Praxis für Bioresonanz und ganzheitliche Frauenheilkunde
 
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Progesteroncreme oder Progesteronkapseln - Wirkung, Unterschiede und Nebenwirkungen

 

Progesteroncreme oder Progesteronkapseln - was ist besser?

 

Diese Frage lässt sich nicht pauschal beantworten. Beide enthalten möglicherweise bioidentisches Progesteron, werden aber unterschiedlich aufgenommen, verarbeitet und eingesetzt.

 

Eine Creme ist deshalb nicht einfach die „sanftere Form“ einer Kapsel. Ebenso kann eine Kapsel nicht allein anhand der angegebenen Milligrammzahl mit einer Creme verglichen werden.

 

Entscheidend sind:

 

  • die Art der Anwendung

  • die aufgenommene Hormonmenge

  • der Stoffwechselweg

  • die individuelle Verträglichkeit

  • das therapeutische Ziel

  • die gesamte hormonelle Situation

 

Progesteron sollte außerdem nie isoliert betrachtet werden. Estradiol, Cortisol, Schilddrüse, Darm, Leber, Blutzucker und Nervensystem beeinflussen, wie eine Frau auf eine Hormonbehandlung reagiert.

 

Wie die wichtigsten Hormone zusammenwirken, erfährst du in meiner Hormonübersicht.

 

 

 


Was ist bioidentisches Progesteron?

Bioidentisches Progesteron besitzt dieselbe molekulare Struktur wie das Progesteron, das der weibliche Körper vor allem nach dem Eisprung im Gelbkörper bildet.

 

Progesteron ist unter anderem beteiligt an:

 

  • der Regulation der zweiten Zyklushälfte

  • der Vorbereitung der Gebärmutterschleimhaut

  • Schwangerschaft und Kinderwunsch

  • Schlaf und innerer Ruhe

  • dem Zusammenspiel mit den Östrogenen

  • der Regulation des Nervensystems

 

„Bioidentisch“ beschreibt zunächst nur die Struktur des Hormons. Es sagt noch nichts darüber aus, ob das Progesteron als Creme, Kapsel, grobstofflicher Hormonersatz oder als feinstofflicher Regulationsimpuls eingesetzt wird.

 

Lese meinen Beitrag über Bioidentische Hormone. 

 

 

 


Progesteronkapseln: Aufnahme über den Verdauungstrakt

Progesteronkapseln enthalten mikronisiertes Progesteron. Durch die Mikronisierung werden die Progesteronteilchen verkleinert, damit der Wirkstoff besser aufgenommen werden kann.

 

Bei der oralen Einnahme gelangt das Progesteron zunächst über den Darm zur Leber. Dort wird ein Teil des Hormons bereits beim ersten Durchgang umgewandelt. Dieser Vorgang wird als First-Pass-Stoffwechsel bezeichnet.

 

Dabei entstehen unter anderem Progesteronmetaboliten wie Allopregnanolon und Pregnanolon. 

Diese können auf GABA-Rezeptoren im Gehirn wirken und beruhigende oder schlaffördernde Effekte auslösen. 

 

Bei manchen Frauen führt das jedoch auch zu Müdigkeit, Benommenheit oder Schwindel. Die Fachinformationen zu oralem mikronisiertem Progesteron nennen Schläfrigkeit und Schwindel als mögliche unerwünschte Wirkungen und empfehlen deshalb häufig die Einnahme am Abend. 

 

 


Mögliche Erfahrungen mit Progesteronkapseln

Frauen berichten unter anderem über:

  • besseren Schlaf und mehr innere Ruhe

  • Müdigkeit oder Benommenheit

  • Schwindel

  • Brustspannen

  • Veränderungen der Blutung

  • Völlegefühl oder Verdauungsbeschwerden

  • Wassereinlagerungen

  • das Gefühl, aufgeschwemmt zu sein

  • Veränderungen von Appetit oder Gewicht

 

Ob solche Beschwerden tatsächlich vom Progesteron, von der Dosierung, vom Einnahmeweg oder vom Zusammenspiel mit Estradiol und Stoffwechsel ausgehen, muss individuell beurteilt werden.

 

 

 


Progesteroncreme: Aufnahme über die Haut

Bei einer Progesteroncreme wird das Hormon auf die Haut aufgetragen und soll von dort durch die Hautschichten aufgenommen werden.

 

Damit umgeht die Aufnahme zunächst den Verdauungstrakt. Das bedeutet jedoch nicht automatisch, dass die Wirkung besser vorhersehbar oder grundsätzlich schwächer ist.

