Adrenopause und DHEA-Mangel: Wenn die Nebennieren aus dem Gleichgewicht geraten
Du fühlst dich zunehmend erschöpft, weniger belastbar oder bemerkst Veränderungen bei Stimmung, Muskelkraft oder Libido?
Vielleicht hast du bereits von der sogenannten Adrenopause oder einem möglichen DHEA-Mangel gehört.
Beide Begriffe werden häufig im Zusammenhang mit Stress, Erschöpfung und hormonellen Veränderungen verwendet. Dabei ist eine klare Einordnung wichtig.
Denn:
Adrenopause bedeutet nicht automatisch, dass deine Nebennieren erschöpft sind.
Und nicht jede Müdigkeit ist ein Hinweis auf einen DHEA-Mangel.
DHEA ist nur ein Teil eines komplexen hormonellen Zusammenspiels. Auch Cortisol, Schilddrüse, Estradiol, Progesteron, Testosteron, Schlaf, Stressbelastung, Stoffwechsel und Lebensphase können eine Rolle spielen.
Wenn du nicht weiter nur einzelne Laborwerte betrachten möchtest:
Was bedeutet Adrenopause?
Der Begriff Adrenopause beschreibt den altersabhängigen Rückgang bestimmter Hormone aus der Nebennierenrinde.
Im Mittelpunkt stehen vor allem:
DHEA
DHEA-S
DHEA steht für Dehydroepiandrosteron.
DHEA-S ist die stabilere Speicherform im Blut und wird deshalb häufig zur diagnostischen Einordnung genutzt.
Die Bildung von DHEA-S steigt zunächst in der Jugend an, erreicht im jungen Erwachsenenalter ihren Höhepunkt und nimmt danach schrittweise ab.
Dieser altersabhängige Rückgang ist grundsätzlich ein natürlicher Prozess.
Wichtig:
Adrenopause ist nicht dasselbe wie Menopause.
Bei der Menopause verändert sich vor allem die Funktion der Eierstöcke.
Bei der Adrenopause geht es um den altersabhängigen Rückgang der Nebennierenandrogene DHEA und DHEA-S.
Adrenopause ist nicht gleich Nebennierenerschöpfung
Die Begriffe werden häufig miteinander vermischt.
Das führt zu Missverständnissen.
Adrenopause
Adrenopause beschreibt vor allem den altersabhängigen Rückgang von DHEA und DHEA-S.
Nebennierenerschöpfung
Der Begriff „Nebennierenerschöpfung“ wird in der Naturheilkunde häufig verwendet, wenn Menschen unter Erschöpfung, Schlafproblemen, Stressintoleranz oder Energielöchern leiden.
Wissenschaftlich ist jedoch nicht belegt, dass die Nebennieren durch psychischen oder körperlichen Dauerstress „ermüden“ und deshalb schrittweise immer weniger Cortisol produzieren.
Nebenniereninsuffizienz
Davon klar zu unterscheiden ist die medizinisch anerkannte Nebenniereninsuffizienz.
Dabei produziert der Körper tatsächlich zu wenig Cortisol und teilweise weitere Hormone.
Diese Erkrankung gehört in ärztliche oder endokrinologische Hände.
Wenn du mehr über Cortisol und die Stressachse erfahren möchtest:
Stress, Cortisol und Erschöpfung: Warum dein Körper dauerhaft im Alarmmodus bleiben kann
Welche Hormone bilden die Nebennieren?
Die Nebennieren sitzen oberhalb der Nieren.
Sie bestehen aus Nebennierenrinde und Nebennierenmark.
Obwohl sie klein sind, produzieren sie wichtige Hormone.
