Atmung & Entspannung: 5 Atemübungen für Deine innere Ruhe
Die Kraft der Atmung: Wie Atemübungen Dich zur Ruhe bringen
Warum bewusstes Atmen so wichtig ist
Kennst Du das Gefühl, wenn Dir alles zu viel wird? Wenn Stress, Schlafprobleme oder hormonelle Schwankungen Deinen Alltag bestimmen? In solchen Momenten kann eine bewusste Atmung wahre Wunder bewirken. Unsere Atmung ist ein direkter Zugang zu unserem Nervensystem – und damit auch zu unserer inneren Ruhe.
Besonders Frauen zwischen 30 und 55 Jahren, die unter PMS, Wechseljahresbeschwerden oder Nebennierenschwäche leiden, profitieren von gezielten Atemübungen. Denn diese können helfen, das hormonelle Gleichgewicht zu unterstützen, Stress abzubauen und die Schlafqualität zu verbessern.
Was passiert beim Atmen im Körper?
Unsere Atmung beeinflusst viele Körperfunktionen:
Sie reguliert das autonome Nervensystem
Sie beeinflusst Herzfrequenz und Blutdruck
Sie kann Verspannungen lösen
Sie wirkt sich auf unsere Emotionen aus
Wenn wir flach und hektisch atmen, signalisiert das dem Körper Stress. Tiefe, bewusste Atemzüge hingegen aktivieren den Parasympathikus – unseren "Ruhe-Nerv" – und fördern Entspannung.
Atemübungen für mehr Gelassenheit
Hier stelle ich Dir einige einfache, aber effektive Atemtechniken vor, die Du jederzeit in Deinen Alltag integrieren kannst:
1. Die 4-7-8-Atmung
Diese Technik hilft besonders beim Einschlafen oder in Stressmomenten.
So geht's:
Atme 4 Sekunden lang ein
Halte den Atem 7 Sekunden
Atme 8 Sekunden lang aus
Wiederhole das Ganze 4-8 Mal
2. Bauchatmung (Zwerchfellatmung)
Viele Menschen atmen zu flach. Die Bauchatmung aktiviert das Zwerchfell und fördert eine tiefe Entspannung.
So geht's:
Lege eine Hand auf den Bauch, eine auf die Brust
Atme tief durch die Nase ein und spüre, wie sich der Bauch hebt
Atme langsam durch den Mund aus, der Bauch senkt sich (wichtig: durch den Mund ausatmen)
Wiederhole 10 Atemzüge bewusst
3. Wechselatmung (Nadi Shodhana)
Aus dem Yoga bekannt, wirkt diese Technik harmonisierend auf das Nervensystem.
So geht's:
Verschließe mit dem Daumen das rechte Nasenloch und atme links ein
Dann schließe beide Nasenlöcher kurz
Öffne das rechte Nasenloch und atme aus
Atme rechts ein, kurz halten, dann links ausatmen
Wiederhole 5-10 Runden
4. Summenatmung (Bhramari)
Diese beruhigende Übung hilft bei innerer Unruhe und Anspannung.
So geht's:
Atme tief ein
Beim Ausatmen summe wie eine Biene
Die Vibration wirkt entspannend auf Gehirn und Nerven
Wiederhole fünf bis zehn Mal
5. Atemzählen zur Achtsamkeit
Ideal für zwischendurch oder als Mini-Meditation.
So geht's:
Atme ein und zähle "eins"
Atme aus und zähle "zwei"
So weiter bis zehn, dann wieder von vorn
Bringt den Geist zur Ruhe und fördert Konzentration
Deine Atmung als Anker zur inneren Balance
Atemübungen sind ein kraftvolles Werkzeug auf dem Weg zu mehr Gelassenheit, innerer Balance und hormoneller Stabilität. Sie helfen Dir, Dich mit Dir selbst zu verbinden und Stress loszulassen. Probiere verschiedene Techniken aus und finde heraus, was Dir am besten guttut.
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