Praxis für Bioresonanz und ganzheitliche Frauenheilkunde
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BlogBeitrag: Faszien und Hormone oder Hormone und Faszien

Wie hormonelle Veränderungen den Bewegungsapparat beeinflussen können

Rückenschmerzen, hartnäckige Verspannungen, Gelenkbeschwerden oder wiederkehrende Schmerzen im Bereich des Iliosakralgelenks - kurz ISG - werden häufig rein orthopädisch betrachtet.

 

Das ist wichtig. Vor allem neu auftretende, starke oder anhaltende Schmerzen sollten immer ärztlich abgeklärt werden.

Doch nicht immer lässt sich eine eindeutige Ursache finden. Manche Beschwerden treten immer wieder auf oder verstärken sich in bestimmten Lebensphasen. Dann kann es sinnvoll sein, den Blick zu erweitern.

 

Denn unser Bewegungsapparat arbeitet nicht isoliert. Muskeln, Faszien, Gelenke, Nervensystem, Stressregulation und Hormone beeinflussen sich gegenseitig.

 


Faszien und Hormone: Zwei Schwerpunkte, die zusammengehören

In meiner Praxis in Oy-Mittelberg im Allgäu verbinde ich zwei Schwerpunkte, die auf den ersten Blick sehr unterschiedlich erscheinen:

 

  • ganzheitliche Frauenheilkunde und hormonelle Regulation

  • manuelle Therapie, craniosacrale Osteopathie und Faszienarbeit

 

Viele Patientinnen kommen zunächst wegen hormoneller Beschwerden in meine Praxis. Andere wünschen sich Unterstützung bei Rückenschmerzen, Nackenverspannungen, Hüftbeschwerden oder funktionellen Bewegungseinschränkungen.

 

Häufig zeigt sich im Gespräch: Die Beschwerden treten nicht einzeln auf.

 

Rückenschmerzen verstärken sich möglicherweise in stressreichen Phasen. ISG-Beschwerden treten immer wieder rund um hormonelle Umbruchzeiten auf. Muskelverspannungen nehmen zu, obwohl sich im Alltag scheinbar wenig verändert hat.

Dann lohnt es sich, nicht nur das schmerzende Körpergebiet zu betrachten.

 

→ Mehr über meine manuelle Therapie, craniosacrale Osteopathie und Faszienarbeit erfahren

 


Was sind Faszien?

Faszien sind ein körperweites Netzwerk aus Bindegewebe. Sie umhüllen Muskeln, Sehnen, Gelenke und Organe, verbinden unterschiedliche Strukturen miteinander und tragen zur Stabilität und Beweglichkeit des Körpers bei.

 

Lange Zeit wurden Faszien vor allem als passives Hüll- und Füllgewebe betrachtet. Heute wissen wir, dass sie deutlich komplexer sind.

 

Faszien enthalten zahlreiche Nervenendigungen und stehen in enger Verbindung mit dem Nervensystem. Sie reagieren auf Bewegung, Belastung, Schonhaltungen, Verletzungen und anhaltenden Stress.

 

Auch hormonelle Veränderungen können das Bindegewebe und den Bewegungsapparat beeinflussen.

 


Stress, Cortisol und fasziale Spannung

Stress betrifft nicht nur unsere Gedanken. Er zeigt sich häufig auch körperlich.

 

Bei akutem oder anhaltendem Stress verändert sich die Regulation des autonomen Nervensystems. Viele Menschen reagieren mit einem erhöhten Muskeltonus, einer flacheren Atmung oder unbewussten Schonhaltungen.

 

Typische Beschwerden sind:

 

  • verspannter Nacken und Schultergürtel

  • Rückenschmerzen im Bereich der Brust- oder Lendenwirbelsäule

  • Spannungskopfschmerzen

  • Kieferbeschwerden

  • ziehende oder diffuse Muskelschmerzen

  • eingeschränkte Beweglichkeit

  • wiederkehrende ISG-Beschwerden

 

Cortisol gehört zu den wichtigsten Hormonen der Stressregulation. Eine anhaltende Belastung kann die fein abgestimmte Regulation von Stresssystem, Schlaf, Stoffwechsel und Nervensystem beeinträchtigen.

 

Das bedeutet nicht, dass Cortisol allein Rückenschmerzen verursacht. Aber Stress kann Beschwerden verstärken und dazu beitragen, dass sich Spannungsmuster im Körper verfestigen.

 

Wenn Rückenschmerzen, Schlafprobleme, innere Unruhe und Erschöpfung gleichzeitig auftreten, lohnt sich deshalb häufig ein ganzheitlicher Blick.