Nebennierenrinde
Die Nebennierenrinde bildet unter anderem:
Cortisol
Aldosteron
DHEA
DHEA-S
weitere Androgenvorstufen
Nebennierenmark
Das Nebennierenmark bildet unter anderem:
Adrenalin
Noradrenalin
Diese Hormone sind an zahlreichen Prozessen beteiligt:
Stressreaktion
Energieversorgung
Blutdruckregulation
Flüssigkeitshaushalt
Stoffwechsel
hormonelle Regulation
Wenn du genauer verstehen möchtest, wie Cortisol im Tagesverlauf wirkt:
Cortisol verstehen: Aufgaben, Tagesrhythmus und mögliche Beschwerden
Was ist DHEA?
DHEA ist ein körpereigenes Steroidhormon.
Es wird überwiegend in der Nebennierenrinde gebildet.
DHEA dient als Vorstufe für weitere Hormone. Aus DHEA können im Körper unter anderem Androgene und Estrogene entstehen.
Das bedeutet aber nicht:
Je mehr DHEA, desto besser.
Hormone wirken nicht isoliert. Entscheidend sind Alter, Geschlecht, Lebensphase, Beschwerden, Laborwerte und das Zusammenspiel mit anderen Hormonen.
DHEA ist deshalb kein allgemeines Anti-Aging-Hormon und sollte nicht wahllos ergänzt werden.
Warum sinkt DHEA-S mit zunehmendem Alter?
DHEA-S erreicht typischerweise im jungen Erwachsenenalter höhere Werte.
Danach nimmt die Produktion schrittweise ab.
Dieser Rückgang gehört grundsätzlich zum natürlichen Alterungsprozess.
Bei manchen Menschen liegen DHEA-S-Werte jedoch deutlich unter dem altersentsprechenden Referenzbereich.
Dann lohnt sich ein genauerer Blick.
Mögliche Einflussfaktoren können sein:
Alter
individuelle hormonelle Regulation
bestimmte chronische Erkrankungen
Medikamente
Glukokortikoid-Therapie
Erkrankungen der Nebennieren oder Hypophyse
eingeschränkte Nebennierenfunktion
ausgeprägte körperliche Belastungen
schwere Erkrankungen
Ein niedriger DHEA-S-Wert allein beweist jedoch keine Nebenniereninsuffizienz.
Welche Beschwerden können bei niedrigen DHEA-S-Werten auftreten?
Viele Beschwerden, die mit niedrigem DHEA oder DHEA-S in Verbindung gebracht werden, sind unspezifisch.
Das bedeutet:
Sie können auch viele andere Ursachen haben.
Mögliche Beschwerden sind:
Müdigkeit
verringerte Belastbarkeit
geringere Muskelkraft
reduzierte Regeneration
Stimmungstiefs
verminderte Libido
geringeres sexuelles Wohlbefinden
allgemeines Gefühl nachlassender Vitalität
Diese Beschwerden können aber ebenfalls zusammenhängen mit:
Schlafmangel
chronischem Stress
Schilddrüsenstörungen
Eisenmangel
Vitamin-B12-Mangel
Perimenopause und Wechseljahren
Estradiolmangel
Testosteronveränderungen
Depressionen
Medikamenten
chronischen Erkrankungen
Bewegungsmangel
unzureichender Ernährung
Deshalb ist eine Selbstdiagnose anhand einzelner Symptome nicht sinnvoll.
DHEA und Wechseljahre: Warum das Thema für Frauen ab 40 relevant sein kann
Bei Frauen ab etwa 40 verändert sich nicht nur die Funktion der Eierstöcke.
Auch andere Hormonsysteme können sich verändern.
Viele Frauen berichten über:
schlechteren Schlaf
stärkere Erschöpfung
geringere Stressbelastbarkeit
Stimmungsschwankungen
nachlassende Muskelkraft
Gewichtszunahme
Libidoverlust
trockene Schleimhäute
geringeres Wohlbefinden
Dabei spielen häufig mehrere Faktoren gleichzeitig eine Rolle:
Progesteron
Estradiol
DHEA-S
Testosteron
Cortisol
Schilddrüse
Blutzucker
Muskelmasse
Schlaf
Stressbelastung
Wenn Schlafprobleme bei dir im Vordergrund stehen:
Schlafstörungen in den Wechseljahren: Ursachen, Dauer und was helfen kann
DHEA, Cortisol und Stress: Was ist wirklich sinnvoll?
