert erhöht oder deine Periode unregelmäßig? Ein einzelner Laborwert sagt wenig über die Ursache aus. In meiner Hormonsprechstunde & Regulationsanalyse in Oy-Mittelberg untersuchen wir das Gesamtzusammenspiel von Prolaktin, Schilddrüse, Stressachse und Nährstoffen. 

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Was bedeutet Hyperprolaktinämie?

Der medizinische Fachbegriff für einen erhöhten Prolaktinspiegel lautet:

Hyperprolaktinämie

 

Ein einzelner erhöhter Laborwert bedeutet jedoch noch nicht automatisch, dass eine Erkrankung vorliegt.

 

Prolaktin reagiert empfindlich auf äußere Einflüsse. Der Wert kann vorübergehend ansteigen durch:

 

  • körperlichen oder emotionalen Stress,

  • Angst vor der Blutabnahme,

  • Schmerzen,

  • intensiven Sport,

  • Geschlechtsverkehr,

  • Brustwarzenstimulation,

  • Schlafmangel,

  • bestimmte Mahlzeiten oder Belastungssituationen.

 

Bei einer leichten Erhöhung kann deshalb eine kontrollierte Wiederholungsmessung sinnvoll sein.

 

Wusstest du schon?

Prolaktin wird nicht gleichmäßig über den gesamten Tag ausgeschüttet.

Der Wert steigt während des Schlafs an und kann auch durch die Situation rund um die Blutabnahme beeinflusst werden. Ein leicht erhöhter Einzelwert sollte deshalb immer im Zusammenhang mit Zeitpunkt, Vorbereitung, Beschwerden und weiteren Befunden beurteilt werden.

 


Welche Symptome kann zu hohes Prolaktin verursachen?

Nicht jede Frau mit erhöhtem Prolaktin hat dieselben Beschwerden.

 

Mögliche Symptome sind:

 

  • unregelmäßige Menstruation,

  • seltene Blutungen,

  • ausbleibende Periode,

  • ausbleibender Eisprung,

  • sehr lange Zyklen,

  • unerfüllter Kinderwunsch,

  • verminderte Libido,

  • vaginale Trockenheit,

  • Schmerzen beim Geschlechtsverkehr,

  • Brustspannen,

  • milchige Absonderung aus der Brust,

  • Kopfschmerzen,

  • bei größeren Veränderungen der Hypophyse auch Sehstörungen.

 

Über längere Zeit kann ein ausgeprägter Mangel an Sexualhormonen außerdem die Knochengesundheit beeinträchtigen. 

 

Häufiger Denkfehler

„Eine milchige Absonderung aus der Brust gehört immer zu einem erhöhten Prolaktinwert.“

 

Nein. Nicht jede Hyperprolaktinämie führt zu einer Galaktorrhö. Umgekehrt sollte eine neu auftretende Absonderung aus der Brust immer ärztlich eingeordnet werden – unabhängig davon, ob bereits ein Prolaktinwert vorliegt.

 

Auch Zyklusstörungen sind nicht automatisch durch Prolaktin verursacht. Schilddrüse, PCOS, starke Belastung, Unterversorgung, Perimenopause und weitere hormonelle Faktoren können ähnliche Beschwerden auslösen.

 

Wenn deine Periode nach dem Absetzen der Pille ausbleibt, findest du weitere Informationen in meinem Beitrag Post-Pill-Amenorrhoe: Warum die Periode nach der Pille ausbleiben kann.

 

Bei dauerhaft sehr langen Zyklen hilft dir mein Artikel Oligomenorrhoe: Ursachen einer seltenen Menstruation weiter.

 


Warum kann Prolaktin erhöht sein?

Ein zu hoher Prolaktinwert kann unterschiedliche Ursachen haben. Für eine sinnvolle Behandlung ist entscheidend, diese voneinander zu unterscheiden.

  • Schwangerschaft und Stillzeit

Während Schwangerschaft und Stillzeit ist Prolaktin natürlicherweise erhöht.

Bei einer ausbleibenden Periode gehört deshalb ein Schwangerschaftstest zu den ersten diagnostischen Schritten.

 

  • Medikamente

Verschiedene Medikamente können die Wirkung von Dopamin beeinflussen und dadurch die Prolaktinausschüttung erhöhen.

Dazu gehören unter anderem bestimmte:

 

  • Antipsychotika,

  • Antidepressiva,

  • Medikamente gegen Übelkeit und Erbrechen,

  • Blutdruckmedikamente,

  • opioidhaltige Schmerzmittel.

