Praxis für Bioresonanz und ganzheitliche Frauenheilkunde
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Menstruationsbeschwerden: starke, schwache oder unregelmäßige Blutungen

Menstruationsbeschwerden können Frauen in jeder Lebensphase betreffen.

 

Besonders häufig verändern sich Blutung und Zyklus:

 

  • in der Pubertät

  • nach Schwangerschaften

  • nach dem Absetzen hormoneller Verhütung

  • bei hormonellen Dysbalancen

  • in der Perimenopause

  • bei Erkrankungen der Gebärmutter

 

Wichtig ist zunächst die Unterscheidung:

 

Menstruationsbeschwerden betreffen häufig Blutungsstärke und Blutungsdauer.

 

Zyklusstörungen betreffen dagegen vor allem den zeitlichen Rhythmus und die Zykluslänge.

 

Mehr dazu findest du unter Zyklusstörungen: Wenn der weibliche Zyklus aus dem Rhythmus gerät.

 

 

 

 

Wenn sich die Regelblutung verändert

Eine Veränderung der Menstruation kann sich sehr unterschiedlich zeigen.

 

Zum Beispiel:

 

  • deutlich stärkere Blutung

  • sehr lange Blutung

  • sehr schwache Blutung

  • Zwischenblutungen

  • Blutkoagel

  • starke Schmerzen

  • kürzere oder längere Zyklen

  • Blutungen außerhalb des gewohnten Rhythmus

 

Gerade wenn sich die Blutung plötzlich verändert, sollte nicht automatisch von einer hormonellen Ursache ausgegangen werden.

 

 

Hypermenorrhoe: sehr starke Regelblutung

Als Hypermenorrhoe wird eine ungewöhnlich starke Menstruationsblutung bezeichnet.

 

Typische Hinweise können sein:

 

  • sehr häufiger Wechsel von Binden oder Tampons

  • Durchbluten trotz ausreichendem Schutz

  • nächtliches Wechseln notwendig

  • größere Blutkoagel

  • starke Erschöpfung

  • Kreislaufprobleme

  • Eisenmangel

 

Starke Blutungen können hormonell bedingt sein, aber auch strukturelle Ursachen haben.

 

Mögliche Gründe sind zum Beispiel:

 

  • Myome

  • Polypen

  • Adenomyose

  • Endometriose

  • hormonelle Veränderungen

  • Gerinnungsstörungen

  • bestimmte Medikamente

  • Veränderungen in der Perimenopause

 

Mehr dazu findest du unter Starke Regelblutung und Hypermenorrhoe.

 

 

 

 

Menorrhagie: wenn die Blutung sehr lange anhält

Bei einer Menorrhagie ist die Menstruation ungewöhnlich lang und häufig zusätzlich stark.

 

Wenn Blutungen über viele Tage anhalten oder den Alltag deutlich beeinträchtigen, sollte die Ursache abgeklärt werden.

 

Gerade in der Perimenopause können Blutungen unregelmäßiger, stärker oder länger werden.

 

Trotzdem gilt:

 

Nicht jede starke oder lange Blutung ist einfach "Wechseljahre".

 

Eine gynäkologische Untersuchung ist wichtig.

 

Starke und lange Blutungen - Menorrhagie

 

 

Hypomenorrhoe: sehr schwache Regelblutung

Bei einer Hypomenorrhoe ist die Menstruationsblutung ungewöhnlich schwach oder sehr kurz.

 

Mögliche Ursachen können sein:

 

  • hormonelle Veränderungen

  • sehr dünne Gebärmutterschleimhaut

  • starke Gewichtsabnahme

  • Untergewicht

  • Stress

  • intensive körperliche Belastung

  • hormonelle Verhütung

  • Veränderungen der Eierstockfunktion

 

Aus meiner Praxiserfahrung sehe ich schwächere Blutungen auch bei Frauen, deren Zyklus hormonell weniger stabil geworden ist.

 

Progesteron kann dabei eine Rolle spielen.

 

Ich würde aber nicht schreiben:

 

"Schwache Blutung bedeutet Progesteronmangel."

 

Das wäre zu eindeutig.

 

Mehr dazu findest du unter Progesteronmangel und hormonelle Dysbalancen.

 

Weitere Informationen zu Hypomenorrhoe - schwache Menstruationsblutung

 

 

Metrorrhagie: Blutungen außerhalb des normalen Zyklus

Zwischenblutungen oder Blutungen außerhalb der erwarteten Menstruation werden als Metrorrhagie bezeichnet.