 

→ Mehr über meine Hormonsprechstunde & Regulationsanalyse im Allgäu erfahren

 


Hormonelle Umbruchphasen können den Bewegungsapparat beeinflussen

Nicht nur Stress, sondern auch hormonelle Veränderungen können sich auf Muskeln, Bindegewebe und Gelenke auswirken.

Im Laufe des Lebens gibt es mehrere Phasen, in denen sich das hormonelle Gleichgewicht verändert:

 

  • Pubertät

  • Menstruationszyklus

  • Schwangerschaft und Zeit nach der Geburt

  • Perimenopause und Wechseljahre

  • hormonelle Veränderungen bei Männern mit zunehmendem Alter

 

Gerade Frauen berichten in der Perimenopause und in den Wechseljahren häufiger über neu auftretende oder zunehmende Beschwerden am Bewegungsapparat.

 

Dazu gehören unter anderem:

 

  • Rückenschmerzen

  • Gelenkschmerzen

  • Morgensteifigkeit

  • Hüftbeschwerden

  • Muskelverspannungen

  • Sehnenbeschwerden

  • nachlassende Kraft

  • Schmerzen im Bereich des ISG

  • eine geringere Belastbarkeit nach sportlicher Aktivität

 

Nicht jede dieser Beschwerden ist hormonell bedingt. Häufig wirken mehrere Faktoren zusammen: hormonelle Veränderungen, Schlafmangel, Stress, fehlende Regeneration, Bewegungsmangel, einseitige Belastungen oder eine veränderte Muskelkraft.

 

Wenn du speziell wissen möchtest, warum Rückenschmerzen, Verspannungen und ISG-Beschwerden in den Wechseljahren häufiger auftreten können, findest du hier meinen vertiefenden Beitrag:

 

→ Faszien und Hormone in den Wechseljahren: Warum Rückenschmerzen, Verspannungen und ISG-Beschwerden zunehmen können

 


Rückenschmerzen und ISG-Beschwerden ganzheitlich betrachten

Das Iliosakralgelenk verbindet das Kreuzbein mit dem Becken. Schmerzen in diesem Bereich werden häufig als tief sitzende Beschwerden im unteren Rücken oder im Gesäß wahrgenommen.

 

Manchmal ziehen sie in die Hüfte oder in den Oberschenkel. Häufig fühlen sich Betroffene morgens steif oder nach längerem Sitzen unbeweglich. Auch einseitige Beschwerden sind möglich.

 

ISG-Schmerzen können unterschiedliche Ursachen haben, zum Beispiel:

 

  • Fehl- oder Überbelastung

  • muskuläre Dysbalancen

  • mangelnde Stabilität

  • fasziale Spannungsmuster

  • Schonhaltungen

  • Veränderungen nach Schwangerschaft und Geburt

  • Verletzungen oder frühere Traumata

  • Stress und eine dauerhaft erhöhte körperliche Anspannung

 

Hormonelle Veränderungen sind nicht automatisch die Ursache. Sie können jedoch ein zusätzlicher Baustein sein, wenn Beschwerden in bestimmten Lebensphasen verstärkt auftreten.

 


Welche Hormone spielen eine Rolle?

Estradiol und Bindegewebe

Estradiol beeinflusst nicht nur den weiblichen Zyklus. Es spielt auch eine Rolle für Knochen, Muskeln und das Bindegewebe.

In der Perimenopause schwanken die Estradiolwerte zunächst stark. Später sinken sie zunehmend ab. Diese Veränderungen können sich auf die Belastbarkeit des Bewegungsapparates auswirken.

 

Ein sinkender Estradiolspiegel kann unter anderem mit Veränderungen des Kollagenstoffwechsels, einer abnehmenden Muskelmasse und einer höheren Anfälligkeit für Gelenk- und Sehnenbeschwerden verbunden sein.

 

 

Progesteron und Regulation

Progesteron wird häufig nur mit Kinderwunsch oder Schwangerschaft in Verbindung gebracht. Tatsächlich ist es auch Teil eines komplexen hormonellen Regulationssystems.

 

In der Perimenopause sinkt Progesteron häufig früher ab als Estradiol, weil Eisprünge unregelmäßiger werden oder ausbleiben.

 

Ein niedriger Progesteronspiegel verursacht nicht automatisch Rückenschmerzen. Er kann jedoch gemeinsam mit Stress, Schlafproblemen und einer veränderten Schmerzwahrnehmung dazu beitragen, dass sich Frauen weniger belastbar und schlechter regeneriert fühlen.

 

 

Testosteron und Muskelkraft

Testosteron ist nicht nur für Männer wichtig. Auch Frauen benötigen es in einer deutlich niedrigeren Konzentration.

Es trägt zur Muskelmasse, Muskelkraft und körperlichen Belastbarkeit bei. Nimmt die Muskelkraft ab, kann dies Auswirkungen auf Stabilität, Haltung und Bewegungsmuster haben.