 

Medikamente dürfen wegen eines erhöhten Prolaktinwertes niemals eigenständig abgesetzt oder verändert werden.

Sinnvoll ist eine ärztliche Prüfung, ob das Präparat als Ursache infrage kommt und ob gegebenenfalls eine Alternative möglich ist.

 

  • Schilddrüsenunterfunktion

Auch eine Schilddrüsenunterfunktion kann zu erhöhtem Prolaktin beitragen.

 

Bei einer Unterfunktion kann TRH verstärkt ausgeschüttet werden. TRH stimuliert nicht nur TSH, sondern kann ebenfalls die Prolaktinfreisetzung anregen.

 

Deshalb gehören bei auffälligem Prolaktin aus meiner Sicht TSH, fT4 und fT3 zur differenzierten Einordnung der Schilddrüsenfunktion.

Mehr über den Zusammenhang erfährst du in meinem Beitrag Schilddrüse und Leber: Warum beide Stoffwechselorgane zusammengehören.

 

  • Stress, Schlafmangel und hohe körperliche Belastung

Prolaktin kann in Belastungssituationen vorübergehend ansteigen.

Das bedeutet aber nicht, dass jeder erhöhte Wert einfach mit „Stress“ erklärt werden darf.

 

Relevant können unter anderem sein:

 

  • chronischer Schlafmangel,

  • starke psychische Belastung,

  • Übertraining,

  • akute Schmerzen,

  • Erschöpfungszustände,

  • dauerhaft fehlende Regeneration.

 

Gerade bei nur leicht erhöhten Werten sollte deshalb betrachtet werden, unter welchen Bedingungen die Blutabnahme stattgefunden hat und wie hoch die allgemeine Belastung war.

 

Mehr dazu findest du unter Stress, Cortisol und Erschöpfung ganzheitlich einordnen.

 


Erkrankungen von Nieren oder Leber

Nieren und Leber sind am Abbau und an der Verarbeitung zahlreicher Hormone beteiligt.

 

Bei ausgeprägten Erkrankungen dieser Organe kann sich auch der Prolaktinstoffwechsel verändern.

Auffällige Nieren- oder Leberwerte gehören deshalb ärztlich abgeklärt und dürfen nicht ausschließlich naturheilkundlich behandelt werden.

 


Prolaktinom und andere Veränderungen der Hypophyse

Ein Prolaktinom ist ein meist gutartiger Tumor der Hypophyse, der Prolaktin produziert.

 

Auch andere Veränderungen im Bereich der Hypophyse oder eine Beeinträchtigung des Hypophysenstiels können den Prolaktinspiegel erhöhen.

 

Ein Prolaktinom bedeutet nicht automatisch, dass operiert werden muss. Häufig werden zunächst Dopaminagonisten eingesetzt. Sie können den Prolaktinspiegel senken und ein Prolaktinom verkleinern. 

 


Makroprolaktin

Manchmal ist der gemessene Prolaktinwert erhöht, obwohl typische Beschwerden fehlen.

 

Eine mögliche Erklärung ist Makroprolaktin. Dabei handelt es sich um eine größere, biologisch deutlich weniger aktive Form des Hormons.

 

Bei einer unklaren oder symptomarmen Erhöhung kann deshalb eine Untersuchung auf Makroprolaktin sinnvoll sein.

 

Wusstest du schon?

Ein Laborwert kann erhöht aussehen, ohne dass entsprechend viel biologisch aktives Prolaktin wirkt.

Genau deshalb darf ein auffälliger Wert nicht automatisch mit einer behandlungsbedürftigen Hyperprolaktinämie gleichgesetzt werden.

 


Wann sollte ein erhöhter Prolaktinwert rasch abgeklärt werden?

Bitte lass dich zeitnah ärztlich oder endokrinologisch untersuchen, wenn erhöhte Prolaktinwerte gemeinsam auftreten mit:

 

  • neu aufgetretenen oder starken Kopfschmerzen,

  • Sehstörungen,

  • Einschränkungen des seitlichen Gesichtsfeldes,

  • neurologischen Auffälligkeiten,

  • milchiger Brustsekretion außerhalb der Stillzeit,

  • über mehrere Monate ausbleibender Periode,

  • deutlich erhöhten oder weiter steigenden Prolaktinwerten.

 

Kopfschmerzen und Gesichtsfeldeinschränkungen können bei größeren Hypophysenveränderungen auftreten und erfordern eine gezielte Diagnostik. 

