Praxis für Bioresonanz und ganzheitliche Frauenheilkunde
 
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Hashimoto Thyreoiditis

Hashimoto Thyreoiditis: Wenn das Immunsystem die Schilddrüse angreift

Hashimoto Thyreoiditis ist eine Autoimmunerkrankung der Schilddrüse.

 

Dabei richtet sich das Immunsystem gegen Bestandteile der eigenen Schilddrüse. Es entsteht eine chronische Entzündung, durch die Schilddrüsengewebe im Verlauf geschädigt werden kann.

 

Die Folge kann sein, dass die Schilddrüse langfristig nicht mehr ausreichend Hormone produziert.

 

Hashimoto betrifft deutlich häufiger Frauen als Männer und wird nicht selten erst entdeckt, wenn bereits Beschwerden einer Schilddrüsenunterfunktion bestehen.

 

 

Hashimoto: Überfunktion oder Unterfunktion?

Hashimoto führt langfristig meist zu einer Schilddrüsenunterfunktion.

 

Zu Beginn kann es jedoch Phasen geben, in denen durch entzündliche Prozesse vermehrt gespeicherte Schilddrüsenhormone freigesetzt werden.

 

Dann können vorübergehend Beschwerden auftreten, die eher zu einer Überfunktion passen.

 

Zum Beispiel:

 

  • Herzklopfen

  • innere Unruhe

  • Schwitzen

  • Gewichtsverlust

  • Schlafstörungen

 

Im weiteren Verlauf treten häufiger typische Beschwerden einer Unterfunktion auf.

 

 

Typische Symptome bei Hashimoto

Hashimoto kann lange Zeit relativ unauffällig verlaufen.

 

Viele Beschwerden sind zunächst unspezifisch.

 

Typisch können sein:

 

  • Müdigkeit und Erschöpfung

  • Antriebslosigkeit

  • Konzentrationsprobleme

  • Gewichtszunahme

  • Kältegefühl

  • trockene Haut

  • Haarausfall

  • Verstopfung

  • Stimmungsschwankungen

  • Zyklusveränderungen

  • Wassereinlagerungen

  • verminderte Belastbarkeit

 

Gerade bei Frauen überschneiden sich einige dieser Beschwerden mit hormonellen Veränderungen in der Perimenopause.

 

Deshalb lohnt sich ein genauer Blick auf das Gesamtbild.

 

Mehr dazu findest du unter Schilddrüse und Leber

 

 

 

Wie wird Hashimoto diagnostiziert?

Zur Diagnostik gehören vor allem Blutuntersuchungen und je nach Situation eine Ultraschalluntersuchung der Schilddrüse.

 

Wichtige Laborwerte können sein:

 

  • TSH

  • fT4

  • fT3

  • TPO-Antikörper

  • Thyreoglobulin-Antikörper

 

Die Antikörper sind wichtige Hinweise auf eine autoimmune Schilddrüsenerkrankung.

 

Sie sind aber nicht der einzige Baustein.

Auch Beschwerden, Verlauf, Schilddrüsenfunktion und Ultraschallbefund gehören zur Einordnung.

 

 

 

Hashimoto und weibliche Hormone

Aus meiner Praxiserfahrung sehe ich häufig, dass Schilddrüsenbeschwerden und hormonelle Beschwerden gleichzeitig auftreten.

 

Das bedeutet nicht automatisch, dass Progesteron- oder Estradiolschwankungen Hashimoto verursachen.

 

Aber Schilddrüse, Eierstöcke, Stressregulation und Stoffwechsel beeinflussen sich gegenseitig.

 

Gerade bei Frauen mit Hashimoto können zusätzlich Beschwerden bestehen wie:

 

  • Zyklusstörungen

  • PMS

  • Kinderwunschprobleme

  • Wechseljahresbeschwerden

  • Erschöpfung

  • Schlafstörungen

  • Gewichtszunahme

 

Deshalb betrachte ich die Schilddrüse nicht isoliert.

 

Mehr dazu findest du unter Hormonsprechstunde und Regulationsanalyse.

 

 

 

 

 

 

Cortisol, Stress und Hashimoto

Chronischer Stress beeinflusst Immunsystem, Schlaf und hormonelle Regulation.

Auch Cortisol spielt dabei eine Rolle.

 

Das bedeutet nicht, dass Stress allein Hashimoto verursacht.

 

Aus meiner Erfahrung kann eine anhaltende Belastung Beschwerden jedoch deutlich verstärken und die Regeneration erschweren.

 

Mehr dazu findest du unter Cortisol-Speicheltest: Stresshormon im Tagesverlauf messen.

 

 

 

Was du selbst unterstützen kannst

Einige Grundlagen können sinnvoll sein:

 

  • ausreichend Schlaf

  • regelmäßige Bewegung

  • ausgewogene, nährstoffreiche Ernährung

  • ausreichend Eiweiß

  • Stress reduzieren

  • Alkohol und Nikotin möglichst gering halten

  • Mikronährstoffmängel gezielt abklären

 

Eine pauschale "Hashimoto-Diät" gibt es nicht.

 

Auch Gluten, Fleisch oder bestimmte Lebensmittel müssen nicht automatisch von jeder betroffenen Frau gemieden werden.

Bei Frauen die auf Gluten und Zucker verzichten, sehen wir häufig bessere Laborwerte.

 

Entscheidend ist die individuelle Situation.

 

 

Ganzheitlicher Ansatz bei Hashimoto

In meiner Privatpraxis betrachte ich Hashimoto nicht nur anhand des TSH-Wertes.

 

Je nach Beschwerdebild können unter anderem berücksichtigt werden:

 

  • TSH, fT4 und fT3

  • Antikörper

  • hormonelle Situation

  • Zyklus und Wechseljahresphase

  • Cortisol und Stressregulation

  • Darm

  • Mikronährstoffe

  • Stoffwechsel

  • Ernährung

  • Schlaf

 

Die schulmedizinische Behandlung einer ausgeprägten Schilddrüsenunterfunktion gehört dabei klar in ärztliche Hände.

Naturheilkundliche und hormonelle Ansätze können ergänzend eingesetzt werden.

 

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Wann eine Abklärung wichtig ist

Eine ärztliche Abklärung ist besonders wichtig bei:

 

  • deutlicher Müdigkeit und Leistungsknick

  • starkem Herzklopfen

  • ausgeprägter Gewichtszunahme oder Gewichtsverlust

  • Zyklusstörungen

  • Kinderwunsch

  • auffälligen Schilddrüsenwerten

  • tastbarer Schilddrüsenveränderung

  • neu auftretenden Beschwerden

 

Fazit

Hashimoto Thyreoiditis ist eine autoimmune Erkrankung der Schilddrüse.

 

Langfristig kann sie zu einer Schilddrüsenunterfunktion führen.

 

Entscheidend ist eine gute Diagnostik und die Betrachtung des gesamten hormonellen und körperlichen Zusammenhangs.

 

Gerade bei Frauen lohnt sich häufig der Blick auf Schilddrüse, Sexualhormone, Stressregulation und Stoffwechsel gemeinsam.

 

 

Heike Votteler, Heilpraktikerin

Ganzheitliche Frauenheilkunde und Hormone

Oy-Mittelberg/Allgäu