Praxis für Bioresonanz und ganzheitliche Frauenheilkunde
  • Link zur Seite versenden
  • Ansicht zum Drucken öffnen
 

Osteoporose & Hormone in den Wechseljahren

Die Osteoporose verläuft in der Regel symptomlos! Du spürst es nicht. Meist wird ein Knochendichteverlust nur durch Zufall diagnostiziert. Vorsorgeuntersuchungen hierzu finden eher selten statt.

 

Osteoporose verläuft anfangs meist symptomlos

Eine Osteopenie oder Osteoporose Erkrankung verläuft in den ersten Jahren symptomlos. Vielleicht spürst Du unerklärliche Rückenschmerzen oder ein Schwächegefühl im Rückenbereich, was aber fast nie mit einem Knochendichteverlust in Verbindung gebracht wird, sondern eher mit alltäglichen Überlastungen, Bewegungsmangel oder nach einer Sportverletzung auftreten kann.

 

Zufallsbefunde entstehen häufig durch einen Knochenbruch. Die Diagnose wird anhand weiterer Untersuchungen gestellt. Eine wichtige Untersuchung ist die sogenannte DXA-Knochendichtemessung.

 

Eine Osteoporose Diagnose wird in vielen Fällen erst gestellt, wenn die Erkrankung schon weiter fortgeschritten ist.

Ein leichter Sturz kann dann schnell zu einem Knochenbruch führen.

 

Gerade deshalb ist es sinnvoll, das persönliche Osteoporose- und Frakturrisiko frühzeitig im Blick zu behalten. Dabei zählt nicht nur die Knochendichte. Auch Alter, Wechseljahre, vorausgegangene Knochenbrüche, bestimmte Erkrankungen und Medikamente, Untergewicht, Rauchen und weitere Risikofaktoren spielen eine Rolle.

 

Bei einem entsprechenden Risiko können neben der Knochendichtemessung auch Anamnese, Laboruntersuchungen und gegebenenfalls weitere Untersuchungen sinnvoll sein.

 

Unser Skelettsystem

Unser Knochenskelett ist kein starres Gerüst, das uns aufrecht hält. Knochen sind kleine Wunderwerke zwischen Biegsamkeit und Halt.

 

Nach unserer Geburt sind die Knochen noch weich. Die Knochen bestehen zu dieser Zeit zu einem größeren Anteil aus Knorpelgewebe. Im Laufe des Wachstums werden sie zunehmend verknöchert und härter, stabiler, länger und dicker.

 

Die Knochenstabilität

Die Knochenstabilität hängt von Deiner Bewegung und Ernährung ab, sowie von vielen anderen Faktoren wie Umwelt, Erkrankungen, Medikamente und hormonelle Veränderungen.

 

Deine Knochen reagieren auf Belastung. Bewegung und mechanische Belastung können den Knochenaufbau unterstützen. Bei zu wenig Bewegung kann dagegen Knochenmasse verloren gehen.

 

Spazierengehen ist sinnvoll - für den Knochen besonders wichtig sind aber zusätzlich Krafttraining, muskelkräftigende Übungen und gewichttragende Bewegung.

 

Bewege Dich regelmäßig für Deine gesunden und starken Knochen.

 

Deine Knochen sind auch für die Blutbildung und für die Bildung von Immunzellen wichtig. Deine Knochen speichern zudem viele Mineralstoffe, vor allem Kalzium.

 

Eine ausreichende Versorgung mit Kalzium, Vitamin D, Eiweiß und weiteren Nährstoffen ist deshalb für den Knochenstoffwechsel wichtig.

 

Frauen erkranken häufiger an Osteopenie und Osteoporose

Die Sexualhormone und besonders die Estrogene stehen bei Frauen in enger Verbindung mit dem Knochenstoffwechsel.

Wir Frauen erleben in unserem Leben immer wieder hormonelle Veränderungen, zum Beispiel während Schwangerschaft und Stillzeit sowie vor, während und nach den Wechseljahren.

