Praxis für Bioresonanz und ganzheitliche Frauenheilkunde
 
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Plötzlich hoher Blutdruck bei Frauen: Hormone, Stress und Gefäßregulation

Dein Blutdruck war jahrelang normal oder sogar eher niedrig.

 

Und plötzlich misst du Werte, die du von dir überhaupt nicht kennst.

 

Vielleicht treten gleichzeitig Beschwerden auf wie:

 

  • Druck im Kopf oder Nacken

  • Ohrensausen

  • Herzklopfen

  • Schwindel

  • innere Unruhe

  • schlechter Schlaf

  • plötzlich deutlich höhere Blutdruckwerte

 

Manchmal sind die Werte am nächsten Tag wieder normal.

 

Dann steigen sie erneut.

 

Gerade Frauen in der Perimenopause berichten mir immer wieder über solche Veränderungen.

 

Wichtig ist jedoch:

Neu auftretender oder wiederholt erhöhter Blutdruck sollte immer medizinisch abgeklärt werden.

 

Hormone können eine Rolle spielen, sind aber nicht die einzige mögliche Ursache.

 

 

Blutdruck ist keine feste Größe

Der Blutdruck verändert sich ständig.

 

Er wird unter anderem beeinflusst durch:

 

  • körperliche Aktivität

  • Stress und Emotionen

  • Nervensystem

  • Schlaf

  • Hormone

  • Gefäßspannung

  • Flüssigkeits- und Salzhaushalt

  • Nierenfunktion

  • Medikamente

  • Stoffwechsel

 

Deshalb ist ein einzelner hoher Messwert noch keine Diagnose.

 

Entscheidend ist, wie sich der Blutdruck über mehrere Messungen und über den Tagesverlauf verhält.

 

 

Warum der Blutdruck in den Wechseljahren steigen kann

Mit zunehmendem Alter steigt das Risiko für Bluthochdruck grundsätzlich.

 

Bei Frauen fällt dieser Anstieg häufig in die Zeit rund um die Menopause.

 

Dabei spielen mehrere Faktoren zusammen.

 

Estradiol beeinflusst unter anderem:

 

  • Gefäßweite

  • Gefäßinnenwand

  • Stickstoffmonoxid

  • sympathisches Nervensystem

  • Salz- und Flüssigkeitsregulation

  • Renin-Angiotensin-Aldosteron-System

 

Wenn sich die Östrogenwirkung während der Perimenopause verändert und später deutlich abnimmt, können sich deshalb auch Gefäßreaktionen und Blutdruckregulation verändern.

 

Aber:

 

Es ist nicht einfach "zu wenig Estradiol gleich hoher Blutdruck".

 

Alter, Gewicht, Muskelmasse, Insulinresistenz, Schlaf, Stress, Nierenfunktion und genetische Faktoren spielen ebenfalls eine wichtige Rolle.

 

 

Progesteron und Blutdruck

Auch Progesteron steht mit verschiedenen Regulationsprozessen in Verbindung.

 

In der Perimenopause wird Progesteron durch unregelmäßigere Eisprünge häufig früher verändert als Estradiol.

Viele Frauen leiden ab Mitte 35 unter einem Progesteronmangel.

 

Aus meiner Praxiserfahrung berichten einige Frauen in dieser Phase gleichzeitig über:

 

  • innere Unruhe

  • schlechteren Schlaf

  • Herzklopfen

  • stärkere Stressreaktionen

  • Blutdruckschwankungen

 

Ich würde daraus jedoch nicht ableiten:

 

"Progesteron schützt den Blutdruck und sein Mangel verursacht Hochdruck."

 

So eindeutig ist der Zusammenhang nicht.

 

Sinnvoller ist es, Progesteron als einen möglichen Teil des hormonellen Gesamtbildes zu betrachten.

 

Mehr dazu findest du unter Progesteronmangel und hormonelle Dysbalancen.