 

Mögliche Ursachen sind unter anderem:

 

  • hormonelle Schwankungen

  • Eisprungblutungen

  • Polypen

  • Myome

  • Veränderungen am Gebärmutterhals

  • Infektionen

  • hormonelle Verhütung

  • Schwangerschaft

  • Veränderungen in der Perimenopause

 

Gerade neu auftretende oder wiederkehrende Zwischenblutungen sollten gynäkologisch abgeklärt werden.

 

Erfahre mehr über Zwischenblutungen - die unerwartet auftreten können

 

 

Menstruationsbeschwerden und Schmerzen

Blutungsveränderungen treten häufig zusammen mit weiteren Beschwerden auf.

 

Dazu können gehören:

 

  • Unterleibsschmerzen

  • Rückenschmerzen

  • Bauchkrämpfe

  • krampfartige Gebärmutterkontraktionen

  • Kopfschmerzen

  • Migräne

  • Durchfall

  • Verstopfung

  • Erschöpfung

 

Starke Regelschmerzen werden als Dysmenorrhoe bezeichnet.

 

Mehr über die Rolle von Prostaglandinen findest du unter Menstruationskrämpfe und Prostaglandine.

 

 

PMS und Beschwerden vor der Menstruation

Wenn Beschwerden vor allem in der zweiten Zyklushälfte auftreten, kann auch PMS eine Rolle spielen.

 

Typische Beschwerden sind:

 

  • Brustspannen

  • Wassereinlagerungen

  • Reizbarkeit

  • Stimmungsschwankungen

  • Kopfschmerzen

  • Heißhunger

  • Schlafprobleme

 

Mehr dazu findest du unter PMS - Prämenstruelles Syndrom.

 

 

Hormonelle Ursachen

Aus meiner Praxiserfahrung spielen bei Menstruationsbeschwerden häufig hormonelle Veränderungen eine Rolle.

 

Relevant können unter anderem sein:

 

  • Progesteron

  • Estradiol

  • Eisprung

  • Schilddrüse

  • Stressregulation

  • Perimenopause

  • PCOS

 

Gerade wenn Eisprünge unregelmäßig werden, kann sich das Zusammenspiel von Progesteron und Estradiol verändern.

 

Das kann sich wiederum auf Blutungsstärke, Blutungsdauer und Zyklus auswirken.

 

Mehr dazu findest du unter Progesteronmangel und Östrogendominanz

 

 

Nach dem Absetzen der Pille

Auch nach dem Absetzen hormoneller Verhütung kann sich der Zyklus zunächst verändern.

 

Manche Frauen erleben:

 

  • stärkere Blutungen

  • unregelmäßige Zyklen

  • Akne

  • PMS

  • Haarausfall

  • Zyklusverzögerungen

 

Mehr dazu findest du unter Pille ganzheitlich verstehen und Post Pill Syndrom: Beschwerden nach dem Absetzen der Pille.

 

 

Ganzheitliche Betrachtung in meiner Praxis

In meiner Privatpraxis betrachte ich Menstruationsbeschwerden nicht nur anhand der Blutungsstärke.

 

Je nach Beschwerdebild können berücksichtigt werden:

 

  • Zyklusverlauf

  • Progesteron und Estradiol

  • Schilddrüse

  • Stress und Cortisol

  • Eisenstatus

  • Mikronährstoffe

  • Stoffwechsel

  • bestehende gynäkologische Befunde

  • Beschwerden wie PMS, Schmerzen oder Migräne

 

Wichtig ist immer die Kombination aus gynäkologischer Abklärung und hormonellem Gesamtbild.

 

Mehr über meine Vorgehensweise findest du unter Hormonsprechstunde und Regulationsanalyse.

 

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Wann eine gynäkologische Abklärung wichtig ist

Eine gynäkologische Abklärung ist besonders wichtig bei:

 

  • plötzlich deutlich stärkeren Blutungen

  • Blutungen nach den Wechseljahren

  • wiederkehrenden Zwischenblutungen

  • sehr langen Blutungen

  • starken Schmerzen

  • Schwindel oder Kreislaufproblemen

  • Verdacht auf Eisenmangel

  • ungewöhnlichem Blutungsverhalten

  • Schwangerschaft oder möglicher Schwangerschaft

Fazit

Menstruationsbeschwerden können viele Ursachen haben.

 

Hormonelle Veränderungen spielen häufig eine Rolle, besonders in Pubertät, nach hormoneller Verhütung und in der Perimenopause.

 

Trotzdem sollte jede deutliche Veränderung der Blutung sorgfältig eingeordnet werden.

 

Entscheidend ist:

 

Wie stark ist die Blutung, wie lange dauert sie und tritt sie im normalen Zyklusrhythmus auf?

 

 

 

Heike Votteler, Heilpraktikerin

Ganzheitliche Frauenheilkunde und bioidentische Hormone

Oy-Mittelberg/Allgäu