 

Besonders bedeutsam für die Knochengesundheit ist der Rückgang der Estrogene rund um die Menopause.

 

Studien zeigen außerdem, dass verschiedene Faktoren mit einem höheren Osteoporoserisiko verbunden sein können, darunter höheres Lebensalter, niedriges Körpergewicht, Rauchen, Bewegungsmangel, familiäre Belastung, bestimmte Erkrankungen und Medikamente sowie eine unzureichende Versorgung mit wichtigen Nährstoffen.

 

Die maximale Knochenmasse wird meist bereits im jungen Erwachsenenalter erreicht. Danach beginnt ein langsamer natürlicher Knochenabbau.

 

Rund um die Menopause kann sich dieser Knochenverlust deutlich beschleunigen.

 

Gerade die Jahre rund um die Menopause sind deshalb für die Knochengesundheit besonders wichtig. Wenn die Estradiolspiegel deutlich absinken, nimmt die knochenschützende Wirkung der Estrogene ab. Dadurch kann sich der Knochenumbau zugunsten des Knochenabbaus verschieben.

 

Wie stark dieser Prozess ausgeprägt ist, unterscheidet sich von Frau zu Frau. Neben den Hormonen spielen unter anderem Ausgangsknochendichte, genetische Faktoren, Bewegung, Muskelmasse, Ernährung, Vitamin-D und Kalziumversorgung, Körpergewicht, Rauchen, Alkohol, Erkrankungen und Medikamente eine Rolle.

 

Was passiert hormonell in der Perimenopause?

 

Die Osteoklasten und die Osteoblasten

Zwei wichtige Zelltypen sind an unserem Knochenaufbau und Knochenabbau beteiligt: Osteoklasten und Osteoblasten.

 

Die Osteoklasten bauen alte Knochensubstanz ab. Die Osteoblasten bilden neue Knochensubstanz.

 

Ein Gleichgewicht dieser beiden Zelltypen ist wichtig für ein gesundes Skelettsystem.

 

Die Osteoblasten benötigen für die Knochenneubildung unter anderem eine ausreichende Versorgung mit Eiweiß, Mineralstoffen und weiteren Nährstoffen.

 

 

Was haben die Hormone mit dem Knochenabbau zu tun?

Hormone haben einen erheblichen Einfluss auf unseren Knochenstoffwechsel.

Besonders gut untersucht ist die Wirkung der Estrogene.

 

Estrogene hemmen unter anderem die Aktivität der Osteoklasten und bremsen damit den Abbau von Knochenmasse.

Wir brauchen aber auch die Osteoblasten, die Knochenaufbauer, damit sich neue Knochensubstanz bilden kann.

 

Auch Progesteron wird im Zusammenhang mit dem Knochenstoffwechsel diskutiert und kann Prozesse der Knochenneubildung beeinflussen. Die wesentlich besser belegte hormonelle Verbindung zur Osteoporose ist jedoch der Rückgang der Estrogene, insbesondere des Estradiols, rund um und nach der Menopause.

 

Knochenschwund, sei es die leichtere Form - Osteopenie - oder die ausgeprägte Osteoporose, stellt besonders nach der Menopause ein zunehmendes Risiko dar.

 

Sinkt der Estrogenspiegel deutlich ab, wird die Aktivität der Osteoklasten weniger stark gebremst. Dadurch kann der Knochenabbau zunehmen.

 

Ein Progesteronmangel kann Teil der hormonellen Veränderungen der Perimenopause sein. Welche eigenständige Bedeutung Progesteron für das Osteoporoserisiko hat, ist wissenschaftlich jedoch weniger eindeutig geklärt als die Bedeutung des Estradiolmangels.

 

Hormonmangel

Ein Progesteronmangel kann bei vielen Frauen bereits ab dem 40. Lebensjahr häufiger auftreten.

Es kommt zunehmend zu sogenannten anovulatorischen Zyklen - also Zyklen ohne Eisprung. Ohne Eisprung wird deutlich weniger Progesteron gebildet.

