Praxis für Bioresonanz und ganzheitliche Frauenheilkunde
 
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Heißhunger auf Süßes: hormonell beeinflusst, nicht einfach mangelnde Disziplin

Du hast eigentlich genug gegessen.

 

Und trotzdem kommt plötzlich dieser starke Drang nach etwas Süßem, Brot, Schokolade oder anderen Kohlenhydraten.

 

Besonders häufig passiert das:

  • am Nachmittag

  • am Abend

  • nach stressigen Tagen

  • bei Schlafmangel

  • rund um hormonelle Veränderungen

 

Viele Frauen glauben dann, ihnen fehle Disziplin.

 

Dabei wird Appetit von zahlreichen körperlichen Signalen beeinflusst.

 

 

Typische Beschwerden bei Heißhunger

Vielleicht erkennst du dich hier wieder:

 

  • plötzlicher starker Drang nach Süßem

  • Heißhunger trotz normaler Mahlzeiten

  • besonders starke Essimpulse am Abend

  • Verlangen nach Brot, Schokolade oder anderen Kohlenhydraten

  • Müdigkeit nach dem Essen

  • Energietiefs zwischen den Mahlzeiten

  • Unruhe oder Gereiztheit bei längerem Essensabstand

  • wiederkehrender Heißhunger trotz Ernährungsumstellung

 

Wenn dieses Muster regelmäßig auftritt, lohnt sich ein Blick auf die Regulation dahinter.

 

 

 

Was bei Heißhunger im Körper passiert

Hunger und Sättigung werden nicht nur bewusst gesteuert.

 

Beteiligt sind unter anderem:

 

  • Blutzucker

  • Insulin

  • Stresshormone

  • Schlaf

  • Nervensystem

  • Leptin und Ghrelin

  • Essgewohnheiten

  • hormonelle Veränderungen

 

Wenn diese Systeme nicht gut zusammenspielen, kann ein stärkerer Essdrang entstehen.

 

Das bedeutet nicht automatisch, dass ein Hormon "falsch" ist.

 

Aber Heißhunger ist häufig mehr als nur eine Frage von Willenskraft.

 

 

 

 

Blutzucker und Heißhunger

Ein wichtiger Faktor ist die Blutzuckerregulation.

 

Nach einer kohlenhydratreichen Mahlzeit steigt der Blutzucker an. Darauf reagiert der Körper mit Insulin.

 

Fällt der Blutzucker anschließend schnell wieder ab, können bei manchen Menschen Beschwerden auftreten wie:

 

  • Heißhunger

  • Müdigkeit

  • Zittrigkeit

  • Konzentrationsprobleme

  • innere Unruhe

 

Das muss nicht zwingend eine echte Unterzuckerung sein.

Auch stärkere Schwankungen können bereits als unangenehm wahrgenommen werden.

 

Gerade bei häufigem Heißhunger, zunehmendem Bauchfett oder Energietiefs lohnt sich deshalb ein Blick auf Insulin und Blutzuckerregulation.

 

 

Warum Nüchternblutzucker allein nicht immer reicht

Viele Frauen haben einen normalen Nüchternblutzucker und glauben deshalb, ihr Stoffwechsel sei automatisch unauffällig.

 

So einfach ist es nicht.

 

Je nach Situation können auch andere Parameter sinnvoll sein, zum Beispiel:

 

  • HbA1c

  • Nüchterninsulin

  • HOMA-Index

  • Triglyceride

  • Verlauf nach Mahlzeiten

 

Welche Werte sinnvoll sind, hängt vom individuellen Beschwerdebild ab.

 

 

 

Stress und Heißhunger

Auch Stress kann Appetit deutlich beeinflussen.

 

Cortisol beeinflusst unter anderem Energieverfügbarkeit, Blutzucker und Hunger.

 

Viele Frauen erleben:

Je stressiger der Tag, desto stärker der Heißhunger am Abend.

 

Dazu kommt oft Schlafmangel.

 

Wer schlecht schläft, reagiert häufig empfindlicher auf Hunger- und Belohnungssignale.

 

Mehr dazu findest du unter Cortisol-Speicheltest: Stresshormon im Tagesverlauf messen.

 

 

Heißhunger in den Wechseljahren

Gerade in der Perimenopause berichten viele Frauen über neue Veränderungen beim Appetit.

