Praxis für Bioresonanz und ganzheitliche Frauenheilkunde
  • Link zur Seite versenden
  • Ansicht zum Drucken öffnen
 

Nahrungsmittelunverträglichkeiten: Wenn Essen Beschwerden macht

Du isst etwas und kurze Zeit später fühlst du dich unwohl.

 

Der Bauch bläht sich auf, du bekommst Durchfall, Völlegefühl oder Bauchschmerzen.

 

Manche Frauen reagieren immer wieder auf bestimmte Lebensmittel und wissen irgendwann gar nicht mehr, was sie noch essen sollen.

 

Wichtig ist:

 

Nicht jede Reaktion auf ein Lebensmittel ist automatisch eine Allergie.

 

Auch Intoleranzen, Verdauungsstörungen, Darmprobleme oder individuelle Empfindlichkeiten können dahinterstehen.

 

 

Typische Beschwerden bei Nahrungsmittelunverträglichkeiten

Mögliche Beschwerden sind:

 

  • Blähungen

  • Völlegefühl

  • Bauchschmerzen

  • Durchfall

  • Verstopfung

  • Aufstoßen

  • Übelkeit

  • Darmkrämpfe

  • Druckgefühl im Bauch

  • Kopfschmerzen

  • Hautreaktionen

  • allgemeines Unwohlsein

 

Je nach Ursache können Beschwerden unmittelbar nach dem Essen oder erst einige Stunden später auftreten.

 

 

Allergie oder Intoleranz?

Diese Begriffe sollte man unterscheiden.

Nahrungsmittelallergie

Bei einer echten Allergie reagiert das Immunsystem auf bestimmte Bestandteile eines Lebensmittels.

 

Mögliche Reaktionen können sein:

 

  • Hautausschlag

  • Juckreiz

  • Schwellungen

  • Atembeschwerden

  • Magen-Darm-Beschwerden

  • Kreislaufreaktionen

 

Eine schwere allergische Reaktion kann lebensbedrohlich sein und gehört medizinisch abgeklärt.

 

Nahrungsmittelintoleranz

Bei einer Intoleranz liegt keine klassische allergische Immunreaktion vor.

 

Ein bekanntes Beispiel ist die Laktoseintoleranz.

 

Dabei wird Milchzucker aufgrund einer verminderten Laktaseaktivität nicht ausreichend verdaut.

 

Auch eine Fruktosemalabsorption kann Blähungen, Bauchschmerzen oder Durchfall verursachen.

 

 

Histamin und Lebensmittel

Einige Frauen berichten über Beschwerden nach histaminreichen oder histaminfreisetzenden Lebensmitteln.

 

Dazu können gehören:

 

  • gereifter Käse

  • Wurstwaren

  • Alkohol

  • fermentierte Lebensmittel

  • bestimmte Fischprodukte

  • Tomaten

 

Mögliche Beschwerden sind unter anderem:

 

  • Kopfschmerzen

  • Hautrötung

  • Herzklopfen

  • Magen-Darm-Beschwerden

  • Fließschnupfen

 

Die sogenannte Histaminintoleranz ist diagnostisch allerdings nicht immer eindeutig.

 

Ein einzelner Laborwert reicht meist nicht aus, um die Ursache sicher festzustellen.

 

 

Gluten ist nicht gleich Glutenunverträglichkeit

Auch beim Thema Gluten sollte sauber unterschieden werden.

 

Es gibt:

 

  • Zöliakie

  • Weizenallergie

  • nicht-zöliakische Weizen- oder Glutensensitivität

  • andere Reaktionen auf Bestandteile von Getreide

 

Eine Zöliakie ist eine Autoimmunerkrankung und sollte medizinisch diagnostiziert werden.

 

Wichtig:

Bei Verdacht auf Zöliakie solltest du Gluten nicht schon vor der Diagnostik vollständig weglassen, weil dadurch Untersuchungsergebnisse verfälscht werden können.

 

 

 

 

Warum plötzlich Lebensmittel nicht mehr vertragen werden

Aus meiner Praxiserfahrung berichten viele Frauen, dass sie bestimmte Lebensmittel früher problemlos vertragen haben 

und später plötzlich reagieren.

 

Mögliche Einflussfaktoren können sein:

 

  • Infektionen

  • Antibiotikatherapien

  • Veränderungen des Darmmikrobioms

  • chronischer Stress

  • Reizdarm

  • entzündliche Darmerkrankungen

  • hormonelle Veränderungen

  • Veränderungen der Verdauungsleistung

  • Medikamente

 

Nicht immer lässt sich die Ursache auf einen einzelnen Faktor reduzieren.

 

 

Darmflora und Nahrungsmittelunverträglichkeiten

Das Darmmikrobiom beeinflusst Verdauung, Stoffwechsel und Immunfunktion.