 


Wie wird ein erhöhter Prolaktinspiegel untersucht?

Prolaktin wird im Blut bestimmt.

 

Ein Speicheltest ist für die Prolaktindiagnostik ist noch nicht verfügbar.

 

Je nach Höhe des Wertes, Beschwerden und Vorgeschichte können folgende Schritte sinnvoll sein:

 

  • kontrollierte Wiederholungsmessung,

  • Schwangerschaftstest,

  • Überprüfung der Medikamente,

  • TSH, fT4 und fT3,

  • Untersuchung auf Makroprolaktin,

  • weitere Hormonwerte,

  • Nieren- und Leberwerte,

  • bei entsprechender Konstellation MRT der Hypophyse.

 

 

Praktischer Hinweis für die Kontrollmessung

Vor einer erneuten Blutentnahme kann es sinnvoll sein:

 

  • vorher körperlich zur Ruhe zu kommen,

  • intensiven Sport zu vermeiden,

  • Brustwarzenstimulation zu vermeiden,

  • die Blutabnahme nicht unmittelbar nach starkem Stress durchführen zu lassen,

  • Medikamente und Nahrungsergänzungsmittel vollständig anzugeben.

 

Die genauen Bedingungen sollten mit der behandelnden Praxis oder dem Labor abgestimmt werden.

 


Welche Hormonwerte sollten zusätzlich berücksichtigt werden?

Prolaktin wirkt nicht isoliert.

 

Je nach Beschwerden und Lebensphase können zusätzlich relevant sein:

 

  • TSH, fT4 und fT3,

  • Estradiol,

  • Progesteron,

  • LH,

  • FSH,

  • Testosteron,

  • gegebenenfalls weitere Androgene,

  • Blutzucker und Insulin,

  • Eisenstatus,

  • Vitamin B12,

  • Vitamin D,

  • Nieren- und Leberwerte.

 

Die Auswahl sollte sich an Zyklus, Symptomen, Kinderwunsch, Medikamenten und bisherigen Befunden orientieren.

 

Häufiger Denkfehler

„Wenn der Prolaktinwert erhöht ist, muss nur dieser eine Wert gesenkt werden.“

 

Ein Laborwert ist kein eigenständiges Behandlungskonzept.

 

Ein erhöhtes Prolaktin kann Folge einer Schilddrüsenstörung, eines Medikaments, einer hohen Belastung oder einer Hypophysenveränderung sein. Entscheidend ist deshalb, die Ursache und die Auswirkungen auf Zyklus und Sexualhormone gemeinsam zu betrachten.

 


Prolaktin, Eisprung und Kinderwunsch

Ein dauerhaft erhöhter Prolaktinspiegel kann den Eisprung hemmen.

 

Findet kein regelmäßiger Eisprung statt, entsteht auch kein normaler Gelbkörper. Dadurch kann die körpereigene Progesteronbildung reduziert sein.

 

Mögliche Folgen sind:

 

  • lange oder unregelmäßige Zyklen,

  • ausbleibende Menstruation,

  • seltene Eisprünge,

  • Progesteronmangel,

  • Schwierigkeiten, schwanger zu werden,

  • vaginale Trockenheit,

  • verminderte Libido.

 

Prolaktin wird deshalb bei Zyklusstörungen und unerfülltem Kinderwunsch häufig mit untersucht. Hyperprolaktinämie gehört zu den hormonellen Ursachen, die bei Amenorrhö oder auffälligen Zyklen ausgeschlossen werden sollten. 

 

Mehr über den hormonellen Zusammenhang erfährst du unter Progesteronmangel: Symptome, Ursachen und ganzheitliche Einordnung.

 


Praxisbeispiel: Kinderwunsch und lange Zyklen

Eine Frau kommt wegen unerfüllten Kinderwunsches und zunehmend längerer Zyklen in meine Praxis.

 

Ihr Prolaktinwert ist leicht erhöht. Sie vermutet, dass Mönchspfeffer das Problem lösen könnte.

 

In der Anamnese zeigen sich jedoch mehrere relevante Punkte:

 

  • wechselnde Zykluslängen,

  • hoher beruflicher Stress,

  • Schlafmangel,

  • erhöhte TSH-Werte bei bislang unvollständiger Schilddrüsendiagnostik,

  • niedriger Ferritinwert,

  • unklarer Zeitpunkt der ersten Prolaktinmessung,

  • Progesteronbestimmung an einem unpassenden Zyklustag.