 

So kann es bereits in der Perimenopause zu einer Verschiebung zwischen Progesteron und Estradiol kommen.

 

Der Begriff Östrogendominanz beschreibt dabei ein relatives Ungleichgewicht zwischen Estrogenwirkung und Progesteron.

Das Estradiol kann in der Perimenopause noch stark schwanken und zeitweise normal oder auch erhöht sein.

 

Ein deutlicher Estradiolmangel entwickelt sich häufig erst im weiteren Verlauf der Wechseljahre beziehungsweise nach der Menopause.

 

Für die Knochen wird insbesondere dieser zunehmende Estradiolmangel relevant: Estrogene bremsen normalerweise die Knochenresorption. Fällt diese Schutzwirkung weg, kann der Knochenumbau deutlich beschleunigt werden.

 

Progesteronmangel in der Perimenopause

 

Östrogendominanz: Was bedeutet der Begriff eigentlich?

 

 

MERKE:
Estradiol spielt eine zentrale Rolle beim Schutz des Knochens, indem es unter anderem die Aktivität der Osteoklasten und damit den Knochenabbau begrenzt. Auch Progesteron steht mit dem Knochenstoffwechsel und der Knochenneubildung in Verbindung - die wissenschaftliche Evidenz für den Schutz vor Osteoporose ist für Estradiol jedoch deutlich stärker.

Fazit: Eine hormonelle Balance und besonders ein ausreichender Estrogeneinfluss spielen für die Knochengesundheit eine wichtige Rolle. Gleichzeitig dürfen andere Risikofaktoren nicht außer Acht gelassen werden.

 

Osteoporose hat nicht nur mit den Wechseljahren zu tun

Ein Estradiolmangel nach der Menopause ist ein wichtiger Risikofaktor - aber nicht die einzige mögliche Ursache.

 

Auch andere Erkrankungen und Faktoren können den Knochenstoffwechsel beeinflussen, zum Beispiel:

 

  • Schilddrüsenüberfunktion oder eine zu hohe Schilddrüsenhormondosis

  • Erkrankungen der Nebenschilddrüse

  • Vitamin-D-Mangel

  • Untergewicht und Mangelernährung

  • chronische Darmerkrankungen oder Zöliakie

  • bestimmte Medikamente wie eine längerfristige Cortisontherapie

  • eingeschränkte Nierenfunktion

  • Bewegungsmangel

  • Verlust von Muskelmasse

 

Deshalb sollte bei einer neu diagnostizierten Osteoporose nicht nur die Knochendichte betrachtet werden. Auch die Suche nach möglichen Ursachen gehört zur Abklärung.

 

Darmgesundheit und Nährstoffaufnahme

 

 

Auch die Niere spielt für gesunde Knochen eine wichtige Rolle

Knochen, Nieren und Hormone sind eng miteinander verbunden.

 

Die Nieren regulieren unter anderem den Kalzium- und Phosphathaushalt und sind daran beteiligt, Vitamin D in seine aktive Form umzuwandeln.

 

Damit beeinflussen sie auch wichtige Voraussetzungen für einen gesunden Knochenstoffwechsel.

 

Sinkt die Nierenfunktion deutlich ab, können sich unter anderem Kalzium, Phosphat, aktives Vitamin D und Parathormon verändern.

 

Dadurch kann der normale Knochenumbau gestört werden.

 

Bei chronischen Nierenerkrankungen kann es zu einer sogenannten CKD-MBD kommen - einer Störung des Mineral- und Knochenstoffwechsels bei chronischer Nierenerkrankung.

 

Deshalb gehört bei der Abklärung einer Osteoporose auch die Nierenfunktion mit in den Blick.

 

Bei einer eingeschränkten Nierenfunktion können je nach Befund weitere Untersuchungen des Mineral-, Vitamin-D- und Parathormonstoffwechsels notwendig sein.