 

 

Nervensystem, Stress und Blutdruckspitzen

Das vegetative Nervensystem beeinflusst Herzfrequenz und Gefäßspannung.

 

Bei Stress werden unter anderem Adrenalin und Noradrenalin ausgeschüttet.

 

Dadurch können:

 

  • Herzfrequenz steigen

  • Gefäße reagieren

  • Blutdruckwerte kurzfristig ansteigen

 

Viele Frauen bemerken solche Spitzen besonders:

 

  • bei emotionalem Stress

  • am Abend

  • nach schlechten Nächten

  • nach starkem Kaffee

  • in Phasen innerer Unruhe

 

Das bedeutet aber nicht, dass jeder schwankende Blutdruck lediglich "Stress" ist.

 

Gerade wiederholte hohe Werte müssen ernst genommen werden.

 

Mehr dazu findest du unter Innere Unruhe in den Wechseljahren und Cortisol-Speicheltest: Stresshormon im Tagesverlauf messen.

 

 

Warum auch die Niere wichtig ist

Die Nieren spielen eine zentrale Rolle in der Blutdruckregulation.

 

Sie beeinflussen:

 

  • Flüssigkeitshaushalt

  • Natriumausscheidung

  • Renin

  • Angiotensin

  • Aldosteron

  • langfristige Blutdruckregulation

 

Deshalb gehört bei neuem oder schwer erklärbarem Bluthochdruck auch die Nierenfunktion in die medizinische Abklärung.

 

Besonders wenn gleichzeitig Wassereinlagerungen, Veränderungen der Urinmenge oder auffällige Nierenwerte bestehen, sollte dieser Bereich genauer untersucht werden.

 

Hier kannst Du Dir meine Nieren Laborcheck downloaden - für deinen nächsten Arzttermin.

 

 

Schilddrüse und Blutdruck

Auch Schilddrüsenerkrankungen können Blutdruck und Herzfrequenz beeinflussen.

 

Sowohl eine Überfunktion als auch eine Unterfunktion können mit Veränderungen des Kreislaufs einhergehen.

 

Bei gleichzeitig:

 

  • Herzklopfen

  • Gewichtsveränderungen

  • starkem Schwitzen

  • Kältegefühl

  • Zittern

  • ausgeprägter Müdigkeit

 

lohnt sich deshalb auch ein Blick auf die Schilddrüse.

 

Mehr dazu findest du unter Schilddrüsenunterfunktion bei Frauen.

 

 

Blutdruck richtig zuhause messen

Gerade bei schwankenden Werten ist eine saubere Selbstmessung wichtig.

 

Vor der Messung solltest du einige Minuten ruhig sitzen.

 

Dann:

 

  • Arm entspannt auflegen

  • passende Oberarmmanschette verwenden

  • nicht direkt nach Sport messen

  • nicht unmittelbar nach Kaffee oder Nikotin messen

  • mehrere Messungen an verschiedenen Tagen durchführen

 

Für Heimmessungen gelten andere Grenzwerte als für einzelne Praxismessungen.

 

Deshalb sollte nicht aus einem einzigen Wert vorschnell auf eine Hypertonie geschlossen werden.

 

Bei stark schwankenden Werten kann eine 24-Stunden-Blutdruckmessung besonders hilfreich sein.

 

 

Warum eine Langzeitmessung sinnvoll sein kann

Eine 24-Stunden-Messung zeigt nicht nur einen einzelnen Moment.

 

Sie kann sichtbar machen:

 

  • durchschnittliche Tageswerte

  • nächtlichen Blutdruck

  • morgendlichen Blutdruckanstieg

  • Blutdruckspitzen

  • Verhältnis zwischen Tag und Nacht

 

Gerade bei Beschwerden, die nur phasenweise auftreten, liefert sie häufig mehr Informationen als eine Einzelmessung.

 

Eine unauffällige Langzeitmessung bedeutet allerdings nicht automatisch, dass Beschwerden durch eine hormonelle Regulationsstörung verursacht werden.

 

Das gesamte Beschwerdebild bleibt entscheidend.