 

Dafür können mehrere Faktoren zusammenspielen:

 

  • Veränderungen von Estradiol und Progesteron

  • schlechterer Schlaf

  • veränderte Insulinsensitivität

  • Stress

  • Verlust von Muskelmasse

  • veränderte Körperfettverteilung

  • weniger stabile Energie über den Tag

 

Heißhunger ist deshalb in dieser Phase nicht ungewöhnlich.

 

Aber auch hier gilt:

Nicht jeder Heißhunger ist hormonell verursacht.

 

Mehr dazu findest du unter Gewichtszunahme bei Frauen: hormonelle und körperliche Ursachen.

 

 

Warum reine Ernährungsregeln oft nicht reichen

Viele Frauen kennen dieses Muster:

 

Tagsüber wird stark kontrolliert gegessen.

 

Abends kommt der Heißhunger.

 

Dann entsteht das Gefühl, die Kontrolle verloren zu haben.

 

Am nächsten Tag wird noch strenger gegessen.

 

Dieser Kreislauf kann Heißhunger sogar verstärken.

 

Deshalb reicht es häufig nicht, nur immer neue Verbote aufzustellen.

 

Wichtiger ist die Frage:

Warum wird dein Körper oder dein Gehirn immer wieder so stark auf Essen aufmerksam?

 

 

 

Was du selbst unterstützen kannst

Einige Grundlagen können helfen, den Appetit stabiler zu halten:

 

  • ausreichend Eiweiß zu jeder Hauptmahlzeit

  • ballaststoffreiche Lebensmittel

  • regelmäßige Mahlzeiten, wenn lange Pausen Heißhunger auslösen

  • stark verarbeitete Lebensmittel reduzieren

  • ausreichend Schlaf

  • regelmäßige Bewegung

  • Krafttraining zum Erhalt der Muskelmasse

  • Stressreduktion

  • Alkohol reduzieren

 

Wichtig ist:

Nicht jede Frau braucht dieselbe Ernährungsstrategie.

 

 

Ganzheitlicher Ansatz bei Heißhunger

In meiner Privatpraxis betrachte ich regelmäßigen Heißhunger nicht nur als Ernährungsproblem.

 

Je nach Beschwerdebild können berücksichtigt werden:

 

  • Blutzucker

  • Insulin

  • HOMA-Index- optimaler Wert zur Bestimmung einer Insulinreistenz

  • Cortisol und Stressregulation

  • Progesteron und Estradiol

  • Schilddrüse

  • Schlaf

  • Stoffwechsel

  • Ernährung

  • Gewichtsentwicklung

  • Wechseljahresphase

 

Aus meiner Erfahrung zeigt sich gerade bei Frauen häufig ein Zusammenspiel mehrerer Faktoren.

 

Mehr über meine Vorgehensweise findest du unter Hormonsprechstunde und Regulationsanalyse.

 

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Wann eine Abklärung sinnvoll ist

Eine genauere Abklärung ist sinnvoll, wenn:

 

  • Heißhunger sehr häufig oder täglich auftritt

  • starke Gewichtszunahme hinzukommt

  • du regelmäßig extreme Energietiefs hast

  • Zittern, Schweißausbrüche oder Kreislaufprobleme auftreten

  • Diabetes oder Insulinresistenz bekannt sind

  • dein Essverhalten zunehmend belastend wird

  • du unter wiederkehrenden Essanfällen leidest

 

Bei ausgeprägten Essanfällen oder Kontrollverlust sollte auch eine Essstörung fachlich abgeklärt werden.

 

 

 

Frau steht abends vor geöffnetem Kühlschrank - typischer hormonell gesteuerter Heißhunger ohne echten Hunger

Heißhunger auf Süßes ist nicht automatisch mangelnde Disziplin.

 

Blutzucker, Insulin, Stress, Schlaf, Hormone und Essgewohnheiten können den Appetit beeinflussen.

 

Gerade bei Frauen in hormonellen Umstellungsphasen lohnt sich deshalb häufig ein genauerer Blick auf das Gesamtbild.

 

Die entscheidende Frage ist nicht nur:

"Was esse ich?"

 

Sondern auch:

"Warum fordert mein Körper so häufig schnelle Energie?"

 

 

Heike Votteler, Heilpraktikerin

Ganzheitliche Frauenheilkunde und Hormone

Oy-Mittelberg/Allgäu