Praxis für Bioresonanz und ganzheitliche Frauenheilkunde
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Haarausfall bei Frauen: hormonelle und körperliche Ursachen

Haarausfall ist für viele Frauen sehr belastend.

Gerade im Rahmen hormoneller Beschwerden oder bioidentischer Hormontherapien ist Haarausfall in meiner Praxis ein häufiges Thema.

 

Er kann sowohl im gebärfähigen Alter als auch in der Perimenopause und den Wechseljahren auftreten.

 

Wichtig ist:

Haarausfall hat selten nur eine einzige Ursache.

 

Hormone können eine wichtige Rolle spielen, aber auch Schilddrüse, Eisenversorgung, Stress, Medikamente, Infekte, Ernährung und andere Faktoren sollten mit betrachtet werden.

 

 

Typische Formen von Haarausfall

Frauen beschreiben Haarausfall sehr unterschiedlich.

 

Typische Muster sind:

 

  • deutlich mehr Haare in Bürste oder Dusche

  • diffuser Haarverlust über den gesamten Kopf

  • dünner werdendes Haar am Scheitel

  • zurückgehende Haardichte

  • vermehrter Haarverlust nach Stress oder Infekten

  • gleichzeitig trockene, gereizte oder schmerzende Kopfhaut

 

Manche Frauen leiden weniger unter sichtbarem Haarverlust als unter Schmerzen oder Brennen der Kopfhaut. Dieser Zustand wird als Trichodynie bezeichnet.

 

 

 

Hormonelle Ursachen für Haarausfall

Aus meiner Erfahrung spielen bei Frauen besonders häufig mehrere hormonelle Bereiche zusammen:

 

  • Schilddrüse

  • Estradiol

  • Progesteron

  • Testosteron und Androgene

  • Stressregulation

  • Wechseljahresphase

 

Gerade in hormonellen Umstellungsphasen kann sich das Haarbild deutlich verändern.

 

Mehr dazu findest du unter Wechseljahre und Perimenopause.

 

 

Schilddrüse und Haarausfall

Schilddrüsenerkrankungen können mit vermehrtem Haarverlust einhergehen.

 

Sowohl eine Unterfunktion als auch eine Überfunktion können das Haarwachstum beeinflussen.

 

Mögliche Begleitbeschwerden sind:

 

  • Müdigkeit

  • Kältegefühl

  • Gewichtszunahme oder Gewichtsverlust

  • trockene Haut

  • Veränderungen des Zyklus

  • Konzentrationsprobleme

  • Haarausfall

 

Aus meiner Erfahrung lohnt sich bei Frauen mit Haarausfall deshalb häufig ein genauer Blick auf die Schilddrüse.

 

Die hormonelle Situation der Geschlechtshormone kann gleichzeitig ebenfalls relevant sein.

 

Hormonelle Dysbalancen und Schilddrüsenprobleme können gleichzeitig auftreten und sich in ihren Beschwerden überschneiden.

 

Mehr dazu findest du unter Schilddrüse und weibliche Hormone.

 

 

 

Androgene und androgenetischer Haarausfall

Auch Androgene spielen bei bestimmten Formen von Haarausfall eine Rolle.

 

Testosteron kann im Körper unter anderem zu Dihydrotestosteron, kurz DHT, umgewandelt werden.

DHT hat eine stärkere Wirkung an Androgenrezeptoren als Testosteron.

 

Bei entsprechender genetischer Veranlagung kann eine erhöhte Androgenwirkung dazu beitragen, dass Haarfollikel empfindlicher reagieren und Haare zunehmend dünner werden.

 

Typisch kann sein:

 

  • Ausdünnung am Scheitel

  • zurückgehende Haardichte

  • Akne oder unreine Haut

  • vermehrte Körper- oder Gesichtsbehaarung

  • unregelmäßige Zyklen

 

Gerade bei gleichzeitigem Bartwuchs, Akne oder Zyklusstörungen sollte auch an PCOS /PMOS und erhöhte Androgenwirkung gedacht werden.

 

Mehr dazu findest du unter PCOS / PMOS ganzheitlich betrachten.

 

 

 

 

Diffuser Haarausfall

Diffuser Haarausfall bedeutet, dass Haare über den gesamten Kopf verteilt vermehrt ausfallen.

 

Mögliche Auslöser können sein:

 

  • hormonelle Veränderungen

  • Schilddrüsenstörungen

  • Eisenmangel

  • starke Stressbelastung

  • Infekte

  • Operationen

  • deutlicher Gewichtsverlust

  • Mangelernährung

  • Medikamente

  • Schwangerschaft und Wochenbett

 

Oft tritt der Haarverlust nicht sofort nach einem Auslöser auf, sondern erst Wochen später.

Das hängt mit dem natürlichen Wachstumszyklus der Haare zusammen.

 

 

 

Haarausfall nach hormonellen Veränderungen

Frauen berichten häufig über Haarveränderungen:

 

  • nach dem Absetzen der Pille

  • nach Schwangerschaften

  • in der Perimenopause

  • nach deutlichen Zyklusveränderungen

  • bei PCOS

  • bei starken Stressphasen

 

Auch bestimmte Gestagene oder hormonelle Verhütungsmittel können bei manchen Frauen Haarveränderungen begünstigen.

 

Mehr dazu findest du unter Post Pill Syndrom - Beschwerden nach dem Absetzen der Pille.

 

 

Trichodynie: wenn die Kopfhaut schmerzt

Nicht alle Frauen mit hormonellen Beschwerden leiden unter sichtbarem Haarausfall.