 

In einer solchen Konstellation wäre es zu kurz gedacht, nur Prolaktin „natürlich senken“ zu wollen.

 

Zunächst müssen Schilddrüse, Blutentnahme, Zyklusverlauf, Eisprung, Eisenversorgung und weitere medizinische Ursachen eingeordnet werden. Erst danach lässt sich entscheiden, welche naturheilkundliche Begleitung sinnvoll ist.

 

Hinweis: Dieses Beispiel zeigt eine typische Konstellation und beschreibt keinen konkreten Einzelfall. Diagnostik und Behandlung müssen individuell erfolgen.

 


Prolaktin natürlich senken: Was kann sinnvoll sein?

Ob und wie sich Prolaktin natürlich regulieren lässt, hängt von der Ursache ab.

 

Bei einer nur leichten, vorübergehenden Erhöhung können folgende Grundlagen unterstützend wirken:

 

Schlaf stabilisieren

Chronischer Schlafmangel belastet die hormonelle Regulation.

Wichtig sind nicht nur ausreichend Stunden, sondern auch möglichst regelmäßige Schlafzeiten und eine realistische Regeneration.

 

Belastung und Übertraining reduzieren

Sehr intensive körperliche Belastung kann den Prolaktinspiegel vorübergehend erhöhen.

Wer gleichzeitig unter Zyklusstörungen, Erschöpfung und Schlafproblemen leidet, sollte prüfen, ob Trainingsumfang und Regeneration zusammenpassen.

 

Stressachse berücksichtigen

Stress ist nicht die Erklärung für jeden auffälligen Wert.

Bei gleichzeitigem Schlafmangel, innerer Unruhe, Energielöchern und Zyklusveränderungen sollte die Stressachse dennoch mitbetrachtet werden.

 

Schilddrüse differenziert einordnen

Liegt eine Schilddrüsenunterfunktion vor, kann ihre fachgerechte Behandlung auch den Prolaktinwert beeinflussen.

Dazu reicht aus meiner Sicht nicht der TSH-Wert allein. TSH, fT4 und fT3 sollten gemeinsam mit Beschwerden und Medikation beurteilt werden.

 

Nährstoffversorgung prüfen

Nährstoffmängel verursachen nicht automatisch eine Hyperprolaktinämie.

Sie können aber Stoffwechsel, Nervensystem, Zyklus und Belastbarkeit beeinflussen. Eine gezielte Versorgung ist sinnvoller als wahllose Hochdosispräparate.

 


Mönchspfeffer bei erhöhtem Prolaktin

Mönchspfeffer (Vitex agnus-castus) wird häufig bei PMS, Zyklusbeschwerden und erhöhtem Prolaktin eingesetzt.

 

Bestimmte Zubereitungen können dopaminerge Wirkungen entfalten und dadurch möglicherweise die Prolaktinausschüttung beeinflussen.

 

Das bedeutet jedoch nicht, dass Mönchspfeffer bei jedem erhöhten Prolaktinwert automatisch das richtige Mittel ist.

 

Die Europäische Arzneimittel-Agentur beschreibt Mönchspfeffer vor allem für prämenstruelle Beschwerden. Der genaue Wirkmechanismus ist nicht vollständig geklärt; eine Wirkung über Hypothalamus und Hypophyse mit möglicher Reduktion der Prolaktinausschüttung wird diskutiert. Bei Hypophysenveränderungen ist besondere Vorsicht erforderlich. 

 

Häufiger Denkfehler

„Prolaktin erhöht - also Mönchspfeffer einnehmen.“

 

Das ist zu pauschal.

 

Vor einer Anwendung sollte geklärt werden:

 

  • Wie stark ist Prolaktin erhöht?

  • Wurde der Wert kontrolliert?

  • Liegt eine Schwangerschaft vor?

  • Können Medikamente beteiligt sein?

  • Ist die Schilddrüse ausreichend untersucht?

  • Bestehen Kopfschmerzen oder Sehstörungen?

  • Gibt es Hinweise auf eine Veränderung der Hypophyse?

  • Welche Zyklusbeschwerden liegen tatsächlich vor?

 

Mönchspfeffer kann in ausgewählten Situationen Bestandteil eines naturheilkundlichen Konzepts sein. Er ersetzt jedoch keine Ursachenklärung.

 

Besondere Vorsicht ist erforderlich:

 

  • während Schwangerschaft und Stillzeit,

  • bei Medikamenten mit Wirkung auf Dopamin,

  • bei hormonellen Therapien,

  • bei bekannten Hypophysenveränderungen,

  • bei unklaren stark erhöhten Prolaktinwerten.