 

 

Medikamente sind nicht der Gegner

Blutdrucksenker behandeln nicht "nur eine Zahl".

 

Dauerhaft erhöhter Blutdruck erhöht das Risiko für:

 

  • Schlaganfall

  • Herzinfarkt

  • Herzschwäche

  • Nierenschäden

  • Gefäßschäden

 

Wenn eine medikamentöse Behandlung notwendig ist, sollte sie deshalb nicht gegen eine ganzheitliche Betrachtung ausgespielt werden.

 

Beides kann zusammengehören:

 

Blutdruck sicher kontrollieren und gleichzeitig nach beeinflussbaren Ursachen und Begleitfaktoren suchen.

 

 

Was bei plötzlich verändertem Blutdruck untersucht werden kann

Je nach Situation können relevant sein:

 

  • wiederholte Blutdruckmessungen

  • 24-Stunden-Blutdruckmessung

  • Herz-Kreislauf-Diagnostik

  • Nierenwerte

  • Elektrolyte

  • Schilddrüse

  • Blutzucker und Insulin

  • Medikamente

  • Schlaf und Schlafapnoe

  • hormonelle Situation

  • Stressbelastung

 

Gerade bei Frauen in der Perimenopause lohnt sich aus meiner Sicht zusätzlich die Frage:

 

Welche Veränderungen haben gleichzeitig mit den Blutdruckproblemen begonnen?

 

Zum Beispiel:

 

  • Zyklusveränderungen

  • Hitzewallungen

  • Schlafstörungen

  • Gewichtszunahme

  • innere Unruhe

  • Wassereinlagerungen

  • Herzklopfen

 

 

Ganzheitliche Betrachtung in meiner Praxis

In meiner Privatpraxis betrachte ich schwankenden oder neu veränderten Blutdruck nicht isoliert.

 

Je nach Beschwerdebild können mit berücksichtigt werden:

 

  • Progesteron und Estradiol

  • Wechseljahresphase

  • Cortisol und Stressregulation

  • Nervensystem

  • Schilddrüse

  • Insulin und Stoffwechsel

  • Schlaf

  • Flüssigkeitsregulation

  • bestehende Laborbefunde und ärztliche Diagnostik

 

Aus meiner Praxiserfahrung treten gerade in hormonellen Umstellungsphasen häufig mehrere Veränderungen gleichzeitig auf.

 

Mehr über meine Vorgehensweise findest du unter Hormonsprechstunde und Regulationsanalyse.

 

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Wann du sofort medizinische Hilfe brauchst

Bluthochdruck kann ein ernstes Warnsignal sein.

 

Sofort medizinische Hilfe beziehungsweise 112 bei sehr hohen Blutdruckwerten zusammen mit Beschwerden wie:

 

  • Brustschmerzen

  • Atemnot

  • neurologischen Ausfällen

  • Sprachstörungen

  • Lähmungen

  • starken Sehstörungen

  • Bewusstseinsveränderungen

  • plötzlich extrem starken Kopfschmerzen

 

Auch wiederholt deutlich erhöhte Werte ohne solche Symptome sollten zeitnah ärztlich abgeklärt werden.

 

 

Fazit

Plötzlich höhere oder stark schwankende Blutdruckwerte können gerade in der Perimenopause erstmals auftreten.

 

Hormonelle Veränderungen können dabei eine Rolle spielen.

 

Aber Blutdruckregulation ist komplex.

 

Estradiol und Progesteron, Nervensystem, Stress, Nieren, Schilddrüse, Schlaf und Stoffwechsel können zusammenwirken.

 

Deshalb sollte nicht nur gefragt werden:

 

"Wie hoch ist der Blutdruck?"

 

Sondern auch:

 

"Warum hat sich deine Blutdruckregulation plötzlich verändert?"

 

 

Heike Votteler, Heilpraktikerin

Ganzheitliche Frauenheilkunde und Hormone

Oy-Mittelberg/Allgäu