 

Manche berichten über:

 

  • Brennen der Kopfhaut

  • Druckempfindlichkeit

  • Schmerzen an den Haarwurzeln

  • unangenehmes Spannungsgefühl

 

Diese Beschwerden werden häufig als Trichodynie bezeichnet.

 

Die Ursachen sind nicht eindeutig geklärt.

Stress, Nervensystem, Haarzyklus, Entzündungsprozesse und hormonelle Veränderungen können dabei eine Rolle spielen.

 

 

Mikronährstoffe und Haarausfall

Auch Mikronährstoffe sollten bei Haarausfall berücksichtigt werden.

 

Besonders relevant können sein:

  • Eisen

  • Zink

  • Vitamin B12

  • Folsäure

  • Vitamin D

  • Selen

  • Eiweißversorgung

 

Wichtig ist aber:

Mehr ist nicht automatisch besser.

 

Auch Überdosierungen bestimmter Vitamine und Spurenelemente können ungünstig sein.

Deshalb halte ich eine gezielte Diagnostik für sinnvoller als wahllose Nahrungsergänzung.

 

 

Darm, Ernährung und Haarwachstum

Aus meiner Erfahrung lohnt sich bei chronischen Beschwerden auch ein Blick auf Verdauung und Nährstoffaufnahme.

 

Bei länger bestehenden Darmproblemen kann die Versorgung mit bestimmten Nährstoffen beeinträchtigt sein.

 

Je nach Beschwerdebild können deshalb auch Verdauung, Ernährung und Darmgesundheit mit betrachtet werden.

 

Mehr dazu findest du unter Darmflora und Hormone.

 

 

 

Diagnostik bei Haarausfall

Eine ausführliche Anamnese ist entscheidend.

 

Mich interessiert unter anderem:

 

  • Seit wann besteht der Haarausfall?

  • Ist er diffus oder örtlich begrenzt?

  • Gab es vorher Stress, Infekte oder hormonelle Veränderungen?

  • Wie ist der Zyklus?

  • Bestehen Schilddrüsenbeschwerden?

  • Gibt es Akne oder vermehrte Körperbehaarung?

  • Welche Medikamente oder Hormone werden eingenommen?

  • Wie ist die Ernährung?

 

 

Je nach Situation können sinnvoll sein:

 

  • Schilddrüsenwerte

  • Eisenstatus

  • Mikronährstoffe

  • Androgene

  • weitere Hormone

  • gegebenenfalls Hormonspeicheltest

  • weitere medizinische Diagnostik

 

Eine Stuhluntersuchung würde ich nur dann ergänzen, wenn gleichzeitig deutliche Verdauungsbeschwerden oder andere Hinweise bestehen.

 

Darmgesundheit - dein Bauch im Gleichgewicht

 

 

Ganzheitliche Therapie bei Haarausfall

In meiner Privatpraxis betrachte ich Haarausfall nicht nur kosmetisch.

 

Je nach Ursache können unterschiedliche Bereiche berücksichtigt werden:

 

  • hormonelle Regulation

  • Schilddrüse

  • Androgene

  • Mikronährstoffe

  • Stressregulation

  • Ernährung

  • Verdauung

  • bestehende Medikamente

 

Bei hormonellen Dysbalancen kann je nach individueller Situation mit Phytotherapie, anthroposophischen Arzneimitteln, Mikronährstoffen oder bioidentischer Hormonregulation gearbeitet werden.

 

Wichtig ist:

Haare reagieren langsam.

 

Selbst wenn die Ursache erkannt und behandelt wurde, dauert es häufig mehrere Monate, bis sich der Haarzyklus sichtbar verbessert.

 

 

Was du selbst unterstützen kannst

Grundsätzlich sinnvoll sind:

 

  • ausreichend Eiweiß

  • nährstoffreiche Ernährung

  • ausreichende Flüssigkeitszufuhr

  • wenig Nikotin

  • Alkohol reduzieren

  • Schlaf und Regeneration

  • starke Crash-Diäten vermeiden

 

Gerade extreme Diäten können Haarverlust zusätzlich verstärken.

 

 

Wann Haarausfall medizinisch abgeklärt werden sollte

Eine ärztliche oder dermatologische Abklärung ist besonders sinnvoll bei:

 

  • plötzlich sehr starkem Haarverlust

  • kahlen Stellen

  • entzündeter oder schuppender Kopfhaut

  • Narbenbildung

  • starkem Juckreiz

  • zusätzlichen hormonellen Beschwerden

  • deutlichem Gewichtsverlust

  • ausgeprägter Müdigkeit

  • neurologischen oder anderen neuen Beschwerden

 

 

 

Fazit

Haarausfall bei Frauen kann viele Ursachen haben.

 

Hormone spielen häufig eine wichtige Rolle, besonders Schilddrüse, Androgene sowie Veränderungen in Perimenopause und Wechseljahren.

 

Genauso wichtig sind aber Eisenversorgung, Stress, Medikamente, Infekte, Ernährung und individuelle Stoffwechselbedingungen.

 

Entscheidend ist deshalb:

Nicht nur den Haarausfall behandeln, sondern verstehen, warum sich der Haarzyklus verändert hat.

 

Mehr über meine Vorgehensweise findest du unter Hormonsprechstunde und Regulationsanalyse.

 

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Heike Votteler - Heilpraktikerin

Ganzheitliche Frauenheilkunde und Hormone

Oy-Mittelberg/Allgäu