 


Vitamin B6, Zink und Magnesium bei erhöhtem Prolaktin

Im Internet werden Vitamin B6, Zink und Magnesium häufig als natürliche Prolaktinsenker empfohlen.

 

Diese Mikronährstoffe sind wichtig für Nervensystem, Enzymfunktionen und den allgemeinen Hormonstoffwechsel. Ein erhöhter Prolaktinwert ist jedoch kein Grund, sie automatisch hoch zu dosieren.

 

Vor allem Vitamin B6 kann bei langfristig hoher Dosierung neurologische Beschwerden verursachen.

 

Sinnvoller ist:

 

  • vorhandene Mängel gezielt zu prüfen,

  • Ernährung und Resorption einzubeziehen,

  • Präparate bedarfsgerecht auszuwählen,

  • Dosierung und Einnahmedauer festzulegen,

  • mögliche Wechselwirkungen zu beachten.

 

Mein Grundsatz

Nicht möglichst viele Mittel einnehmen, sondern die passende Regulationsebene erkennen.

 

Bei der einen Frau steht die Schilddrüse im Vordergrund, bei der nächsten ein Medikament, Schlafmangel, ein ausbleibender Eisprung oder eine Erkrankung der Hypophyse.

 


Ganzheitliche naturheilkundliche Unterstützung

Nach der notwendigen medizinischen Einordnung kann eine individuell abgestimmte naturheilkundliche Begleitung sinnvoll sein.

 

Je nach Beschwerdebild berücksichtige ich unter anderem:

 

  • Zyklus und Eisprung,

  • Progesteron und Estradiol,

  • Schilddrüse,

  • Stressachse und Cortisolrhythmus,

  • Schlaf und Regeneration,

  • Blutzucker und Insulin,

  • Leber- und Darmfunktion,

  • Mikronährstoffversorgung,

  • Ernährung,

  • Medikamente und hormonelle Therapien,

  • individuelle körperliche und emotionale Belastungen.

 

Je nach Beschwerdebild können unter anderem pflanzliche Maßnahmen, anthroposophische Medizin zur hormonfreien Begleitung und weitere naturheilkundliche Verfahren einbezogen werden.

 

 

Ziel ist nicht, nur einen einzelnen Laborwert zu senken.

Ziel ist, die Ursache der Erhöhung zu verstehen, hormonelle Folgen einzuordnen und die körpereigene Regulation gezielt zu unterstützen.

 


Mein Ansatz in der Privatpraxis

In meiner Privatpraxis in Oy-Mittelberg betrachte ich erhöhte Prolaktinwerte, Zyklusveränderungen und Kinderwunsch nicht isoliert.

 

Ich prüfe das Zusammenspiel von:

 

  • Prolaktin,

  • Zyklus und Eisprung,

  • Progesteron und Estradiol,

  • Schilddrüse,

  • Stressachse,

  • Schlaf,

  • Stoffwechsel,

  • Darm und Leber,

  • Mikronährstoffen,

  • Medikation,

  • persönlicher Belastungssituation.

 

Ein auffälliger Prolaktinwert sollte medizinisch geklärt sein oder parallel ärztlich abgeklärt werden.

Darauf aufbauend kann eine individuelle naturheilkundliche Regulation sinnvoll ergänzt werden.

 

Dabei arbeite ich mit meiner Hormon-Stoffwechsel-Regulation nach Heike Votteler, entwickelt aus über 17 Jahren Erfahrung in der ganzheitlichen Frauenheilkunde und bioidentischen Hormonregulation.

 

Mehr über meinen Ansatz erfährst du unter Hormonsprechstunde und Regulationsanalyse nach Heike Votteler.

 


Häufige Fragen zu erhöhtem Prolaktin

Ist ein einmalig erhöhter Prolaktinwert bereits krankhaft?

Nein.

Prolaktin kann durch Stress, Sport, Schlaf, Schmerzen oder die Blutabnahme selbst vorübergehend ansteigen. Bei einer leichten Erhöhung kann eine kontrollierte Wiederholungsmessung sinnvoll sein.

 

Kann Stress Prolaktin erhöhen?

Ja, Stress kann Prolaktin vorübergehend beeinflussen.

Ein deutlich oder wiederholt erhöhter Wert sollte aber nicht pauschal mit Stress erklärt werden. Andere Ursachen müssen berücksichtigt werden.