 

Aus meiner therapeutischen Erfahrung sehe ich bei Frauen mit wiederkehrenden Unverträglichkeiten häufig gleichzeitig:

 

  • Blähungen

  • wechselnden Stuhlgang

  • Verstopfung

  • Durchfall

  • Völlegefühl

  • Reizdarm-Beschwerden

 

Eine veränderte Darmflora kann Teil des Gesamtbildes sein.

 

Sie bedeutet aber nicht automatisch, dass bestimmte Lebensmittel dadurch unverträglich geworden sind.

 

Mehr dazu findest du unter Darmflora und Hormone.

 

 

Leaky Gut und Unverträglichkeiten

Auch eine gestörte Darmbarriere - Leaky Gut Syndrom - wird im Zusammenhang mit Nahrungsmittelreaktionen diskutiert.

 

Wichtig ist jedoch:

Nicht jede Nahrungsmittelunverträglichkeit bedeutet Leaky Gut und nicht jedes Leaky Gut verursacht automatisch Lebensmittelunverträglichkeiten.

 

Mehr dazu findest du unter Leaky Gut Syndrom: Wenn die Darmbarriere durchlässiger wird.

 

 

Wie lassen sich Nahrungsmittelunverträglichkeiten untersuchen?

Die Diagnostik hängt davon ab, welche Reaktion vermutet wird.

 

Möglich sind je nach Situation:

 

  • ausführliche Anamnese

  • Ernährungs- und Beschwerdetagebuch

  • H2-Atemtest bei Laktose oder Fruktose

  • allergologische Diagnostik

  • Zöliakie-Diagnostik

  • gezielte Laboruntersuchungen

  • gegebenenfalls Stuhldiagnostik bei zusätzlichen Darmbeschwerden

 

Eine Stuhlprobe kann Hinweise auf Darmflora, Entzündungsprozesse oder Verdauungsparameter geben.

 

Sie kann aber nicht allein beweisen, dass ein bestimmtes Lebensmittel nicht vertragen wird.

 

 

Lebensmittel einfach weglassen?

Eine zeitlich begrenzte Auslassphase kann bei Verdacht auf ein bestimmtes Lebensmittel hilfreich sein.

 

Ich würde aber nicht empfehlen, immer mehr Lebensmittel auf eigene Faust dauerhaft zu streichen.

 

Gerade sehr umfangreiche Eliminationsdiäten können zu:

 

  • Nährstoffmängeln

  • einseitiger Ernährung

  • zunehmender Angst vor Lebensmitteln

  • unnötigen Einschränkungen

 

führen.

 

Sinnvoller ist es, möglichst gezielt herauszufinden:

 

Was löst tatsächlich Beschwerden aus und was wird nur vorsichtshalber gemieden?

 

 

Antibiotika und Darmflora

Nach Antibiotikatherapien kann sich das Darmmikrobiom verändern.

 

Manche Menschen bemerken anschließend vorübergehend Veränderungen der Verdauung.

 

Ich würde allerdings nicht pauschal schreiben, dass nach jedem Antibiotikum zwingend ein "Darmaufbau" notwendig ist.

 

Ob eine gezielte Unterstützung sinnvoll ist, hängt von Beschwerden und individueller Situation ab.

Ganzheitliche Betrachtung in meiner Praxis

Bei wiederkehrenden Nahrungsmittelunverträglichkeiten betrachte ich nicht nur einzelne Lebensmittel.

 

Je nach Beschwerdebild können berücksichtigt werden:

 

  • Verdauung

  • Darmflora

  • Darmbarriere

  • Ernährung

  • Stress

  • Medikamente

  • Immunsystem

  • hormonelle Situation

  • Mikronährstoffe

 

Aus meiner Erfahrung kommen gerade bei länger bestehenden Beschwerden häufig mehrere Faktoren zusammen.

 

Mehr über meine Vorgehensweise findest du unter Hormonsprechstunde und Regulationsanalyse.

 

Termin reservieren

 

 

Wann eine ärztliche Abklärung wichtig ist

Bitte lasse Beschwerden medizinisch abklären bei:

 

  • Blut im Stuhl

  • deutlichem Gewichtsverlust

  • wiederholtem Erbrechen

  • starken oder zunehmenden Bauchschmerzen

  • anhaltendem Durchfall

  • Fieber

  • Atemnot oder Schwellungen nach Lebensmitteln

  • Kreislaufproblemen

  • Verdacht auf Zöliakie oder Nahrungsmittelallergie

Fazit

Nahrungsmittelunverträglichkeiten können viele verschiedene Ursachen haben.

 

Nicht jede Reaktion ist eine Allergie und nicht jedes Lebensmittel, das einmal Beschwerden verursacht, muss dauerhaft gemieden werden.

 

Entscheidend ist:

 

Welche Lebensmittel lösen tatsächlich reproduzierbar Beschwerden aus 

und warum reagiert dein Verdauungssystem darauf?