 

Du möchtest Deine Nierenwerte besser verstehen?
Mit meinem kostenlosen WissenPlus Nieren-Laborcheck: Welche Nierenwerte wirklich wichtig sind bekommst Du eine kompakte Übersicht über wichtige Blut- und Urinwerte rund um die Nierenfunktion.

 

 

Darauf solltest Du achten

  • Achte auf eine ausreichende Versorgung mit Vitamin D und Kalzium. Vitamin D unterstützt unter anderem die Aufnahme von Kalzium aus dem Darm.

  • Auch Vitamin K ist am Knochenstoffwechsel beteiligt. Ob und in welcher Dosierung eine zusätzliche Vitamin-K2-Supplementierung sinnvoll ist, sollte individuell betrachtet werden.

  • Achte auf eine ausreichende Eiweißzufuhr. Knochen bestehen nicht nur aus Mineralstoffen. Auch ihre Proteinmatrix ist für die Stabilität wichtig.

  • Unterstütze Deinen Körper mit einer ausgewogenen Ernährung und einer guten Versorgung mit Omega-3-Fettsäuren.

  • Ernähre Dich abwechslungsreich mit viel Gemüse, hochwertigen Eiweißquellen und ausreichend Mineralstoffen.

  • Bewege Dich regelmäßig. Besonders wichtig sind Krafttraining, muskelkräftigende Übungen, Balance und gewichttragende Bewegung.

  • Rauchen und ein hoher Alkoholkonsum können das Osteoporose- und Frakturrisiko erhöhen.

 

 

Meine Empfehlung für Dich

Bei Dir wurde bereits eine Osteopenie oder Osteoporose diagnostiziert?

 

Dann sollte zunächst geklärt werden, welche Risikofaktoren und möglichen Ursachen bei Dir eine Rolle spielen.

 

Auch die Versorgung mit Vitamin D, Kalzium, Magnesium und weiteren Nährstoffen kann dabei überprüft werden.

Ich empfehle in meiner Praxis je nach individueller Situation unterschiedliche Mikronährstoffpräparate. Gerne berate ich Dich bei einem persönlichen Gespräch dazu.

 

Du bist schon Ü40 und bemerkst Veränderungen Deines Zyklus oder Beschwerden der Perimenopause?

Dann kann es sinnvoll sein, Deine hormonelle Situation genauer anzuschauen.

 

Dabei ist die Anamnese entscheidend. Eine Hormondiagnostik kann - abhängig von Deiner individuellen Situation - ein zusätzlicher Baustein sein.

 

Mehr über meine Hormonsprechstunde erfahren

 

 

Vorbeugen und frühes Erkennen sind wichtig.

 

Osteoporose ist behandelbar. Je früher ein erhöhtes Risiko erkannt wird, desto gezielter können Knochenabbau und Frakturrisiko beeinflusst werden.

 

Wenn Du Deine Knochengesundheit und mögliche hormonelle Zusammenhänge genauer abklären möchtest, kannst Du gerne einen Termin vereinbaren.

 

Termine online buchen

 

 

Heike Votteler, Heilpraktikerin

Ganzheitliche Frauenheilkunde und Hormone

Oy-Mittelberg/Allgäu

 

 

Komm doch nächstes Mal zur Knochendichte Messung in meine Praxis.

Ich informiere Dich gerne.

Trage Dich in meinen Newsletter ein, dann bekommst Du die Info zur Knochendichtemessung per Mail.

 

 

 

 

 

 

 

 

Weitere Informationen

Bild zur Meldung

Weitere Meldungen


Kommentar schreiben

Formular ausfüllen und mitdiskutieren

Mit * markierte Felder müssen ausgefüllt werden.

Sicherheitsfrage*
 ______     _____     ______   _    _   
|      \\  |  ___||  /_____// | || | || 
|  --  //  | ||__    `____ `  | || | || 
|  --  \\  | ||__    /___//   | \\_/ || 
|______//  |_____||  `__ `     \____//  
`------`   `-----`   /_//       `---`   
                     `-`                
refresh

Kommentare (0)