Was tun bei Hitzewallungen?
Wenn dein Körper plötzlich in Flammen steht – und wie du dir selbst helfen kannst
Hitzewallungen gehören zu den häufigsten und unangenehmsten Beschwerden in den Wechseljahren. Doch was genau steckt dahinter – und was kannst du tun, um die Hitzewellen zu lindern? In diesem Beitrag erfährst du, was gegen Hitzewallungen hilft, welche natürlichen Mittel es gibt und wie du durch kleine Veränderungen im Alltag wieder mehr Wohlbefinden erlangen kannst.
Was sind Hitzewallungen?
Hitzewallungen (engl. hot flashes) sind plötzliche, intensive Wärmegefühle, meist im Gesicht, Hals und Oberkörper. Sie können von Schweißausbrüchen, Herzklopfen und anschließender Frösteligkeit begleitet sein. Besonders häufig treten sie nachts auf – als sogenannte „Nachtschweiß“-Attacken – und rauben vielen Frauen den erholsamen Schlaf.
Warum entstehen Hitzewallungen?
Die Hauptursache liegt im veränderten Hormonhaushalt in der Perimenopause und Menopause. Der Östrogenspiegel sinkt, was das Temperaturzentrum im Gehirn (Hypothalamus) aus dem Gleichgewicht bringt. Bereits kleinste Schwankungen der Körpertemperatur werden dann als „Überhitzung“ interpretiert – die Folge ist eine Überreaktion des Körpers mit plötzlichem Wärmeabfluss und Schwitzen.
Was kannst du gegen Hitzewallungen tun?
🌿 1. Natürliche Unterstützung durch Pflanzenkraft
Salbei: wirkt schweißhemmend und beruhigend – ideal als Tee oder Tropfen.
Rotklee & Traubensilberkerze: enthalten Phytoöstrogene, die hormonähnlich wirken können.
Yamswurzel: kann bei Progesteronmangel unterstützend wirken (besonders in D4 Potenz).
Tipp: Achte auf hochwertige Produkte aus der Apotheke oder naturheilkundlichen Praxis.
🧘 2. Entspannung & Stressreduktion
Chronischer Stress verstärkt Hitzewallungen – über den Umweg des Cortisols, das in den Hormonstoffwechsel eingreift. Regelmäßige Entspannung hilft, das vegetative Nervensystem zu beruhigen:
Atemübungen (4-7-8-Methode)
Yoga oder Qi Gong
Vagusnerv-Aktivierung (z. B. durch Kälte, Summen, Singen)
🍽️ 3. Ernährung anpassen
Bestimmte Lebensmittel und Getränke können Hitzewallungen fördern:
Meide möglichst:
Alkohol und Koffein
stark gewürzte Speisen
Zucker und Weißmehl
Besser:
pflanzenbasierte Ernährung mit viel Gemüse, Hülsenfrüchten und Omega-3-Fettsäuren
regelmäßig essen, um den Blutzucker stabil zu halten
👚 4. Kleidung und Umgebung
Trage atmungsaktive Kleidung aus Baumwolle oder Leinen.
Zwiebellook hilft bei Temperaturschwankungen.
Kühle das Schlafzimmer (max. 18 °C).
Nutze Eispads, Ventilatoren oder ein kaltes Fußbad zwischendurch.
💊 5. Bioidentische Hormontherapie (BHT)
Bei starken Beschwerden kann eine individuell abgestimmte Behandlung mit bioidentischen Hormonen sinnvoll sein – z. B. mit naturidentischem Progesteron oder niedrig dosiertem Estradiol. Diese Therapie sollte immer therapeutisch oder naturheilkundlich begleitet und regelmäßig kontrolliert werden.
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Du musst nicht einfach „da durch“!
Hitzewallungen sind kein Schicksal, das du still ertragen musst. Es gibt viele wirksame Möglichkeiten, deinen Körper sanft zu unterstützen – von Pflanzenkraft über Entspannung bis zur individuellen Hormontherapie. Wichtig ist: Höre auf deinen Körper und hole dir Hilfe, wenn du sie brauchst.
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