 

Gerade bei wiederkehrenden Rücken-, Hüft- oder ISG-Beschwerden ist eine gut funktionierende Muskulatur wichtig.

 

 

Cortisol und Stressregulation

Cortisol hilft dem Körper, auf Belastungen zu reagieren. Problematisch wird es, wenn Stress dauerhaft anhält und Regeneration kaum noch stattfindet.

 

Schlafprobleme, Erschöpfung, Reizbarkeit und eine erhöhte körperliche Anspannung können sich gegenseitig verstärken.

Deshalb betrachte ich bei hartnäckigen Beschwerden nicht nur das einzelne Gelenk oder den schmerzenden Muskel, sondern auch die Stressregulation und das Nervensystem.

 


Weitere Faktoren, die Faszien und Hormone beeinflussen können

Beschwerden entstehen selten durch einen einzelnen Auslöser. Häufig kommen mehrere Belastungen zusammen:

 

  • akuter oder anhaltender Stress

  • Schlafmangel und fehlende Regeneration

  • Bewegungsmangel oder einseitige Belastungen

  • Nährstoffmängel

  • Stoffwechselveränderungen

  • Schilddrüsenthemen

  • Darmbeschwerden

  • hormonelle Umbruchphasen

  • Verletzungen, Operationen oder frühere Traumata

  • Schwangerschaft und Geburt

  • Medikamente

  • Alkohol und Nikotin

 

Die entscheidende Frage lautet deshalb nicht nur: Wo tut es weh?

 

Sondern auch: Welche Faktoren tragen dazu bei, dass sich der Körper nicht ausreichend regulieren kann?

 


Die Balance entscheidet

Faszien, Muskeln, Gelenke und Hormone lassen sich nicht vollständig voneinander trennen.

 

Ein schmerzendes ISG kann durch eine Fehlbelastung entstehen. Eine verspannte Lendenwirbelsäule kann mit langem Sitzen zusammenhängen. Gelenkschmerzen in den Wechseljahren können unterschiedliche Ursachen haben.

 

Doch wenn Beschwerden immer wieder auftreten, sollte nicht nur lokal behandelt werden.

 

Ein ganzheitlicher Ansatz berücksichtigt:

 

  • den Bewegungsapparat

  • fasziale Spannungsmuster

  • Muskelkraft und Stabilität

  • hormonelle Veränderungen

  • Stress und Nervensystem

  • Schlaf und Regeneration

  • Stoffwechsel und Nährstoffversorgung

  • deine individuelle Vorgeschichte

 


Welcher Termin passt zu deinen Beschwerden?

Du möchtest deine Beschwerden strukturiert einordnen lassen?

 

Wenn körperliche Beschwerden im Vordergrund stehen

Bei Rückenschmerzen, Nackenverspannungen, faszialen Spannungen oder funktionellen Bewegungseinschränkungen ist ein Termin für manuelle Therapie passend.

→ Termin für manuelle Therapie, Faszienarbeit und craniosacrale Osteopathie online buchen

 

 

Wenn hormonelle Veränderungen eine Rolle spielen könnten

Wenn zusätzlich Wechseljahresbeschwerden, Zyklusveränderungen, Schlafprobleme, Erschöpfung oder Stresssymptome bestehen, ist die Hormonsprechstunde & Regulationsanalyse der richtige Einstieg.

 

→ Mehr über die Hormonsprechstunde & Regulationsanalyse im Allgäu erfahren

 

 

Wenn mehrere Beschwerden gleichzeitig bestehen

Bei langjährigen, komplexen oder wiederkehrenden Beschwerden kann eine ausführlichere Betrachtung sinnvoll sein.

 

→ Mehr über die Intensivsprechstunde & Regulationsanalyse erfahren

 

 


Heike Votteler · Heilpraktikerin

Ganzheitliche Frauenheilkunde, hormonelle Regulation und Faszientherapie im Allgäu
Praxis in Oy-Mittelberg

 

Schwerpunkte: hormonelle Dysbalancen, Wechseljahre, Stressregulation, Rückenschmerzen, ISG-Beschwerden, Verspannungen, manuelle Therapie, craniosacrale Osteopathie und Faszienarbeit.

 

 

→ Termin in der Heilpraxis Heike Votteler in Oy-Mittelberg online buchen

 

 


Hinweis: Der Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Diagnostik oder Behandlung. Neu auftretende, starke, anhaltende oder ausstrahlende Schmerzen sowie Lähmungserscheinungen, Taubheitsgefühle oder Störungen der Blasen- und Darmfunktion sollten zeitnah ärztlich abgeklärt werden.

 

 

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