 

Die Aufnahme über die Haut kann von verschiedenen Faktoren beeinflusst werden:

 

  • Zusammensetzung der Creme

  • Progesteronkonzentration

  • aufgetragene Menge

  • Hautbeschaffenheit

  • Auftragungsstelle

  • Durchblutung

  • Häufigkeit der Anwendung

  • individuelle Unterschiede der Hautaufnahme

 

Untersuchungen zu transdermalen Progesteroncremes zeigen, dass Progesteron grundsätzlich über die Haut aufgenommen werden kann, die gemessenen Konzentrationen jedoch zwischen einzelnen Frauen deutlich schwanken können.

 

 


Mögliche Erfahrungen mit Progesteroncreme

Auch bei einer Creme können Frauen unterschiedliche Veränderungen wahrnehmen:

 

  • Müdigkeit oder innere Ruhe

  • Brustspannen

  • veränderte Blutungen

  • Kopfschmerzen

  • Hautreaktionen an der Auftragungsstelle

  • Akne oder unreine Haut

  • Wassereinlagerungen

  • Stimmungsschwankungen

  • Veränderungen von Schlaf oder Zyklus

 

Eine Creme wirkt nicht automatisch nur lokal. Wird Progesteron über die Haut aufgenommen, kann es auch systemisch im Körper wirken.

 

 

 


Progesteroncreme und Progesteronkapseln sind nicht direkt vergleichbar

Ein häufiger Fehler ist, nur die Milligrammangaben miteinander zu vergleichen.

Beispielsweise bedeuten 100 Milligramm in einer Kapsel nicht automatisch dasselbe wie eine bestimmte Menge Progesteron in einer Creme.

 

Der Grund:

 

  • Die Kapsel wird über Darm und Leber verarbeitet.

  • Die Creme wird über die Haut aufgenommen.

  • Die Bioverfügbarkeit unterscheidet sich.

  • Bei oraler Einnahme entstehen andere Mengen bestimmter Metaboliten.

  • Die Aufnahme einer Creme kann individuell stärker schwanken.

  • Auch Zeitpunkt und Dauer der Anwendung unterscheiden sich.

 

Ein Wechsel von Kapseln auf Creme oder umgekehrt ist daher nicht nur ein Austausch der Darreichungsform.

 

 

 


Warum machen Progesteronkapseln häufiger müde?

Bei oral eingenommenem Progesteron entstehen durch den Leberstoffwechsel neuroaktive Metaboliten. Dazu gehört Allopregnanolon, das die Wirkung des beruhigenden Botenstoffsystems GABA beeinflusst.

 

Das kann erwünscht sein, wenn eine Frau unter innerer Unruhe oder Schlafproblemen leidet.

 

Bei anderen Frauen entstehen jedoch:

 

  • starke Müdigkeit

  • Benommenheit am Morgen

  • Schwindel

  • Konzentrationsprobleme

  • ein „vernebeltes“ Gefühl

 

Diese Reaktion bedeutet nicht automatisch, dass Progesteron grundsätzlich ungeeignet ist. Sie kann jedoch ein Hinweis darauf sein, dass Anwendungsform, Menge, Zeitpunkt oder das gesamte hormonelle Konzept überprüft werden sollten. 

 

 

 


Können Progesteroncreme oder Progesteronkapseln zu Wassereinlagerungen führen?

Viele Frauen erwarten, dass Progesteron grundsätzlich entwässernd wirkt. Tatsächlich ist die Reaktion komplexer.

 

Wenn eine Frau nach Beginn oder Veränderung einer Progesteronbehandlung plötzlich aufgeschwemmt wirkt, können unterschiedliche Faktoren beteiligt sein:

 

  • Verhältnis von Progesteron zu Estradiol

  • gleichzeitig verwendetes Östrogen

  • individuelle Reaktion auf die Hormonmenge

  • veränderter Appetit

  • Schlafmangel und Cortisol

  • Blutzucker- und Insulinregulation

  • Schilddrüsenfunktion

  • Leber- und Darmstoffwechsel

  • Flüssigkeits- und Salzhaushalt

 

Wassereinlagerungen sind deshalb nicht automatisch ein Beweis für „zu viel Progesteron“. Sie sollten immer im hormonellen und stoffwechselbezogenen Gesamtbild betrachtet werden.

 

Mehr dazu findest du in meinem Beitrag Gynokadin, Famenita und Gewichtszunahme: Können bioidentische Hormone das Gewicht beeinflussen?.

 

 


Kann Progesteron das Gewicht beeinflussen?