DHEA und Cortisol werden beide in der Nebennierenrinde gebildet.
Deshalb werden sie häufig gemeinsam betrachtet.
Trotzdem ist Vorsicht nötig.
Die vereinfachte Aussage:
Dauerstress → Nebenniere erschöpft → Cortisol sinkt → DHEA sinkt
ist wissenschaftlich nicht belegt.
Chronischer Stress kann den Körper jedoch auf vielen Ebenen belasten.
Mögliche Folgen sind:
Schlafprobleme
innere Unruhe
veränderte Stressreaktion
Blutzuckerschwankungen
Konzentrationsprobleme
Heißhunger
Erschöpfung
geringere Regeneration
Die Beschwerden sind real.
Aber sie sollten nicht vorschnell allein mit einer angeblich „erschöpften Nebenniere“ erklärt werden.
Sinnvoller ist ein strukturierter Blick auf:
Schlaf
Belastungssituation
Cortisolrhythmus
Schilddrüse
Blutzucker
Hormone
Ernährung
Mikronährstoffe
Medikamente
chronische Erkrankungen
Wenn Stress, Heißhunger und Energielöcher gleichzeitig auftreten:
Wann muss eine medizinische Nebenniereninsuffizienz ausgeschlossen werden?
Eine echte Nebenniereninsuffizienz ist selten.
Sie kann aber ernsthafte Folgen haben.
Mögliche Hinweise sind:
ausgeprägte Schwäche
starke anhaltende Müdigkeit
Übelkeit
Erbrechen
Durchfall
Bauchschmerzen
Gewichtsverlust
Appetitverlust
niedriger Blutdruck
Schwindel beim Aufstehen
Ohnmachtsneigung
ungewöhnliches Verlangen nach Salz
Unterzuckerung
auffällige Hautveränderungen
unregelmäßige oder ausbleibende Menstruation
Diese Beschwerden gehören ärztlich abgeklärt.
Bei plötzlicher starker Schwäche, Erbrechen, Durchfall, Verwirrtheit, Bewusstseinsstörungen oder Kreislaufproblemen ist eine sofortige medizinische Abklärung erforderlich.
Eine naturheilkundliche Begleitung ersetzt keine endokrinologische Diagnostik.
Wie wird DHEA-S untersucht?
DHEA-S kann über eine Blutuntersuchung und DHEA über einen Speicheltest bestimmt werden.
Die Interpretation hängt unter anderem ab von:
Alter
Geschlecht
Beschwerden
Begleiterkrankungen
Medikamenten
weiteren Laborwerten
hormoneller Lebensphase
Ein einzelner Laborwert reicht selten aus.
Je nach Beschwerdebild können zusätzlich relevant sein:
Cortisol
ACTH
Schilddrüsenwerte
Ferritin
Vitamin B12
Vitamin D
Blutzucker
HbA1c
Insulin
Estradiol
Progesteron
Testosteron
SHBG
weitere Werte nach individueller Situation
Bei Verdacht auf eine echte Nebenniereninsuffizienz gehört die Diagnostik in ärztliche oder endokrinologische Hände.
Sollte DHEA einfach ergänzt werden?
Nein.
DHEA ist ein Hormon und kein harmloses Nahrungsergänzungsmittel.
Eine Einnahme auf Verdacht ist nicht sinnvoll.
DHEA kann den Hormonstoffwechsel beeinflussen und unerwünschte Wirkungen verursachen.
Mögliche Probleme sind unter anderem:
unreine Haut
Akne
fettigere Haut
Haarausfall
unerwünschte Behaarung
hormonelle Verschiebungen
Wechselwirkungen mit anderen Hormonen oder Medikamenten
Auch bei Frauen mit medizinisch diagnostizierter Nebenniereninsuffizienz wird eine routinemäßige DHEA-Gabe nicht generell empfohlen.
