PMS ab 35: Ursachen, Symptome & Hilfe | Oy-Mittelberg
Das prämenstruelle Syndrom (PMS) betrifft viele Frauen im gebärfähigen Alter – mit einer Vielzahl an körperlichen und emotionalen Symptomen. Doch viele Frauen berichten, dass sich ihre PMS-Beschwerden mit zunehmendem Alter, insbesondere nach dem 35. Lebensjahr, verschlechtern. Warum ist das so? In diesem Beitrag beleuchten wir die biologischen, hormonellen und psychologischen Ursachen hinter dieser Entwicklung – und was Frauen dagegen tun können.
Was ist PMS überhaupt?
PMS steht für „prämenstruelles Syndrom“ und bezeichnet eine Gruppe von Symptomen, die 1 bis 2 Wochen vor Beginn der Menstruation auftreten und mit dem Einsetzen der Periode wieder verschwinden.
Häufige Symptome:
Stimmungsschwankungen, Reizbarkeit
Brustspannen
Heißhunger
Kopfschmerzen
Müdigkeit
Schlafstörungen
Blähungen, Wassereinlagerungen
Konzentrationsstörungen
Die Intensität kann individuell stark variieren – von leichten Unannehmlichkeiten bis hin zu stark beeinträchtigenden Beschwerden.
Warum PMS nach dem 35. Lebensjahr schlimmer wird
1. Hormonelle Veränderungen in der Perimenopause
Bereits ab Mitte 30 beginnt die sogenannte Perimenopause, also die Übergangszeit zur Menopause. In dieser Phase verändern sich die Hormonspiegel schrittweise.
Was passiert dabei?
Progesteron sinkt zuerst: Dieses „Beruhigungshormon“ wird nach dem Eisprung vom Gelbkörper gebildet. Mit zunehmendem Alter nimmt die Qualität des Eisprungs ab – und somit auch die Progesteronproduktion.
Östrogen dominiert: Wenn Progesteron abnimmt, ohne dass Östrogen im gleichen Maß sinkt, entsteht ein hormonelles Ungleichgewicht: Östrogendominanz. Diese verstärkt PMS-Symptome.
Unregelmäßige Zyklen: Der Zyklus wird weniger stabil, was zu unvorhersehbareren und heftigeren PMS-Episoden führen kann.
2. Stress und Lebensbelastungen
Frauen über 35 stehen oft unter erhöhtem psychischem und emotionalem Druck:
Karriereverantwortung
Familienorganisation (Kinder, Pflege von Angehörigen)
Finanzielle Verpflichtungen
Weniger Zeit für Regeneration
Stress erhöht das Cortisol-Level, was wiederum den Hormonhaushalt beeinflusst und PMS-Symptome verstärken kann – insbesondere Stimmungsschwankungen, Schlafstörungen und Reizbarkeit.
3. Schlechtere Entgiftungsfunktion der Leber
Die Leber baut überschüssige Hormone – vor allem Östrogen – ab. Mit dem Alter kann die Leberfunktion durch Lebensstil, Umweltgifte oder Medikamente beeinträchtigt sein.
Weniger effiziente Östrogenverarbeitung
Stärkere Symptome durch Östrogenüberschuss
Zunehmende Empfindlichkeit gegenüber hormonellen Schwankungen
4. Ernährungsverhalten und Nährstoffmangel
Im Laufe der Jahre können sich Nährstoffmängel einschleichen, die PMS verschlimmern:
Magnesium: wirkt entspannend, senkt Krämpfe und Reizbarkeit
Vitamin B6: unterstützt die Neurotransmitterproduktion (Serotonin, Dopamin)
Omega-3-Fettsäuren: wirken entzündungshemmend und stabilisieren die Stimmung
Zink: reguliert den Hormonhaushalt
Ein unausgewogener Lebensstil – z. B. viel Zucker, Alkohol, Kaffee und wenig frische Lebensmittel – verschärft PMS-Symptome deutlich.
Welche Rolle spielt die Psyche?
Mit zunehmendem Alter entwickeln viele Frauen ein größeres Bewusstsein für ihren Körper und ihre Bedürfnisse – was positiv ist. Gleichzeitig kann eine höhere emotionale Sensibilität oder „innere Erschöpfung“ dazu führen, dass PMS subjektiv als stärker erlebt wird.
Verstärkte Selbstwahrnehmung: Symptome fallen eher auf
Geringere Belastbarkeit: PMS wird als störender empfunden
Kombination mit anderen Beschwerden: z. B. Schilddrüsenprobleme oder Depressionen
PMS ist nach 35 kein Zufall, sondern hormonell erklärbar
Zusammengefasst:
Der natürliche Alterungsprozess verändert den Hormonhaushalt.
Progesteronmangel und Östrogendominanz sind zentrale Auslöser.
Stress, Ernährung und Lebensstil spielen eine wesentliche Rolle.
PMS kann intensiver wahrgenommen werden – sowohl körperlich als auch emotional.
Was kannst du tun?
Hier einige Tipps, um PMS ab 35 besser in den Griff zu bekommen:
🟢 Hormonstatus checken lassen – im Speichel (insbesondere Progesteron, Östrogen, Schilddrüse) analysieren lassen.
🥦 Nährstoffreich ernähren – besonders auf B-Vitamine, Magnesium und Omega-3 achten.
🧘♀️ Stressmanagement – Yoga, Meditation, Achtsamkeit und ausreichend Schlaf fördern das hormonelle Gleichgewicht.
🚫 Kaffee, Alkohol und Zucker reduzieren – diese Stoffe können PMS verschlimmern.
⚖️ Zyklusbewusstsein stärken – führe ein Tagebuch, um Muster zu erkennen und gezielt gegenzusteuern.
🌿 Natürliche Hilfe – Mönchspfeffer, Frauenmanteltee oder bioidentische Hormone können unterstützend wirken (bitte mit Hormon Therapeutin absprechen).
Bioidentische Hormone können bei Progesteronmangel helfen, der nach dem 35. Lebensjahr häufig auftritt.
PMS nach dem 35. Lebensjahr ist kein Schicksal, dem du machtlos ausgeliefert bist. Mit dem richtigen Wissen, Achtsamkeit und gezielten Maßnahmen kannst du deinen Körper dabei unterstützen, wieder ins Gleichgewicht zu finden. Es lohnt sich – für deine Lebensqualität, dein Wohlbefinden und deine innere Stärke.
In meiner Praxis für ganzheitliche Frauenheilkunde in Oy-Mittelberg, Allgäu, zwischen Kempten, Nesselwang, Immenstadt und Pfronten, begleite ich Frauen auf ihrem Weg zu mehr hormoneller Balance.
Wenn du regelmäßig solche Gesundheitsinfos lesen möchtest, abonniere unseren Newsletter oder folge uns auf Instagram! 💌✨
Leidest du unter stärkeren PMS-Beschwerden ab 35?
Lass uns gemeinsam herausfinden, ob ein Hormonungleichgewicht oder Progesteronmangel dahintersteckt – und wie wir mit Naturheilkunde, bioidentischen Hormonen und gezielten Maßnahmen wieder Balance schaffen.
📞 Vereinbare jetzt einen Termin in meiner Praxis in Oy-Mittelberg. Telefon: 08366-9885450
Deine Heilpraktikerin
Heike Votteler
Kommentar schreiben
Formular ausfüllen und mitdiskutieren
Mit * markierte Felder müssen ausgefüllt werden.