Progesteron ist kein klassisches „Dickmacher-Hormon“. Dennoch können Frauen nach Beginn einer Progesteronbehandlung eine Veränderung ihres Gewichts bemerken.

 

Mögliche Erklärungen sind:

 

  • vorübergehende Wassereinlagerungen

  • veränderter Appetit

  • Müdigkeit und weniger Bewegung

  • gleichzeitige Östrogenbehandlung

  • Blutzuckerschwankungen

  • Schlaf- und Stressveränderungen

  • bereits bestehende Stoffwechselprobleme

 

Umgekehrt kann auch ein Progesteronmangel mit PMS, Schlafstörungen, Wassereinlagerungen und einer relativen Östrogendominanz verbunden sein.

 

Die entscheidende Frage lautet deshalb nicht nur:

„Macht Progesteron dick?“

 

Sondern:

„Warum verändert sich mein Gewicht gerade jetzt – und welche hormonellen und stoffwechselbezogenen Faktoren wirken zusammen?“

 

 

 


Progesteroncreme bei Akne und unreiner Haut

Auch Hautveränderungen können nach Beginn einer Progesteroncreme auftreten.

 

Mögliche Zusammenhänge sind:

 

  • individuelle Empfindlichkeit gegenüber Progesteron

  • Veränderung des Verhältnisses zu Estradiol

  • Einfluss auf Androgene

  • DHEA- oder Testosteronstoffwechsel

  • verwendete Grundlage der Creme

  • Hautreaktion auf Hilfsstoffe

  • bereits bestehende PCOS- oder Insulinproblematik

 

Akne nach einer Progesteroncreme bedeutet daher nicht automatisch, dass das Hormon „schlecht“ ist. Sie zeigt jedoch, dass die Behandlung und das gesamte hormonelle Muster neu eingeordnet werden sollten.

 

 

 


Creme oder Kapsel – welche Form ist besser?

Es gibt keine Anwendungsform, die für jede Frau grundsätzlich besser ist.

 

Progesteronkapseln können infrage kommen, wenn:

  • eine definierte grobstoffliche Hormonmenge eingesetzt werden soll

  • eine systemische Hormonersatztherapie vorgesehen ist

  • der beruhigende Effekt am Abend erwünscht ist

  • die orale Einnahme gut vertragen wird

 

Eine Progesteroncreme kann infrage kommen, wenn:

  • eine Anwendung über die Haut vorgesehen ist

  • der Verdauungstrakt umgangen werden soll

  • die individuelle transdermale Anwendung Teil des Behandlungskonzeptes ist

  • die Zusammensetzung und Konzentration klar bekannt sind

 

Diese Punkte sind keine Empfehlung für eine bestimmte Anwendung. Sie zeigen lediglich, dass beide Formen unterschiedlichen therapeutischen Konzepten folgen.


Grobstoffliche Progesterontherapie ist Hormonersatz

Progesteronkapseln und progesteronhaltige Cremes werden in einer messbaren, grobstofflichen Hormonmenge eingesetzt.

Das therapeutische Prinzip lautet dabei:

 

Progesteron wird von außen zugeführt, um eine fehlende oder nicht ausreichende Hormonwirkung zu ersetzen.

 

Die äußere Hormonzufuhr wirkt außerdem über die hormonellen Rückkopplungsmechanismen auf die körpereigene Steuerung ein. Wie stark sich dies auf die eigene Hormonproduktion auswirkt, hängt unter anderem von Lebensphase, Eisprung, Präparat, Menge und Anwendungsdauer ab.

 

Diese Form der Behandlung ist deshalb von meiner bioidentischen Hormonregulationstherapie klar zu unterscheiden.

 

 

 


Mein Ansatz: Bioidentische Progesteronregulation in D4

In meiner Praxis arbeite ich mit bioidentischen Hormonen in der Potenz D4.

 

Dabei steht nicht der grobstoffliche Ersatz einer bestimmten Progesteronmenge im Vordergrund. Progesteron D4 wird als feinstofflicher Regulationsimpuls eingesetzt.

 

Das Ziel meiner Behandlung ist, die körpereigene hormonelle Regulation zu unterstützen und gleichzeitig die Bereiche einzubeziehen, die das Hormonsystem beeinflussen:

 

  • Estradiol und Estriol

  • Cortisol und DHEA

  • Schilddrüse

  • Blutzucker und Insulin

  • Leber und Galle

  • Darm

  • Nervensystem und Schlaf

  • Mikronährstoffe

 

 

Mehr über diesen Unterschied erfährst du auf meiner Seite Bioidentische Hormone und Hormonregulation.