 

Welche Schilddrüsenwerte sollten kontrolliert werden?

Aus meiner Sicht sollten TSH, fT4 und fT3 gemeinsam beurteilt werden. So lässt sich die Schilddrüsenfunktion differenzierter einordnen als über den TSH-Wert allein.

 

Kann erhöhtes Prolaktin den Eisprung verhindern?

Ja.

Dauerhaft erhöhtes Prolaktin kann die hormonelle Steuerung von LH und FSH hemmen. Dadurch können Eisprung und Zyklus gestört werden.

 

Kann erhöhtes Prolaktin Progesteronmangel verursachen?

Indirekt ja.

Wenn durch erhöhtes Prolaktin der Eisprung ausbleibt, entsteht kein normaler Gelbkörper. Dadurch kann die körpereigene Progesteronbildung vermindert sein.

 

Ist Mönchspfeffer immer sinnvoll?

Nein.

Mönchspfeffer kann in bestimmten hormonellen Konstellationen eingesetzt werden. Bei unklarer Hyperprolaktinämie, Hypophysenveränderungen, Schwangerschaft, Stillzeit oder dopaminwirksamen Medikamenten ist eine fachkundige Einordnung erforderlich.

 

Muss bei erhöhtem Prolaktin immer ein MRT gemacht werden?

Nein.

Ob eine Bildgebung erforderlich ist, hängt unter anderem von Höhe und Verlauf des Wertes, Beschwerden, Medikamenten, Makroprolaktin und weiteren Befunden ab. Die Entscheidung gehört in ärztliche oder endokrinologische Hände.

 

Kann ich Prolaktin im Speichel testen?

Für die medizinische Abklärung einer Hyperprolaktinämie wird Prolaktin im Blut bestimmt. Ein Speicheltest ist dafür nicht verfügbar.

 

Kann eine Hyperprolaktinämie die Knochen beeinträchtigen?

Bei dauerhaft deutlich erhöhtem Prolaktin können Sexualhormone absinken. Ein länger anhaltender Estradiolmangel kann die Knochengesundheit beeinträchtigen.

 


Welche Sprechstunde passt zu dir?

Hormonkurzsprechstunde für Frauen

Geeignet, wenn du eine erste kurze Einschätzung möchtest, welche hormonellen Faktoren bei Zyklusveränderungen oder Beschwerden eine Rolle spielen könnten.

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Hormonsprechstunde und Regulationsanalyse

Geeignet, wenn mehrere Beschwerden gemeinsam auftreten, zum Beispiel:

  • unregelmäßige Periode,

  • Kinderwunsch,

  • Libidoverlust,

  • Erschöpfung,

  • Schilddrüsenprobleme,

  • auffälliger Prolaktinwert nach ärztlicher Abklärung.

 

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Intensivsprechstunde mit BICOM Body Check Advanced

Geeignet bei länger bestehenden oder komplexen Beschwerden, wenn du nach der medizinischen Abklärung eine ausführlichere komplementärmedizinische Betrachtung wünschst.

 

Intensivsprechstunde mit BICOM Body Check Advanced und Bioresonanz buchen

 

Die Bioresonanz gehört zu den komplementärmedizinischen Verfahren. Ihre Wirksamkeit ist wissenschaftlich nicht allgemein anerkannt. Sie ersetzt keine ärztliche Diagnostik oder Behandlung.

 


Du möchtest deine hormonellen Beschwerden besser verstehen?

Wenn dein Prolaktin erhöht ist, deine Periode unregelmäßig wird oder sich dein Kinderwunsch bisher nicht erfüllt hat, reicht eine pauschale Empfehlung meist nicht aus.

 

Entscheidend ist, den auffälligen Wert gemeinsam mit Zyklus, Schilddrüse, Medikamenten, Stressachse und weiteren Hormonen einzuordnen.

 

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Deine nächsten Schritte bei erhöhtem Prolaktin & Zyklusstörungen:

 

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Heike Votteler · Heilpraktikerin
Privatpraxis für ganzheitliche Frauenheilkunde und Hormonregulation
Oy-Mittelberg bei Kempten im Allgäu

 

Schwerpunkte: hormonelle Dysbalancen, Zyklusbeschwerden, Kinderwunsch, Progesteron, Estradiol, Schilddrüse, Stressachse, Stoffwechsel, Naturheilkunde und Bioresonanz.

 


 

 

 

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Veröffentlichung

Sa, 01. August 2026

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