Eine Einnahme gehört deshalb immer in fachkundige Hände.
Was du selbst tun kannst
Du kannst keine altersbedingte Veränderung vollständig verhindern.
Aber du kannst stabile Grundlagen schaffen.
Sinnvoll sind:
ausreichend schlafen
regelmäßigen Schlafrhythmus einhalten
Stressbelastung realistisch prüfen
Mahlzeiten nicht auslassen
ausreichend Eiweiß aufnehmen
starke Blutzuckerschwankungen vermeiden
Alkohol reduzieren
Kaffee nicht als Mahlzeitenersatz nutzen
regelmäßig bewegen
Muskelmasse erhalten
Übertraining vermeiden
Medikamente überprüfen lassen
Mikronährstoffmängel gezielt abklären
keine Hormone auf Verdacht einnehmen
Wenn Ernährung, Eiweiß und hormonelle Regulation bei dir zusammenspielen könnten:
Progesteron und Eiweißmangel: Warum Protein für deine Hormonbalance wichtig ist
Mein Ansatz: Nicht nur einen DHEA-Wert betrachten
In meiner Praxis in Oy-Mittelberg betrachte ich Erschöpfung, Stressintoleranz und hormonelle Beschwerden nicht isoliert.
Ich schaue auf das Zusammenspiel von:
DHEA-S
Cortisol
Stressachse
Schlaf
Schilddrüse
Progesteron
Estradiol
Testosteron
Zyklus
Wechseljahresphase
Blutzucker
Insulin
Darm und Leberstoffwechsel
Ernährung
Mikronährstoffen
Medikamenten
individueller Belastungssituation
Ziel ist nicht, vorschnell DHEA einzunehmen.
Ziel ist, zu verstehen, welche Faktoren dein persönliches Beschwerdebild aufrechterhalten.
Dabei arbeite ich mit meiner Hormon-Stoffwechsel-Regulation nach Heike Votteler, entwickelt aus über 17 Jahren Erfahrung in der ganzheitlichen Frauenheilkunde.
Welche Sprechstunde passt zu deinen Beschwerden?
Hormonkurzsprechstunde für Frauen
Geeignet, wenn du eine erste kurze Einschätzung möchtest, ob Hormone, Stressachse oder Wechseljahre bei deinen Beschwerden mitspielen könnten.
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Hormonsprechstunde und Regulationsanalyse
Geeignet, wenn mehrere Beschwerden gemeinsam auftreten: Erschöpfung, Schlafprobleme, Stressintoleranz, Libidoverlust, Zyklusveränderungen oder Wechseljahresbeschwerden.
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Intensivsprechstunde und Regulationsanalyse inkl. BBC und Bioresonanz
Geeignet, wenn deine Beschwerden schon länger bestehen, komplex sind oder du eine ausführlichere Analyse mit Bicom Body Check Advanced und ergänzender Bioresonanz möchtest.
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Hinweis: Die Bioresonanz gehört zu den komplementärmedizinischen Verfahren. Ihre Wirksamkeit ist wissenschaftlich nicht allgemein anerkannt. Sie ersetzt keine notwendige ärztliche Diagnostik.
Du möchtest deine Erschöpfung nicht länger auf gut Glück behandeln?
Wenn Müdigkeit, Stressintoleranz, Schlafprobleme oder Libidoverlust gemeinsam auftreten, reicht ein einzelner DHEA-Wert nicht aus.
Für die direkte Terminbuchung:
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Heike Votteler · Heilpraktikerin
Ganzheitliche Frauenheilkunde im Allgäu
Praxis in Oy-Mittelberg
Schwerpunkte: Hormone, Wechseljahre, DHEA-S, Cortisol, Stressachse, Schlaf, Schilddrüse, Stoffwechsel, Naturheilkunde und Bioresonanz.
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