 

 

 


Warum ein einzelner Progesteronwert nicht genügt

Ein Laborwert kann wichtige Hinweise geben. Er erklärt aber nicht automatisch:

 

  • wie regelmäßig ein Eisprung stattfindet

  • wie Progesteron im Verhältnis zu Estradiol steht

  • wie empfindlich die Rezeptoren reagieren

  • welche Rolle Cortisol und Stress spielen

  • ob die Schilddrüse beteiligt ist

  • wie Leber und Darm Hormone verarbeiten

  • warum Gewicht, Haut oder Stimmung reagieren

 

Je nach Fragestellung kann ein Hormonspeicheltest zur Einordnung der hormonellen Situation eingesetzt werden.

Die Ergebnisse werden immer zusammen mit Zyklusphase, Beschwerden, bisherigen Hormonbehandlungen und weiteren Befunden betrachtet.

 

 

 


Wann solltest du deine Progesteronbehandlung überprüfen lassen?

Eine erneute Einordnung kann sinnvoll sein, wenn du nach Beginn oder Veränderung der Anwendung bemerkst:

 

  • starke Müdigkeit oder Benommenheit

  • deutliche Wassereinlagerungen

  • schnelle Gewichtszunahme

  • neue oder verstärkte Blutungen

  • Brustspannen

  • Kopfschmerzen

  • Akne oder Haarausfall

  • stärkere Stimmungsschwankungen

  • keine erkennbare Verbesserung deiner Beschwerden

 

Setze verordnete Medikamente nicht eigenständig ab und verändere die Anwendung nicht ohne Rücksprache mit der verordnenden Stelle.

 

In meiner Hormonsprechstunde kann ich deine Beschwerden, vorhandenen Befunde und das hormonelle Gesamtbild naturheilkundlich einordnen.

 

 

 


Progesteron ganzheitlich betrachten

Die entscheidende Frage ist nicht nur, ob Progesteron als Creme oder Kapsel angewendet wird.

 

Wichtiger ist:

 

  • Warum wird Progesteron eingesetzt?

  • Besteht tatsächlich ein Regulationsproblem?

  • Welche anderen Hormone sind beteiligt?

  • Wie reagieren Schlaf, Gewicht, Haut und Stimmung?

  • Welche Rolle spielen Schilddrüse, Cortisol und Stoffwechsel?

  • Wird ein Hormon ersetzt oder die körpereigene Regulation unterstützt?

 

In meiner Hormonsprechstunde und Regulationsanalyse betrachte ich diese Zusammenhänge gemeinsam mit dir.

 

Progesteron und Hormone einordnen lassen

Klicke im Terminbuchungstool auf die gewünschte Leistung. Dort findest du Informationen zu Dauer und aktuellem Preis.


 

Heike Votteler · Heilpraktikerin
Privatpraxis für ganzheitliche Frauenheilkunde und bioidentische Hormonregulation
Oy-Mittelberg bei Kempten im Allgäu

 

 


 

Häufige Fragen

Ist Progesteroncreme schwächer als eine Progesteronkapsel?

Das lässt sich nicht allein anhand der Milligrammzahl beurteilen. Beide Anwendungsformen werden unterschiedlich aufgenommen und verarbeitet. Auch Konzentration, Grundlage der Creme und individuelle Hautaufnahme spielen eine Rolle.

Warum wird Progesteron häufig abends eingenommen?

Orales Progesteron kann durch seine Stoffwechselprodukte müde oder schläfrig machen. Deshalb wird es häufig für die abendliche Einnahme vorgesehen. Die konkrete Anwendung richtet sich nach der jeweiligen Verordnung. (Medicines.org.uk)

Kann Progesteroncreme ebenfalls müde machen?

Ja. Auch über die Haut aufgenommenes Progesteron kann systemisch wirken. Wie stark eine Frau darauf reagiert, ist individuell unterschiedlich.

Kann ich Kapseln einfach durch eine Creme ersetzen?

Nein. Kapseln und Cremes unterscheiden sich hinsichtlich Aufnahme, Verarbeitung und Bioverfügbarkeit. Sie sind nicht milligrammgenau gegeneinander austauschbar.

Was unterscheidet Progesteron D4 von Creme oder Kapseln?

Creme und Kapseln führen Progesteron grobstofflich zu. In meiner Hormonregulationstherapie wird Progesteron D4 dagegen als feinstofflicher Regulationsimpuls eingesetzt. Es handelt sich daher um unterschiedliche therapeutische Ansätze.

 


 

Fotoserien

Heilpraxis Heike Votteler in Oy-Mittelberg (DI, 07. Juli 2026)

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